Was man über Feen wissen sollte

Hier findst du wichtige Informationen über Feen, darüber, wie man sie entdecken kann und wo sie sich aufhalten.

   
 

 

 
 

 

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Als das erste Baby zum ersten Mal lachte, brach das Lachen in Tausend Stücke und diese sprangen alle herum, und das war der Beginn von den Feen.

James M. Barrie (eigentlich Sir James Matthew, Baronet Barrie),
in "Peter Pan" (1860-1937)

Originaltext auf Englisch hier klicken

1.

Die Worte "Fee" und "Elfe" meinen eigentlich dasselbe! Es gibt ganz verschiedene Feen oder auch Elfen: Manche sehen so aus wie wir Menschen und man kann sie praktisch kaum von unsereins unterscheiden. Andere haben eher Ähnlichkeit mit Tieren. Feen können sich auch als Tiere verkleiden: So mancher Zaunkönig, manche Libelle und mancher Schmetterling ist in Wirklichkeit eine getarnte Fee.

2.

Es gibt sehr große (zum Beispiel Riesen!), aber auch ganz kleine (zum Beispiel die Blumenelfen) Feen.

3.

Manche Feen haben sich zu regelrechten Staaten mit einem Feenkönig oder einer Feenkönigin zusammen geschlossen, andere sind eher Einzelgänger.

4.

Die Bekleidung der Feen ist sehr unterschiedlich, es gibt ganz edel gekleidete, die praktisch den ganzen Tag in Abendgarderobe herumlaufen (beziehungsweise fliegen), man hat aber auch schon Feen in Lumpen gesehen. Andere wiederum sollen ganz nackt gehen. Sicher ist, dass Feen anscheinend bestimmte Farben bevorzugen, nämlich rot, grün und weiß, und dass sie es gar nicht gerne haben, wenn wir Menschen Kleidung in "ihren" Farben tragen. Deswegen haben sie diese Farben so verzaubert, dass sie den meisten Menschen gar nicht stehen und wir fürchterlich damit aussehen.

5.

Die meisten Feenwohnungen sind nicht einfach zu finden, denn sie liegen ein kleines bisschen außerhalb der wirklichen Welt. Das, was oft als Feenwohnung bezeichnet wird, zum Beispiel bestimmte Höhlen oder Bäume, aber auch alte Steinkreise oder ähnliches, bezeichnet meistens nur den Eingang zur Feenwelt. Menschen können diese Welt nur betreten, wenn sie von den Feen eingeladen werden, oder wenn sie die Feen über's Ohr hauen!

Vorsicht: In der Feenwelt läuft die Zeit anders als bei uns! Es kann sein, dass man glaubt, man habe bloß ein Stündchen bei ihnen verbracht und zum Beispiel an ihren Tänzen teil genommen, und in unserer Welt sind derweil viele Jahre vergangen!

6.

Trau niemals einer Fee! Auch, wenn Feen vielleicht ganz nett sind, so haben sie doch ganz andere Vorstellungen von der Welt als wir Menschen. Sie tricksen uns Menschen gerne aus und spielen uns manchmal üble Streiche.

7.

IN: Kleine Geschenke geben, wie Glitzerkram, Blüten, Obst
OUT: Ihre Geschenke abzulehnen

IN: Nicht böse werden über ihre Streiche, sondern mitlachen
OUT: Ihnen selber Streiche spielen, sie zu betrügen oder anzulügen.

IN: Mit ihnen in Reimen reden
OUT: Sie "Feen" oder "Elfen" zu nennen, wenn sie es hören können

MANCHMAL GEFÄHRLICH:

Ihren Einladungen in die Feenwelt Folge zu leisten

In einen Feen- bzw. Hexenring zu treten und mit ihnen zu tanzen!

8.
Steine mit einem Loch oder mit einem Ring um die Mitte werden oft "Feensteine" genannt. Mit ihrer Hilfe soll man Feen sehen können.
9.
Iss niemals etwas, das eine Fee dir anbietet. Wir Menschen können Feennahrung nicht gut vertragen.
10.
Wenn du Angst vor Feen hast, so trage immer ein Stückchen Eisen (notfalls ein paar Nägel in der Hosentasche) bei dir. Feen mögen dieses Metall gar nicht und meiden es wie die Pest. Auch Ebereschenzweige und vierblättrige Kleeblätter sollen helfen.

Feen halten sich häufig an Orten auf, die man "Zwischenorte" nennt, weil sie irgendwie "zwischen" zwei wirklichen Orten liegen:

  • an Türen, Toren, Pforten
  • an Zäunen und Zauntritten
  • an Brücken
  • an Ufern von Flüssen, Seen und Meeren und dort, wo Flüsse als Quellen aus der Erde treten
  • dort, wo Wasser aus der Erde kommt (an Quellen, an Brunnen)
  • an Wegkreuzungen
  • an Waldrändern

Man sieht Feen auch besonders häufig zu sogenannten "Zwischenzeiten":

  • um Mitternacht
  • am Mittag
  • in der Dämmerung

Da Feen der Natur sehr verbunden sind, findet man sie eher in Gärten und in der freien Natur als im Haus, obwohl es auch Hausfeen gibt, die zusammen mit Menschen in deren Häusern leben.

Feen sind sehr gut darin, sich zu tarnen und zu verkleiden. Sie lassen sich nicht einfach so von jedermann sehen. Dazu ist es unbedingt nötig, dass man eine bestimmte Fähigkeit besitzt, die man "Feensicht" nennt. Einige Menschen haben diese von Natur aus, andere müssen nachhelfen, indem sie beispielsweise eine bestimmte Sorte Tee trinken oder sich Kräuterwasser auf die Augenlider streichen (siehe unsere Seite Rezepte nicht nur für Feen). Katzen und auch einige andere Tiere können Feen allerdings sehen. Wenn deine Katze also im Garten anscheinend auf etwas Unsichtbares lauert, so ist das vielleicht eine Fee!

Wenn du noch niemals eine Fee oder Elfe gesehen hast (wie zum Beispiel die Rabenfrau), so bedeutet das keinesfalls, dass sie dich nicht mögen und nichts mit dir zu tun haben wollen. Manchmal treiben sie sich ganz in deiner Nähe herum. Du musst einfach auf ihre Zeichen achten:

  • wenn du über eine Wiese gehst und plötzlich eine Spinnwebe spürst, obwohl gar nichts zu sehen ist
  • wenn du auf einem stillen See plötzlich Wellen bemerkst,ohne dass sich ein Lüftchen regt
  • wenn du urplötzlich den Duft von Blumen riechen kannst
  • wenn immerzu ein paar von deinen Sachen verschwinden, und du sie später an den unmöglichsten Orten wieder findest
  • wenn du auf der Straße kleine Staubwirbel bemerkst (Feen benutzen diese oft zum Reisen!)
  • wenn du im Garten Schmetterlinge siehst (besonders gelbe), denn Feen verkleiden sich gerne als Schmetterlinge oder benutzen sie als Boten
  • Wenn du ein Eichhörnchen in einer alten Eiche entdeckst (Feen lieben Eichhörnchen!)
  • Schmetterlinge, die in deinem Garten herum flattern, sind oftmals verkleidete Feen.

All diese Dinge können bedeuten, dass sich Feen in deiner Nähe aufhalten und dir vielleicht auf diese Weise einen Gruß zukommen lassen.

Bild:

Das Titelbild ist ein Ausschnitt (allerdings leicht verfälscht ;o) )
aus dem Gemälde"Vita somnium breve"
von Arnold Böcklin (1827-1901)

Originaltext von James M. Barie:

When the first baby laughed for the first time, the laugh broke into a thousand pieces and they all went skipping about, and that was the beginning of fairies!

 

Weiterlesen: Rezepte nicht nur für Feen

Ich will lieber nach Hause (Feenkinder/Inhalt)

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