Feenlook - Wie Feen aussehen

Es gibt sowohl menschenähnliche Feen als auch Tierfeen sowie große und kleine Feen, manche Feen sind auch Gestaltwandler, vielfach werden ihnenrecht seltsame körperliche Merkmale nachgesagt.

 

INHALT:

  • Vorstellungen
    Die heutigen Vorstellungen über Feen kommen aus der Romantik. In der heutigen Fantasy-Literatur sind Feen meist menschenähnlich, wunderschön oder furchtbar hässlich.
  • Berichte
    Feen werden als menschen- aber auch als tierähnlich beschrieben. Einige sollen Gestalt und/oder Größe verändern können. Vielen Feen werden seltsame körperliche Merkmale nachgesagt.
  • Was können wir daraus schließen?
    Vielleicht verleihen bloß unsere Vorstellungen ihnen reale Gestalt.

Übersetzung | Seitenende

Sir Edward Burne-Jones (1833-1898): "May Morris"

Fairies, black, grey, green and white,
You moonshine revellers, and shades of night...

William Shakespeare, aus: The Merry Wives of Windsor

Übersetzung

 

VORSTELLUNGEN

 

Die meisten Menschen glauben, Feen seien uns sehr ähnlich im Aussehen, vorwiegend weiblich, von zarter Gestalt, mit Flügeln, auf denen sie sanft umherschweben. Dazu kommen dann noch die kleinen Blumenfeen, besondere Freunde der Kinder. Diese Vorstellungen resultieren vermutlich aus den romantischen Dichtungen des 19. Jahrhunderts. In der heutigen Fantasyliteratur sind die Feen auch meistens menschenähnlich geschildert: menschengroß von Statur, schlank, unmenschlich schön oder auch abgrundtief hässlich, dazu mit allerlei Superkräften ausgestattet.

In traditionellen Überlieferungen und Volkserzählungen findet man aber auch andere Beschreibungen, und auch Menschen, die Feen gesehen haben wollen, beschreiben sie vielseitiger.

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BERICHTE


Menschenähnliche Feen


Ausschnitt aus "Allegorie auf den Frühling"
von Alessandro Botticelli (1444-1510)

Einige Feen sollen im Großen und Ganzen wirklich ziemlich ähnlich aussehen, wie wir Menschen. Es heißt oft, ihre Frauen seien von wunderbarer Schönheit, oft mit langen blonden Haaren. Auch hübsche Feenmänner soll es geben, und beide sollen sich oft mit menschlichen Partnern einlassen. Andererseits gibt es aber auch Schilderungen über alte, verhutzelte, haarige und furchtbar hässliche Feen. Auch die Statur der Feen wird ganz verschiedenartig beschrieben: Von spindeldürr über schlank bis fett und wunderschön bis ganz furchtbar hässlich scheint es alles zu geben.

Tierähnliche Feen und seltsame Gestalten


Johannes Jonston (um 1650): "Harpyie"

Es kursieren aber auch Geschichten über Feen, deren Aussehen sich von dem unseren stark unterscheidet. Einige Feen sollen sogar eher wie Tiere aussehen (z. B. der irische Jimmy Squarefoot besitzt einen Schweinekopf).

Andere sehen aus wie Nebelschwaden oder sie haben einen Lichtschein um ihre Gestalt, wieder andere sind fast unsichtbar, und man soll sie nur bemerken, weil sie einen setsam muffigen Körpergeruch abgeben.

Viele Feen werden als geflügelt beschrieben, wobei die Flügel anders als Engelsflügel nicht aus Federn bestehen, sondern eher denen von Libellen oder Schmetterlingen gleichen sollen.

Es gibt auch Feen, die zwar irgendwie menschenähnlich aussehen, aber dennoch einen ziemlich grotesken Eindruck machen, z. B. die Fachan der westlichen schottischen Highlands: Sie sind einäugig, einarmig und bewegen sich hüpfend auf ihrem einen Bein fort.

Gestaltwandler

 


Vielleicht eine Fee in
Verkleidung?

Oftmals erzählt man sich auch, Feen hätten überhaupt keine feste Gestalt. Sie hätten einen Körper, so heißt es, der kaum mehr Substanz habe als Nebel über den Auen. Ob sie die Gestalt nun wirklich verwandeln können, sei dahin gestellt, vielleicht werfen sie auch einen Glanz über sich oder ihr Gegenüber, der sie dann genau so aussehen lässt, wie sie es wünschen: wie ein Rotkehlchen, wie ein Baum, oder auch wie ein Mensch. Diese Geschichten können ihren Ursprung allerdings auch in der Tatsache haben, dass Feen Meister der Tarnung sein sollen. Niemand soll eine Fee entdecken können, wenn sie es nicht will.

Manche Feen sollen nicht nur sich selbst, sondern auch andere Lebewesen verzaubern können, so gibt es Berichte darüber, wie Menschen winzig klein gemacht wurden, damit sie Feenwohnungen der kleinen Feen betreten konnten.

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Große oder kleine FEEN?

Nicht einig sind sich die "Feenexperten" über die Größe der Feen. Manche glauben, nur die menschengroßen Sidhe seien "die" Feen, und die kleinen und winzigkleinen Wesen hätten die romantischen Maler des 19. Jahrhunderts sich ausgedacht. Aber andererseits gibt es in vielen Gegenden unseres Globusses alte Geschichten über kleine Elfenwesen, so wie die Pixies und Brownies oder die Heinzelmännchen. Der Name "kleines Volk" für Feen ist in verschiedenen Sprachen weit verbreitet.

In einigen Geschichten heißt es auch, die Feen könnten ihre Größe willentlich verändern, in anderen Erzählungen schrumpfen sie im Laufe ihres Lebens durch Anwendung ihrer zauberischen Kräfte, bis sie sich schließlich am Ende in Ameisen verwandeln (Deswegen soll es beispielsweise in Cornwall Unglück bringen, wenn man eine Ameise zertritt).

Die Rabenfrau hat selbst bisher weder Feen noch Elfen gesehen. Falls es jemand genauer weiß, der schicke mir eine EMAIL bitte!

Makellos?

Man sagt, die meisten Feen hätten irgend einen schwerwiegenden körperlichen Makel, den sie auch inmenschlicher Gestalt nicht verbergen könnten und wodurch sie ihre nichtmenschliche Natur verrieten. So heißt es unter anderem:

  • Feen haben einen "hohlen" Rücken.
  • Sie haben Schwimmhäute zwischen den Zehen, Bockshufe, Gänsefüße, Kuhfüße, Tierbeine, oder die Füße zeigen verkehrt herum mit den Zehen nach hinten.
  • Die Ohren der Feen sind oben spitz.
  • Feen schielen.
  • Feen haben rote Augen.
  • Feen haben keine Nase.
  • Feen haben Kuhschwänze.
  • Feen haben Haare, die wie Seegras aussehen.
  • Wasserfeen verraten sich , indem sie überall, wo sie gehen und stehen, Wasserpfützen hinterlassen.

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UND WAS SCHLIESSEN WIR DARAUS?


Grafik von der RABENFRAU

Unter den Feen scheint eine unendliche Vielfalt zu herrschen, was Aussehen und Größe anbetrifft (Siehe auch mein Feenlexikon). Zumindest manche von ihnen können wohl auch ihre Gestalt verändern und/oder selber entscheiden, ob sie groß oder klein erscheinen wollen. Sei es, dass sie einen Glanz über uns werfen, oder sei es dass sie Größe und Gestalt wirklich verändern. Jedenfalls ist es schwierig, genauere Aussagen darüber zu machen, wie Feen aussehen.

Es sieht so aus, als ob sie sich Feen jeder genauen Einteilung und Beschreibung entziehen, als ob nur unsere Fantasie ihnen Körper und Substanz verleiht. Es heißt ja auch, wenn niemand mehr an sie glaubt, verschwinden sie im Nebel...

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Übersetzung

Feen, schwarz, grau, grün und weiß,
ihr Mondscheinfeierer und Schatten der Nacht.

 

 

Weiterlesen: Feenkleider

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