Feen im Haus - Helfer oder Ärgerniss?

Eine Hausfee kann dem Haus und seinen Bewohnern Glück bringen aber auch sehr viel Chaos anrichten.

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Glück verbreitet sich in einem Haus,
das einen Elfen besitzt,
das Vieh gedeiht besser als an anderen Orten
und wird von keiner Krankheit befallen,
alle Unternehmungen gelingen.

Gebrüder Grimm, aus: Irische Elfenmärchen

 

VERBREITUNG

Von Hausfeen erzählt man in der ganzen Welt, zum Beispiel:

  • Alter im Hause (Schweden)
  • Àràk (Kambodscha)
  • Cluricaune (Irland)
  • Kobold, Brownie (Schottland)
  • Duende, Trasgo (Spanien)
  • Heinzelmännchen (Deutschland)
  • Igosha (Russland)
  • Kodin-Haltia (Finnland)
  • Lutin (Frankreich)
  • Menahune (Hawaii)
  • Nisse (Dänemark, Norwegen)
  • Shvod (Nord-Amerika)

Viele dieser Feen schließen sich einer Familie oder auch einem einzelnen Menschen an und erweisen sich dabei als so anhänglich, dass sie sogar mit ihm an andere Orte umziehen. Gewöhnlich hausen sie in der Nähe der Küche, oder, wie so mancher Cluricaune, im Wein- oder Vorratskeller. Manche Feenwohnung befindet sich auch, wie die Nester von Hausmäusen, in Wänden, hinter Fußleisten oder hinter großen Schränken.

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AUSSEHEN

Hausfeen gehören zu den kleineren Feen. Sie sind meistens etwa so groß wie eine Hand, manchmal auch noch kleiner, etwa so, wie man sich einen Däumeling vorstellt. Es gibt aber angeblich auch welche, die 50 cm oder größer sind. Manche Hausfeen sind sogar so groß wie kleinere Menschen. Sie sehen uns Menschen sehr ähnlich, wenn man davon absieht, dass einige von ihnen Flügel haben.

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FREUNDE UND HELFER?

Hausfeen sind meistens gutmütig und uns Menschen relativ wohl gesonnnen. Sie bewachen die Häuser und Wohnungen, sorgen für das Wohlergehen von Haustieren und -pflanzen, überwachen die Qualität von eingelagerten Vorräten und verbreiten allgemein eine gute Stimmung im Haus.

Manchmal sollen sie auch schon liegen gebliebene Arbeiten zu Ende gebracht haben und einige sollen sogar regelrecht als Hauspersonal arbeiten. Die meisten Hausfeen halten sich allerdings eher bedeckt, so dass die Menschen, mit denen sie zusammen leben, oft nicht einmal von ihnen wissen. Es gibt einige Geschichten darüber, wie Hausfeen, einmal entdeckt, sofort ziemlich überstürzt das Haus verlassen.

Hausfeen können, wie die übrigen Feen auch, sehr schalkhaft sein. Sie sind stets zu Späßen aufgelegt und spielen ihren Hausherren gerne mal den einen oder anderen Streich. Mitunter kann das doch recht unangenehme Folgen haben.

Unter anderen werden ihnen folgende Dinge nachgesagt:

  • Sie stehlen furchtbar gerne Socken (was eine Erklärung für die vielen einzelnen Socken in den Sockenschubladen meiner Familie wäre!).
  • Sie lassen Gegenstände verschwinden, die dann manchmal an ganz unmöglichen Stellen wieder auftauchen oder auch plötzlich ganz unschuldig doch dort liegen, wo sie hin gehören.
  • Manchmal sollen sie Babys piesacken, die dann scheinbar grundlos zu weinen anfangen und getröstet werden müssen.
  • Sie überreden den Kanarienvogel, die Tapete von der Wand zu knabbern und die Katze, ihre Krallen am guten Sofa zu wetzen. Obwohl: Katzen mögen keine Feen, vielleicht kommen sie doch selber auf diesen Gedanken!
  • Sie schmeißen unbemerkt den roten Socken in die Kochwäsche
  • Sie knarzen heimlich mit den Korbmöbeln und knallen mit Türen, so dass frau, wenn allein zu Hause, sich furchtbar erschrecken kann.
  • Sie drehen die Sicherung raus, wenn gerade ein spannender Film im Fernsehen läuft oder wenn man gerade dabei ist, etwas Wichtiges am PC zu schreiben und mal wieder vergessen hat, rechtzeitig abzuspeichern.
  • À propos PC: Vielleicht sind sie es ja auch, die heimlich Dateien verschieben, den Internetzugang blockieren, die Tinte im Drucker leeren, Formatierungen löschen und und und...
  • Anscheinend kennen sie sich auch mit dem Videorekorder aus, so dass vom aufgenommenen Lieblingsfilm nachher der Schluss fehlt.
  • In der Küche lieben sie es anscheinend, die Topflappen zu verstecken, stoßen (patsch!) den Joghurt von der Tischkante. Sie sollen auch heimlich, still und leise die Herdplatte aufdrehen, so dass das Essen anbrennt oder die Milch über kocht. Sie verstellen die Eieruhr, so dass es wieder mal harte Eier zum Frühstück gibt (vermutlich hat mein lieber Mann da irgend einen Vertrag mit ihnen geschlossen, denn er mag harte Eier!).
  • Natürlich futtern sie auch die Essensreste auf, die man am nächsten Tag noch verwenden wollte. Bei uns wohnt anscheinend ein gewisser Herr Niemand, den ich diesbezüglich in Verdacht habe ;o)
  • Sie können Soßen gerinnen lassen und Hefeteig am Aufgehen hindern, indem sie hinein p... (igitt, unappetitliche Vorstellung!) und sind auch Schuld, wenn die Milch sauer oder die Sahne schlecht wird.

Man sollte sich auf jeden Fall gut mit ihnen stellen, dann läuft der Haushalt reibungslos, und, wenn du Glück hast, sorgen sie mit ein wenig Feenstaub für gute Stimmung und angenehme Träume!

Es ist nicht ganz einfach, sich Feen gegenüber richtig zu verhalten. Wichtige Umgangsregeln und was man sonst noch tun kann, um sich gut mit Feen zu stellen, findest du hier: Gute Nachbarschaft

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Bilder:

Die Bilder auf dieser Seite hat gemalt. Sie sind Buchillustrationen aus "The Mary Frances Sewing-Book", einem Kinderbuch über das Nähen.

 

 

Weiterlesen: Gartenfeen - Feen im Garten

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