Begegnungen mit Feen - aber wie?

Hier erfährst du, wie man am besten Feenbegegnungen herbei führt, was man tun kann, um Feensicht zu bekommen, es gibt Informationen über Zwischenorte und Zwischenzeiten.

 

 

INHALT:

I met a lady in the meads
Full beautiful, a faery's child;
Her hair was long, her foot was light,
And her eyes were wild.

John Keats, aus: La Belle Dame sans Mercie

EIN PAAR WORTE VORWEG...

Wie ich schon an anderer Stelle erwähnte, sind mir bisher weder Elfen noch Feen über den Weg gelaufen. Auch kenne ich keine Leute, denen ich abnehme, dass sie Umgang mit diesen pflegen. Daher kann ich für die Wirksamkeit der hier aufgeführten Rezepte nicht garantieren. Ich übernehme auch keine Verantwortung dafür, was passiert, wenn du sie erfolgreich anwenden solltest. Ich kann dir auch nicht sagen, ob dein Körper die Ingredenzien dieser Rezepte verträgt. Falls du Allergien hast, solltest du auf jeden Fall lieber vorsichtig sein und nicht darauf vertrauen, dass die herbei zitierten Wesen dir schon helfen werden...

VORAUSSETZUNGEN

Natürlich kann man keine Feen sehen, wenn keine da sind. Anscheinend müssen bestimmte Voraussetzungen bestehen, damit man Feen beobachten kann. Sir Charles Lutwidge Dodgson, besser bekannt als Sir Lewis Carroll, hat darüber Folgendes notiert:

"Es muss ein sehr heißer Tag sein. Du solltest ein wenig schläfrig sein, aber nicht so müde, dass dir die Augen zu fallen. Du solltest dich, äh, man könnte sagen "feeisch" fühlen. Die Schotten sagen "eerie" dazu, was wohl eine bessere Bezeichnung ist. Wenn du nicht weißt, was das bedeuten soll, dann fürchte ich, dass ich dir das auch nicht beschreiben kann. Du musst einfach warten, bis du mal einer Fee begegnet bist, dann wirst du es wissen. Die Grillen sollten nicht zirpen. Ich kann das nicht erklären, du musst das für den Moment einfach als gegeben hin nehmen.

Jedenfalls, wenn alle diese Dinge zusammen kommen, dann hast du eine gute Chance, Feen zu sehen, auf jeden Fall eine bessere, als wenn das nicht der Fall ist."

Originaltext

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WIE MAN FEEN ANLOCKT

Dafür habe ich verschiedene Rezepte ausfindig machen können:

Traumkissen: Ein Kräuterkissen, gefüllt mit Lorbeerblättern, Rosenblüten und Primeln, nachts unter dem Kopfkissen deponiert, sollen dir Feenträume bescheren.
Steine: Bestimmte Edelsteine, ebenfalls unter dem Kissen, sollen dasselbe bewirken. Ihre Lieblingssteine sind: Staurolite (den nennt man auch "Feenkreuz), Fluorit, Peridot, Jade und Smaragt.

Feenhügel: Eine bestimmte Anzahl Himmelsschlüssel in einem Strauss soll dir Einlass verschaffen in einen Feenhügel. Aber Vorsicht: Stimmt die Anzahl nicht, so sollst du geradewegs in der Hölle landen!

Etwas weniger gefährlich ist es anscheinend, am Weihnachtsabend 9 x um einen solchen Hügel herum zu marschieren. Danach soll sich linkerhand eine Tür öffnen, die hinein führt. Nun ja, ob sich die Feen dann wohl über den unerwarteten Besucher freuen?

Heidekraut/Thymian: Wenn du immer ein Zweiglein bei dir hast, so soll das den Vorhang für dich öffnen, der unsere Welt von der der Feen trennt.

Gesang: Feen lieben Musik. Bestimmte Lieder sollen sie besonders anlocken.

Zum Beispiel:

"Come out of your fairy bower,
come upon this golden hour,
come to us, we beg you please,
Fairys dancin on the breeze!"

Übersetzung 2

Zauber: Aus Lady Cottington's Pressed Fairy Book von Brian Froud und Terry Jones stammt folgendes Rezept:

"Sit where the cat sits, cross your toes.
Close your eyes. And smell a rose.
Then say under your breath:
I believe in fairies such as death!
Gladfrykins! Gladtrypins! Gutterpuss and Cass!
Come to me fairyly, each lad and lass!"

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WANN UND WO

An bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten sollen Begegnungen mit Feen am häufigsten vorkommen.

  • Feenzeiten:

Es gibt bestimmte Zeiten, zu denen Feen besonders häufig unterwegs sein sollen, sie halten dann gerne ihre Umzüge ab oder streifen einzeln umher:
  • Morgendämmerung
  • Mitternacht
  • Abenddämmerung
  • Mittag
Das sind immer irgendwelche "Zwischenzeiten". Gut beobachten soll man Feen auch können, wenn sie ihre Feste feiern. Besonders in der Nacht von Samhain (31. Oktober) sollen viele Feen die Anderwelt verlassen und in unserer Welt unterwegs sein. Samhain war bei den alten Kelten praktisch eine Nacht zwischen den Zeiten, denn am 31. Oktober nach Sonnenuntergang endete für sie das alte Jahr, das neue Jahr begann dann erst mit dem Sonnenaufgang des 1. November.

Mehr über die Feste der Feen gibt es auf unserer Seite Strange Ways

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  • Feenorte:

Besondere Feenorte sollen sein:
  • Türschwellen
  • Pforten
  • Gatter
  • Zäune
  • Cattlegrids (Eine Art von Rosten, die in die Öffnungen von Zäunen eingelegt sind, und die zwar für Menschen kein Hindernis darstellen, wohl aber für die dort weidenden Tiere
  • Zauntritte
  • Grenzwälle
  • Wegkreuzungen
  • der Meeresstrand
  • das Ufer von Flüssen und Seen
  • Waldränder
  • Von alten Steinsetzungen oder Hügelgräbern heißt es, sie seien Pforten zur Feenwelt.
Es sind meistens sogenannte "Zwischenorte", Verbindungen, Durchgänge oder Grenzlinien, die weder diesem noch jenem Ort wirklich angehören.

Mehr darüber, wo Feen wohnen sollen, findest du auf unserer Seite Anderland

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  • Beobachtungen im Internet per Webcam

    The leprecaun Irish fairy watch camera: In Tipperary/Ireland hat jemand eine versteckte Webcam in einer 600 Jahre alten Eiche versteckt, die einen steinernen Feenkreis überwacht, in dem man ab und zu Leprechauns beobachtet hat. Wenn du Lust hast, schau einmal rein. Vielleicht hast du ja Glück. Einige Leute haben jedenfalls bereits Sichtungen gepostet!


http://www.irelandseye.com/leprechaun/webcam.htm

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FEENSICHT

Du hast noch niemals Feen gesehen? Nun, das liegt vielleicht daran, dass du keine "Feensicht" hast. "Feensicht", die Fähigkeit, Feen zu sehen, haben die meisten Tiere von Natur aus. Auch bei Katzen ist das so, und: Sie sind anscheinend sehr eifersüchtig auf Feen und machen gerne Jagd auf sie.

Katze

Unter den Menschen scheint diese Fähigkeit allerdings nicht sehr verbreitet zu sein. Nur sehr kleine Kinder sollen meistens die Feen sehen können (es heißt, das sei der Grund, warum Babies manchmal grundlos lachen). Findige Leute haben sich darum allerhand ausgedacht, um Feen sichtbar zu machen.

  • Rezepte für Feensicht:

Magic-Eye-Balsam:

Rezept1:
Eine Handvoll Tagetesblüten in einer Tasse Wasser einige Stunden lang ziehen lassen. Wenn man sich den Aufguss vorsichtig auf die Augenlider träufelt, sollten eventuell vorhandene Feen sichtbar werden.

Rezept2: Ein Glas mit Rosenwasser auswaschen und trocknen lassen. Unterdessen einen EL Walnussöl in einen Mörser geben und mit einer Prise Salz, einer Handvoll Schlüsselblumen, 3 Malvenblüten, 3 Ringelblumenblüten, 3 Haselkätzchen und ein paar Zweigen vom wilden Thymian sowie einigen Grashalmen aus der Mitte eines Feenrings gut verreiben. Das dickflüssige Öl in das getrocknete Glas füllen, verschließen und 3 Tage in die Sonne stellen. Dieser Balsam wird auf die Stirn gestrichen.

Lochsteine oder gespaltene Bäume:

Wenn man durch einen Lochstein oder einen gespaltenen Baum sieht, soll man Feen erblicken können. Aber Vorsicht, es heißt, wenn die Feen es bemerken, sollen sie das Auge, was sie gesehen hat, mit Blindheit schlagen!

Vierblättrige Kleeblätter:

Wer ein vierblättriges Kleeblatt bei sich trägt, soll Feen sehen können.

Holunderwein:

Wer Holunderwein trinkt, soll des öfteren unsichtbare Gäste haben. Wenn es dir gelingt, im selben Moment aus demselben Becher zu trinken, wie eine Fee, sollst du von nun an Feensicht haben.

Achtung: Holunderbeeren enthalten ein Gift, was nur durch Kochen zerstört wird! Dieser Wein soll übrigens auch nicht sehr gut schmecken.

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ES HILFT ALLES NICHTS - KEINE FEE LÄSST SICH SEHEN!

Die Feen wollen einfach nicht zu dir kommen? Wenigstens hast du, wie wir ;o), noch niemals eine Fee gesehen?

Dann öffne deine Sinne einfach für die Natur, die dich umgibt. Da kannst du viele Anzeichen dafür entdecken, dass vielleicht Feen in der Nähe sind!

 

Eine Spinnwebe, die dein Gesicht streift, wenn du auf freiem Feld spazieren gehst, ein plötzlicher Duft von Blüten, der dich umweht, ein seltsames Flimmern in der Luft oder ein leuchtender Fleck auf dem Waldboden, das alles sollen Grüße sein aus der Feenwelt. Schmetterlinge,besonders die gelben Zitronenfalter, sollen Feenboten sein. In Gärten soll man Feen oft verkleidet antreffen: als Zaunkönige, als Libellen, als Schmetterlinge...

Und dann wären da noch die verschwundenen Socken, der misslungene Hefeteig neulich, als du Pizza backen wolltest, und dieser verflixte Schraubenzieher, den du dann doch im Werkzeugkasten wieder gefunden hast...

 

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Übersetzung 1:

Ich traf eine Lady in den Wiesen,
wunderschön, das Kind einer Fee.
Ihr Haar war lang, leicht war ihr Fuß,
und ihre Augen waren wild.

Das ganze Gedicht findest du auf unserer Seite Feenträume

 

Übersetzung 2:

Kommt aus eurer Feenlaube,
kommt in dieser goldenen Stunde.
Kommt zu uns, wir betteln: Bitte.
Feen, die auf dem Windstoß tanzen.

 

Übersetzung 2:

Sitz, wo die Katze sitzt, kreuze deine Füße.
Schließe deine Augen. Rieche eine Rose.
Dann sprich bei Ausatmen:
Ich glaube an Feen wie an den Tod.
Gladfrykins! Gladtrypins! Gutterpuss und Cass!
Kommt feenmäßig zu mir, jeder Bursche und jedes Mädchen.

 

Originaltext:

"I believe I can tell you about that. The First Rule is, that is must be a very hot day - that we may consider as settled: and you must be just a little sleepy - but not too sleepy to keep your eyes open, mind. Well, and you ought to feel a little - what one may call 'fairyish' - the Scotch call it 'eerie', and perhaps that's a prettier word; if you don't know what it means, I'm afraid I can hardly explain it; you must wait till you meet a Fairy, and then you'll know. And the last rule is, that the crickets should not be chirping. I can't stop to explain that: you must take it on trust for the present. So, if all these things happen together, you have a good chance of seeing a Fairy - or at least a much better chance than if they didn't."

Sir Lewis Carroll (1832-98)

 

Bilder:

Das Titelbild ist ein Ausschnitt aus "Frühling"
von Franz von Stuck (1863-1928)

Die Grafiken in "Feenzeiten und Feenorte" sind von Lina.

Die Schmetterlinge sind aus dem Internet.

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