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IST PUTZEN MÄNNERARBEIT?

Die körperliche Belastung beim Putzen entspricht angeblich der bei Tätigkeiten in Gießereien, Bergwerken oder auf dem Bau. Ergo gehören Putzarbeiten zu den schweren körperlichen Arbeiten und wären damit ja eigentlich eine Domäne der Männer!

Doch nach wie vor sind es vor allem Frauen, die die Wohnungen auf Vordermann, äh, besser auf Vorderfrau bringen. Männer glauben wohl mehrheitlich immer noch, dass sich "das bisschen Haushalt" von selber erledigt. Obwohl sich die Verhältnisse im Vergleich zu früheren Studien schon sehr verbessert haben, verbringen Frauen immer noch deutlich mehr Zeit mit Hausarbeit als Männer:

(Vorwerk-Studie 2001)

62 Prozent der Frauen verbringen täglich zwei bis fünf Stunden mit Kochen, Putzen, Waschen und anderen Haushaltstätigkeiten, diesen Einsatz bringen nur 14 Prozent der Männer. Die meisten Männer (34 Prozent) verbringen täglich eine halbe bis eine Stunde mit Hausarbeiten.

Das bedeute nur, sagen manche, dass Frauen nicht im gleichen Maße einer Erwerbstätigkeit nachgehen wie die Männer. Doch auch in Familien, in denen beide Teile gleichwertig berufstätig sind und ähnliche Einkommen haben, stecken Frauen deutlich mehr Zeit in den Haushalt als der Mann. Vermutlich sieht die Sache allerdings etwas anders aus, wenn man handwerkliche Tätigkeitenwie z. B. Raparaturen zur Hausarbeit zählt, denn dabei sind wiederum die Frauen (auch die Rabenfrau) ziemlich zurückhaltend.

Das statistische Zentralamt in Östereich hat herausgefunden, dass, sollte die "Efrauzipation" der Männer im gleichen Tempo voranschreiten wie bisher, wir etwa im Jahre 2120 damit rechnen können, dass Frauen und Männer an Haus- und Erwerbstätigkeiten den gleichen Anteil haben werden.

Mehr Infos darüber gibt es hier:

http://www.familienservice.de/detail.php?artikelid=972

und hier:

http://www.soziologie.uni-wuerzburg.de/projekt.htm

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IST HYGIENE GESUND?

Sicher ist ein gewisses Maß an Hygiene notwendig, damit Keime und Ungeziefer im Haushalt nicht die Oberhand bekommen. Die großen Seuchen des Mittelalters treten, dank Hygiene, heutzutage kaum noch in Erscheinung.

Doch man kann es mit der Hygiene auch übertreiben! So ist es im Haushalt normalerweise nicht nötig, desinfizierende Putzmittel zu verwenden. Die chemischen Keulen, die uns die Werbung für einen keimfreien Haushalt aufschwatzen will, belasten nicht nur das Grundwasser.

  1. Sie wirken als Rundumschlag gegen ALLE Bakterien und können so auch die nützlichen Bakterien der Hautflora und lebensnotwendige Mikroorganismen schädigen und Krankheitserregern den Weg bahnen.
  2. In den desinfizierenden Haushaltsreinigern sind die Stoffe meist zu niedrig dosiert, um wirkliche Keimfreiheit zu gewährleisten. So werden bei den Bakterien Resistenzen gezüchtet, und die Bakterienkiller können nicht mehr wirken, wenn sie wirklich nötig sind, in der Krankenpflege zum Beispiel.
  3. Inzwischen vermuten die Forscher auch, dass in einer allzu sauberen Umgebung Allergien begünstigt werden können, da ohne Bakterien das Immunsystem nicht ausreichend stimuliert werde.

Der Bund für Naturschutz empfielt, im Haushalt nur einfache Reinigungsmittel wie Neutralreiniger, Essigreiniger, Scheuermittel und Schmierseife zu verwenden.

Mehr darüber, wieviel Hygiene wirklich notwendig ist, findest du hier: http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/schmutz.pdf

http://www.hobbythek.de/dyn/3116.phtml

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MACHT PUTZEN FIT?

Putzarbeiten sind, wie wir gesehen haben, Knochenarbeit. Folgerichtig steigt auch der Kalorienverbrauch ordentlich an. Ein Mensch, der 65 kg auf die Waage bringt, verbraucht bei 1 Stunde Hausputz ungefähr 252 Kalorien. Das sind immer noch etwas mehr, als wenn er eine Stunde Volleyball spielen (228 Kalorien) und etwa 1 1/2 Mal soviel, als wenn er eine Stunde als Dachdecker arbeiten würde (164 Kalorien).

Mehr über das Putzen als Funsportart:
http://www.glamour.de/glamour/7/4/content/00818/index.php

Hier kann man ausrechnen, wieviele Kalorien Hausarbeit verbraucht:
http://www.fitrechner.de/kalorienverbrauch/kalorienverbrauch-Hausarbeit

Den Besuch im Fitnesscenter ersetzt Putzen allerdings trotzdem nicht, denn es handelt sich um ziemlich einseitige körperliche Belastungen. Und so leiden Hausfrauen, wie unlängst eine Untersuchung ergab, meistens trotz alledem unter Bewegungsmangel.

Zudem ist das Putzen offenbar eine ziemlich gefährliche Angelegenheit: Allein durch Stürze im Haushalt sterben in Deutschland jährlich etwa 5500 Menschen (zum Vergleich: Bei Verkehrsunfällen gab es im vergangenen Jahr knapp 7500 Tote).

Mehr über Sicherheit im Haushalt, hier speziell über das Putzen:
http://www.das-sichere-haus.de/download/pdf/tfb_hausputz.pdf

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MACHT PUTZEN GLÜCKLICH?

Nach einer Umfrage glauben 60 % aller Deutschen, wer keine Ordnung hält, bekäme sein Leben nicht in den Griff.

Auch manche Psychologen sind der Meinung, dass ein gründlicher Hausputz über seelische Tiefs weg helfen kann, nach dem Motto: Putz den Dreck weg, wenn es dir dreckig geht, und schon geht es dir besser!

Darüber hinaus soll das Putzen eine Gelegenheit sein, der inneren Unordnung beziehungsweise dem Chaos in der Welt äußere Ordnung entgegen zu setzen. "Das stärkt das Selbstvertrauen," meint die britische Journalistin Margaret Horsfield. Sogar, dass man von der Putzerei spätestens nach ein paar Tagen nichts mehr bemerkt, soll noch einen positiven Aspekt haben, denn: "Putzen gibt dem Menschen die existenzielle Erfahrung, fortwährend zu scheitern und trotzdem daran nicht zu zerbrechen," wissen die Pädagoginnen Ursi Aeschbacher und Maria Böhm.

Nach der chinesischen Methode des Feng Shui sollen Entrümpelungsaktionen den Weg frei machen für geistig- seelischen Fortschritt. Wegwerfen macht frei! Putzen also als Intensiv-Workshop, der ausser körperlicher Erschöpfung wertvolle Einsichten ins Leben bringt?

Die Kehrseite der Medaille ist die sogenannte Putzwut. Die Hollywoodstars Ingrid Bergman und Joan Crawford sollen sie gehabt haben. Die Grenzen zwischen gefährlicher und gesunder Putzwut sind offenbar fliessend. Warum jemand bei jedem Stäubchen gleich zum Besen greifen muss, ist meistens nicht so einfach zu erkennen. Oft liegen die Gründe dafür in Lebensverhältnissen, die dem Putzwütigenden wie ein Gefängnis erscheinen, oder auch in frühen Erlebnissen.

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Credits:

Font: Sketchy

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Mehr Infos über Männer im Haushalt gibt es hier:
http://www.familienservice.de/detail.php?artikelid=972

oder hier:
http://www.soziologie.uni-wuerzburg.de/projekt.htm

Mehr darüber, wieviel Hygiene wirklich notwendig ist, findest du hier: http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/schmutz.pdf

oder hier:
http://www.hobbythek.de/dyn/3116.phtml

Mehr über das Putzen als Funsportart:
http://www.glamour.de/glamour/7/4/content/00818/index.php

Hier kann man ausrechnen, wieviele Kalorien Hausarbeit verbraucht:
http://www.fitrechner.de/kalorienverbrauch/kalorienverbrauch-Hausarbeit

Mehr über Sicherheit im Haushalt, hier speziell über das Putzen:
http://www.das-sichere-haus.de/download/pdf/tfb_hausputz.pdf

 

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