Anderland - Wo Feen wohnen

Feen wohnen auf Feeninseln, in Feenhügeln, in abgelegenen Landstrichen, auf dem Meeresgrund, hinter dem Zaubervorhang, für uns Menschen ist es schwierig, Grenzgänger zu werden, wie z. B. König Arthur oder König Gavran oder auch Bran oder Thomas, der Reimer, oder O'Donaghue oder Herla.

 

INHALT:

  • Feenorte
    So viele Feenarten es gibt, so viele Orte kennt man auch, an denen Feen leben sollen.
  • Hinter dem Zaubervorhang
    Die Feenwelt soll hinter einem Zaubervorhang liegen, ganz nahe der unseren.
  • Grenzgänger
    Obwohl es für Menschen sehr schwer ist, die Welt der Feen zu finden, so scheint es doch einigen gelungen zu sein, dorthin zu kommen.
  • Ganz nahe
    Nicht alle Feen wohnen im Anderland, einige leben Tür an Tür mit uns.

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FEENORTE

So viele Vorstellungen, wie es über die Feen selbst gibt, so viele Vorstellungen gibt es auch darüber, wo und wie sie leben sollen.

Unter anderem heißt es, die Feen wohnen an folgenden Orten:

  • in riesigen Findlingen, die es z. B. in Island gibt
  • in tiefen Wäldern und auf Waldlichtungen
  • in hohlen Bergen und Hügeln
  • am Grund von Seen, auf dem Meeresboden, in Quellen und Flüssen
  • auf gewissen Bäumen, in hohlen Bäumen oder unter Baumwurzeln. Insbesondere einer Feenwohnung verdächtig sind: Weißdorn, Rotdorn, Schwarzdorn, Hasel, Erle, Eiche, Holunder (besonders Frau Holle soll ihre Wohnung in Holunderbüschen aufschlagen). Für Feen günstig sind auch Baumgruppen (meist 3 Bäume), die eng bei einander stehen, besonders, wenn sie um einander verdreht gewachsen sind: 3 Weiß- oder Rotdornbüsche, , 2 Dornbüsche und ein Holunder, eine Eiche plus eine Esche und ein Dornbusch.
  • in und auf Blumen
  • in alten Steingräbern (Hühnengräbern)
  • zusammen mit Menschen in deren Häusern oder in Gärten, wobei die Menschen meistens nichts von ihren Mitbewohnern ahnen.

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FEENHÜGEL


Als die Milesier die Tuatha de Danann besiegt hatten, wurden diese zu den Daoine Sidhe, den Hügelbewohnern. Sie sollen Quartier bezogen haben in verborgenen Höhlen und unzugänglichen Schluchten, aber auch in relativ kleinen natürlichen oder künstlichen Hügeln und Grabhügeln, oder in beziehungsweise unter großen Steinen (Hühnengräbern?).

Nach diesem Vorbild gibt es viele Wohnstätten der Feen, von denen aber die meisten heute verlassen sein sollen. Zum Beispiel:

Deutschland:
  • Rügen:
    In den Neun Hügeln, einem Hühnengrab in der Nähe von Rambin, wohnte früher angeblich ein Stamm kleinwüchsiger Feen.
  • Harz:
    Hier sollen in Zwergenhöhlen früher unzählige Zwergenfamilien gehaust haben, besonders in der Nähe von Hohenstein.
  • Hasel bei Schopfheim
    Hier sollen in der dortigen Zwergenhöhle ebenfalls einmal diverse Zwergenfamilien gewohnt haben.
  • Mönchen-Berge bei Knesebeck:
    Auch hier hausten Feen angeblich unterirdisch.

Fankreich:

  • Carnac:
    Unter den großen Alignements (Steinsetzungen) soll früher eine große Wohnstätte der Feen gelegen haben.
  • Broceliande:
    Früher war das ein undurchdringliches Waldgebiet, in dem auch Feen ansässig gewesen sein sollen. Angeblich kann man eine von ihnen, Viviane (bekannt aus der König-Arthur-Legende) auch noch heute an ihrer Quelle antreffen, aber sie zeigt sich nur denen, die reinen Herzens sind.

    England, Irland:

  • Somerset:
    Im Bryn y Ellyllon, dem Hill of Goblins, sollen Gnome gelebt haben, ebenso im Castle Neroche. Dort sollen sie Goldsucher vertrieben haben, indem sie sie mit einer schrecklichen Panik behexten.
  • Craig y Ddinas in Glamorganshire:
    Es gibt hier zwei Hügel dieses Namens, in den dortigen Schluchten und Höhlen sollen lange Zeit Feen gewohnt haben, und angeblich soll auf einem dieser Felsen der Hof der letzten Feen gehalten worden sein, die jemals in Wales erschienen sind. Angeblich sind sie dann von den Methodisten vertrieben worden.
  • Gump Hill, Cornwall:
    Hier hat sich dem Vernehmen nach früher ein sehr beliebter Feentanzplatz befunden.
  • Vale of Neath, Glamorganshire:
    In diesem Tal sollen Feen gewohnt haben
  • Knockma Hill: Hier befand sich angeblich der Hof des Feenkönigs.
  • Newgrange:
    Der dortige Tumulus war , wie man erzählt, ebenfalls ein Wohnort von Feen.
  • Shiehallion Mountain, Scotland:
    Der Name bedeutet "the Stronghold of the Fairies of Caledonia" und er ist dafür bekannt, dass dort einmal Feen gewohnt haben.

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FEENINSELN


Auf der Seekarte

Eines der in der Europäischen Mythologie immer wiederkehrenden Themen ist die Geschichte von der Feeninsel, bzw. von den Feeninseln. Die Inseln der Seligen nennt man sie, oder auch Glückliche Inseln, Tir Nan Og, Mag Mor, Tirn Aill, Avalon, Tirfo Thuinn, Tire Nam Beo, the Great Plain, Mag Mell, Tir Tairngire, Hy-Breasail - Viele Feeninseln gibt es, oder viele Namen für eine Insel. Eben so viele verschiedene Meinungen gibt es darüber, wo sie zu finden ist! Auch von den Feeninseln sind einige durchaus auf Seekarten identifizierbar.

  • Von der (real existierenden) Isle of Skye erzählt man sich, dass dort Feen gewohnt haben, die einer dort ansässigen Familie zum Dank für geleistete Dienste musikalische Talente verliehen haben. Diese würden in der Familie weiter vererbt , solange diese ein wohltätiges Leben führe.
  • Für die Engländer wohnten die Feen lange Zeit auf der Insel Man. Auch heute noch soll es dort sehr aktive Feensleute geben.
  • Hy-Breasail gehört zu den Inseln, die man zwar auf alten Seekarten sehen kann (es erinnert irgendwie an Platons Atlantis, ziemlich rund, von einem Fluss in zwei Hälften gespalten), allerdings ist nicht überliefert, das wirklich jemand jemals dort gewesen ist.

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Fantastische Länder


Von anderen Feeninseln ist die Lage überhaupt nicht bekannt, sie sind verborgen hinter den Nebeln oder gar nicht von dieser Welt:

  • Hinter dem Nebel: In Dyfedd erzählt man von einem geheimnisvollen Eiland vor der Küste, dessen bergige Spitzen man manchmal über den Nebeln sehen können soll.
  • Schwimmende Insel: Anderswo gibt es Geschichten über eine Insel , die nicht am Meeresboden verankert ist, sondern frei herum schwimmt. Manchmal spricht man auch von mehreren Inseln die auf diese Weise unterwegs sind.
  • Auf dem Meeresgrund: Es heißt auch, die Insel der Seligen liege tief unter dem Meer. Sie tauche nur nachts auf oder zu bestimmten Zeiten, wie zum Beispiel Hy-Breasail, die nur alle 7 Jahre an die Oberfläche steigen soll. Mit bestimmten Tricks könne man die Inseln am Versinken hindern, zum Beispiel, indem man Eisen mit sich brächte.
  • Vor der Küste: Die Insel der Seeligen soll auch vor der Küste von Penbrokeshire liegen. Seefahrer bezeugten immer wieder, diese Insel gesehen zu haben, einige schworen sogar, sie seien dort auch an Land gegangen. Aber genau häufig hieß es, dort gäbe es gar keine Insel.
  • Im Westen: Für die Iren lag Hy-Breasail mehr im Westen.
  • Emhain, die Insel der Frauen, sollte nur von wunderschönen Frauen bewohnt sein und sich auf 4 gewaltigen Bronzepfeilern über dem Meer erheben.
  • Tiefer als der Meeresspiegel: Es soll auch eine Insel geben, deren Oberfläche einige Meter unter der Meeresoberfläche liegt. Rundherum soll das Wasser wie ein Gebirge aufragen.

Gemeinsam ist allen diesen Inseln, dass es dort keine Sorgen gibt und immer genug zu essen, es ist immer Frühling und der Tod hat dort keine Chance. Alles gedeiht, ohne das jemand dafür arbeiten muss, und die Bäume stehen ständig in Blüte, wärhend gleichzeitig die Früchte reifen.

So soll es auch auf Tir Nan Og sein, der Insel, auf die sich die Tuatha de Danann geflüchtet haben. Sie können hier nun ein leichtes Leben ganz nach ihrem Geschmack führen und sogar ihrer Leidenschaft zum Kampf nachgehen, denn die Getöteten können am nächsten Tag geheilt wieder aufstehen.

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Auf der Suche nach den Feeninseln

In den alten Zeiten hat man zum Beispiel in Bristol wirklich Schiffe ausgerüstet und losgeschickt , um die Feeninseln zu finden und zu erkunden. Allerdings hören sich manche der überlieferten Berichte von diesen Expeditionen doch mehr nach Seemansgarn an als nach wirklichen Erlebnissen.
  • König Gavran von Britannien soll sich um 500 n. Chr. aufgemacht haben, um diese Inseln der Seeligen zu suchen. Mit seiner ganzen Familie soll er über das unbekannte Meer davon gesegelt sein, und seitdem hat man nie wieder etwas von ihm gehört.
  • König Arthur soll mit seinem magischen Schiff Prydwen mehrere der fantastischen Inseln besucht haben.
  • Bran, Sohn des Febal, soll mit einer Handvoll mutiger Männer los gesegelt sein, um Emhain, die Fraueninsel zu suchen. Er kam angeblich auch richtig dort an und verbrachte dort eine herrliche Zeit. Eines Tages wollten die Männer aber doch ihre Heimat wieder sehen. Als sie dort ankamen, stellte sich heraus, dass inzwischen sehr viel Zeit vergangen und Bran Febalssohn Teil der ältesten Legenden geworden war. Einer der Gefährten misachtete den Rat der Frauen von Emhain, dass sie sich hüten sollten, ihren Fuß auf trockenes Land zu setzen, und watete ans Ufer, wo er alsbald zu Staub zerfiel. Bran blieb nur lange genug, um seine Abenteuer zu erzählen und dann wendeten die Männer das Boot und segelten davon, um dann niemals wieder gesehen zu werden.

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HINTER DEM ZAUBERVORHANG

 

Der Auszug der Feen

Die Orte, die als Heimat der Feen bekannt waren, waren zunächst wirkliche, geografisch auffindbare Orte, zwar etwas abgelegen, aber immerhin wirklich von und auf dieser Welt. Später "verlegte" man die Heimat der Feen in andere Welten, die mit der unseren nur wenige Berührungspunkte haben sollen. Die einstigen Feenorte wurden schließlich als Tore angesehen, die in die Anderwelt führen sollen.

  • Die Menschen aus dem südlichen Wales haben beispielsweise früher die Region hinter den Bergen von Nordwales als Feenland angesehen. Ab und zu seien Feen von dort gekommen, um die Menschen zu besuchen, und ihr König, so hieß es, war Gwydion, der sich in alle möglichen Gestalten verwandeln konnte.
  • Später hieß es, die Feen siedelten an der Küste von Penbrockshire, und noch später verlegte man das Feenreich auf eine unsichtbare Insel vor der Küste.
  • Im Laufe der Zeit haben die Feen sich dem Vernehmen nach anscheinend überall immer weiter von der bewohnten Welt zurück gezogen. Anfangs zogen sie in noch abgelegenere Gebiete, später eine eigene Welten, Anderland (Otherland), Never-never-land, Traumland, Schattenwelt, Land hinter den Nebeln, auf keiner Landkarte mehr zu finden und auf irdischen Wegen nicht mehr zu erreichen. Diese Welten sollen hinter einer Art Zaubervorhang liegen, der sie vor unseren Augen verbirgt, wie Nebelschwaden eine Landschaft verbergen können.
  • Es gibt verschiedene Erzählungen über einen regelrechten Auszug der Feen aus unserer Welt, in großen Trecks, manchmal auch auf Schiffen, sollen sie sich abgesetzt haben. Beobachter berichten, ihnen sei ausdrücklich mitgeteilt worden, dass die Feen nun unsere Welt verlassen hätten und niemals wieder zurück kehren würden.Dennoch gibt es auch danach noch Berichte von Menschen, die Feen gesehen haben wollen, und manchmal sollen Sterbliche auch die andere Welt betreten haben. Diese Grenzgänger berichten sehr Seltsames darüber!

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Die Anderwelt

Ich konnte nicht herausfinden, ob es sich dabei um eine Welt handelt, die abseits der unseren liegt und diese nur an einigen wenigen Punkten berührt, oder ob sie sich in unserer Welt befindet und von uns nur nicht gesehen werden kann.

Die Anderwelt scheint in mancher Hinsicht sehr gegensätzlich zu der unseren zu sein, sie hat etwas eigenartig Unklares und Unbestimmbares. Die Naturgesetze scheinen dort nicht dieselbe Gültigkeit zu besitzen wie bei uns. So vergeht zum Beispiel die Zeit dort ganz anders. Reisende, die von dort zurück kehren, müssen oft feststellen, dass bei uns eine lange Zeitspanne vergangen ist, während es für sie nur wenige Minuten oder Stunden waren. Es gibt aber auch Berichte von Menschen, die mehrere Jahre in den Feenländern zugebracht haben wollen, während bei uns nur Augenblicke verstrichen sind. Oftmals erzählen Zeugen dieser Geschehnisse, dass diese Reisenden deutlich älter geworden und zum Beispiel ihre Haare merkwürdig lang geworden sind in der kurzen Zeitspanne.

Tore in die Anderwelt scheinen nicht immer in dieselben Gegenden zu führen, als ob auch Entfernungen dort veränderbar seien und nicht so konstant wie bei uns. Es gibt auch sehr unterschiedliche Berichte darüber, was Grenzgänger in der anderen Welt vorgefunden haben. Es scheint fast mehrere dieser Welten zu geben, oder die Anderwelt ist nicht so statisch wie die unsere sondern verändert sich immer wieder.

Vielleicht bringt auch einfach jeder "Reisende" seine eigenen Vorstellungen ein, weil sich die Reisen eher in den Vorstellungen der Menschen abspielen als in der Realität. In manchen Sprachen heißt es über Menschen, die geistig abwesend sind, sie "sind mit den Feen", obwohl sie körperlich unsere Welt nicht verlassen haben.

Für uns Sterbliche ist es jedenfalls sehr schwierig, einen Blick hinter den Zaubervorhang zu werfen oder ihn gar zu überwinden. Die Wege in die Anderwelt stehen uns anscheinend nur bedingt offen, sie sind schwer zu finden´und oft gefährlich zu begehen. Beinah noch schwieriger soll es sein, anschließend wieder in unsere Welt zurück zu finden.Den Feen selbst fallt das natürlich leichter, auch wenn ihre Besuche in unserer Welt wohl immer seltener werden.

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Wie man in die Anderwelt kommt

Zu bestimmten Zeiten sollen die Vorhänge, die die Anderwelt von der unseren trennen, etwas durchlässiger sein. Angeblich kann man dann häufiger Feen beobachten oder sogar ihre Welt betreten. Oft sind das Zwischenzeiten, wie Morgen- und Abenddämmerung, aber auch Mittag oder Mitternacht.

Auch an bestimmten Tagen soll es einfacher sein, die Grenze zu überwinden, oder wenigstens Feen zu sehen. Es sind dies die alten heidnischen Feiertage Imbolc (2. Februar), Beltane (1. Mai), Lugnassad (2. August) und vor allem Samhain (31. Oktober). Besonders an Samhain sollen viele Feen unterwegs sein.

Es heißt auch, bestimmte Stellen stehen in enger Verbindung mit der Anderwelt. Meistens sind das sogenannte Zwischenorte und Grenzlinien, die weder diesem noch jenem Ort angehören:

  • Türschwellen
  • Pforten
  • Gatter
  • Zäune und Mauern
  • Cattlegrids (Eine Art von Rosten, die in die Öffnungen von Zäunen eingelegt sind, und die zwar für Menschen kein Hindernis darstellen, wohl aber für die dort weidenden Tiere
  • Zauntritte
  • Wälle
  • Wegkreuzungen
  • Ufer von Meeren, Flüssen und Seen
  • Brücken

Von alten Steinsetzungen oder Hügelgräbern heißt es, sie seien Pforten zur Feenwelt. Außerdem werden die einstigen Feenorte oft als Tore in die Anderwelt gesehen, durch die man, wenn man Glück hat, die Welt der Feen betreten können soll. Wie man Feen sehen kann und wie sie vielleicht sogar Wünsche erfüllen, kannst du in unserer Seite Begegnungen mit Feen nachlesen.

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Grenzgänger

In alten Zeiten scheinen die Vorhänge zwischen den Welten durchlässiger gewesen zu sein, es gab Beziehungen mancherlei Art zwischen Feen und Menschen, die Menschen freuten sich, Feen zu sehen, und so mancher Grenzgänger war zwischen den Welten unterwegs. Erst später begann man, die Feen und ihr Treiben eher zu fürchten, die Welten schienen auseinander zu driften, und heute sind Kontakte wohl sehr selten geworden.

  • Ein bekannter Grenzgänger war Thomas, der Reimer (Thomas Rhymer), ein Sänger und Poet im Schottland des 13. Jahrhunderts. Er soll 7 Jahre bei den Feen gelebt haben und als weiser Mann zurück gekehrt sein. Gegen Ende seines Lebens zog es ihn aber wieder in die Anderwelt, wo er jetzt immer noch am Hof der Feenkönigin leben soll.
  • Am See von Kilarney, Irland (siehe Bild oben), lebte einst ein großer Lord namens O'Donoghue, der allseits für seine Gerechtigkeit, Kriegskünste und Ritterlichkeit berühmt war. Eines Tages spazierte er hinaus auf den See, winkte seinen Höflingen noch einmal zu, um dann langsam in den Wellen zu versinken. Dort soll er jetzt immer noch leben, um alle 7 Jahre in der Mainacht in voller Rüstung auf einem Pferd aus dem See tauchen, hinter sich ein Gefolge von Feen, den See auf dem Wasser umrunden und dann in den Nebeln wieder verschwinden.
  • Weniger glücklich ist die Geschichte des Shon ap Shenkin, der eines Sommermorgens unter einem Baum einem Feenlied zuhörte. Als er erwachte, war der Baum verdorrt. Sein Elternhaus fand er von Efeu überwachsen. Er musste erfahren, dass indessen fast ein Jahrhundert vergangen war, brach auf der Schwelle seines Hauses zusammen und zerfiel zu Staub.
  • Dann gibt es noch die Geschichte von Herla, einem König der alten Briten. Er besuchte eines Tages zusammen mit einigen seiner Krieger einen Palast unter einer hohen Klippe, um eine Hochzeit zu feiern. Sie blieben dort, wie sie dachten, für drei Tage. Als sie allerdings zurück kamen, fanden sie ihre Burg nicht mehr. Herla fragte einen alten Schafhirten, dieser sah ihn befremdet an, und Herla stellte fest, dass er ihn kaum verstehen konnte, denn er war ein Sachse und Herla ein Brite.
  • Es stellte sich heraus, dass unterdessen die Sachsen das Gebiet erobert hatten und nun schon seit 200 Jahren dort lebten. Als der König seinen Namen nannte, erzählte ihm der Hirte, über einen König dieses Namens gäbe es eine uralte Legende, nach der dieser genau an dieser Stelle verschwunden sei und niemand habe jemals wieder etwas von ihm gehört. Unterdessen stiegen einige der Männer von ihren Pferden, und, sobald sie auf dem Boden standen, zerfielen sie zu Staub. Herla und die übrigen Männer sollen daraufhin davon geritten sein und seitdem rastlos umherziehen.
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GANZ NAHE

Doch nicht alle Feen wohnen so weit entfernt von uns. Einige haben sich, wenn man den Erzählungen Glauben schenken will, in unseren Gärten und in unseren Häusern nieder gelassen. Sie gehören meist zu den kleineren Feenarten, und nicht immer weiß der Haus- oder Gartenbesitzter von seinen Mitbewohnern. Mehr darüber findest du hier:

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Bilder:

Das Gemälde am Anfang ist von Mary Spitali Stillman und heißt
"Messer Ansaldo Showing Madonna Dianora his Enchanted Garden

"Das Bild in "Wo Feen wohnen" ist ein Baumfoto, das von "Feenhügel" eine alte Postkarte. beide ein "kleines bisschen bearbeitet" von der Rabenfrau

Das Bild in "Feeninseln" ist ein Foto der Rabenfrau, es zeigt nicht wirklich eine Feeninsel, sondern St. Michaels Mount in Cornwall/GB

Das Bild in "Fantastische Reisen" ist ein Ausschnitt aus dem wunderbaren Teppich von Bayeux

Das Bild in "Hinter dem Zaubervorhang" hat Hon. John Collier (1850-1934)
gemalt. Es zeigt "Clytemnestra"

Das Bild in "Grenzgänger" ist ein alter Druck des Lake Killarney.

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Weiterlesen: Wie Feen aussehen

 

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