Der Monat Dezember

Hier geht es um Aktivitäten und Feste im Monat Dezember

Dezember

Weihnachten

 

 

Der Name "Dezember" kommt von "decem" (= lat. 10), denn es war im römischen Kalender der 10. Monat.

Alte deutsche Namen:

  • Christmonat
  • Julmond
  • Heilmond
  • Wolfsmond (weil er wie ein wolf mit seinem dunklen Rachen das Licht verschlingt)

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Credits

 

 

Im Dezember erledigen

Drinnen

  • Sieh zu, dass du Weihnachtsgrüße und Pakete frühzeitig verschickst.
  • Weihnachtlich dekorieren kann auch nach und nach erledigt werden.
  • Sieh zu, dass du genug Kerzen im Haus hast. Kerzen für den Weihnachtsbaum frühzeitig besorgen, manchmal gehen die interessanten Farben früh aus!
  • Schau mal deine Tafelwäsche auf unentfernbare Flecken durch, entsorge Tischtücher, die du nicht mehr auflegst.
  • Achte darauf, einen frisch geschlagenen Christbaum zu kaufen, damit er nicht schon am heiligen Abend alle Nadeln von sich wirft!

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Draußen

  • Wenn du draußen Lichterketten aufhängst, achte darauf, dass sie für Outdor-Betrieb geeignet sind. Verwende gummierte Kabel als Verlängerungsschnur!
  • Wenn du es noch nicht erledigt hast, ist jetzt noch Zeit, Rosen und empfindliche Stauden mit einem Winterschutz zu versehen. Schön sind breite Streifen von Jutestoff, genau so praktisch sind zerschnittene Tomatenhauben aus Fleece. Ansonsten: Anhäufeln und mit Tannenreisig bestecken.

 

Feste im Dezember

 

Sodom und Gomorrha

1. Dezember: Der Tag von Sodom und Gomorrha

An diesem Tag sollen dermaleinst Sodom und Gomorrha in Asche gelegt worden sein. Traditionsgemäß muss man alles zu Ende führen, was man angefangen hat und darf keine Fehler machen, sonst ist das ein schlimmes Omen.

Wie wäre es mit einem offiziellen, besonders gründlichen Aufräum-und Ausmisttag daheim?

Heilige Bsarbara

4. Dezember: Barbaratag

An diesem Tag holt man sich traditionsgemäß Kirschzweige ins Haus. In der Wärme treiben sie bald die ersten Knospen und zu Weihnachten sollen sie blühen. Diesen Brauch pflegt man seit dem 15. Jahrhundert, und nach dem christlichen Verständnis verkörpern die Knospen das neue Leben, das Jesus Geburt uns gebracht hat.

Der Legende nach soll nämlich die heilige Barbara um 306 einen Kirschzweig mit in ihren dunklen Kerker gebracht haben, den sie mit Wasser aus ihrem Trinkgefäß (manche sagen auch, es seien ihre Tränen gewesen) zum Bühen bekommen haben soll. Mehr über die Heilige Barbara weiß Wikipedia [LINK].

 

 

5. Dezember: Chlausklöpfen

Ein Brauch aus der Schweitz: Am Vorabend des Nikolaustages stiegen die jungen Burschen mit langen Peitschen hinauf auf die Berge. die Peitschen wurden dann so kräftig geschwungen, dass es wie Böller knallte. Der Lärm sollte den Samichlaus wecken, wie der Nikolaus dort genannt wird, und nach vorchristlichem Brauch Wintergeister und Dämonen vertreiben. Mehr Informationen gibt es hier: [LINK]

 

Heiliger Nikolaus

 

6. Dezember: Nikolaustag

Der heilige Nikolaus hat fast den heiligen Martin verdrängt, der der erste volkstümliche Heilige in Europa war, der Kinder beschenkte. Die Kinder stellen Teller oder Schuhe auf, mancherorts mit detwas Heu oder einer Mohrrübe für das Pferd bzw. den Esel, am nächsten Tag gibt es dann Süßigkeiten oder manchmal auch kleine Geschenke.

In Norddeutschland gehen die Kinder verkleidet zum "Nikolauslaufen", sagen ein Gedicht auf oder singen ein Lied und bekommen dafür Süßigkeiten und Äpfel.In Holland findet am Vorabend des Nikolaustages die eigentliche Bescherung statt, zu der die ganze Familie und Freunde eigeladen werden. Jeder bekommt ein Geschenk, oftmals mit Scherzgedichten versehen, die man dann laut vorlesen muss.

Früher hat man den Nikolaus auch Spekulator genannt. Die Model des Weihnachtsgebäcks stellen ihn ja oft mit seinem Pferd dar, deswegen hat sich dieser Namen auf das Gebäck übertragen: Spekulatius!

 

Plätzchen

8. Dezember: Mariä Empfängnis

Eigentlich: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria.Dieses Fest bezieht sich nicht auf die Empfängnis Jesu, sondern auf die der Maria, die auf natürliche Weise gezeugt, empfangen und geboren wurde, allerdings laut Dogma vom Augenblick ihrer Empfängnis an frei von Erbsünde gewesen ist und, da sie in ihrem Leben keinerlei Sünde begangen hat, vor dem Fegefeuer bewahrt wurde und nach ihrem Tode gleich in den Himmel kam.

An diesem Tage beginnen die Hausfrauen traditionsgemäß mit dem Backen von Weihnachtskeksen und Früchtebroten für das Fest.

 

Heilige Lucia

 

13.Dezember: Luciatag

Die heilige Lucia (von Lux=Licht) stammte aus Syracus auf Sizilien und wurde nach diversen Matern enthauptet, weil sie die Liebe zu Christus der Liebe zu einem Jüngling vorzog. Sie soll viel Gutes getan haben, und man sagt von ihr, sie sei mit einer Lichterkrone auf dem Kopf (um die Hände frei zu haben) in die dunklen Katakomben hinabgestiegen, wo sich verfolgte Christen versteckten, um diese mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

In Schweden weckt die älteste Tochter als Luciabraut in langem weißen Gewand mit einem Lichterkranz die Familie und bringt allen das Frühstück ans Bett.

Schon am Vorabend gehen weiß gekleidete Mädchen mit dem Lichterkranz von Tür zu Tür und teilen Gaben aus.

Lucia hat eine dunkle, perchtenähnliche "Schwester", die Pudelmutter oder Luzelfrau, die früher als Kinderschreck durch die Dörfer getobt ist und die Faulen gräßlich bestrafen sollte.

Beide haben mit dem Licht zu tun, denn vor der Gregorianischen Kalenderreform fiel der Tag auf die Wintersonnenwende.

Lazarus

 

17. Dezember: Lazarus-Tag (vor der Reform des Heiligen-Lexikons)

Christkindl-Einläuten

Eigentlich inzwischen am 29. Juli, aber traditionell hat sich das alte Datum 17. Dezember gehalten.

An diesem Tag gedenkt man des Lazarus, der, nachdem er von Jesus von den Toten auferweckt, in verschiedenen Kirchen zum Heiligen erklärt wurde. Wie er letztlich endete, und ob er wirklich irgendwann ein Bischof wurde, ist nicht genau bekannt. Er ist der Patron der Metzger, der Totengräber, Bettler, Aussätzigen und Leprosenhäuser. In vielen katholischen Gegenden lassen die Kirchen nachmittags um 3 Uhr ihre Glocken erschallen, um Weihnachten einzuläuten.

Heilger Thomas

 

21. Dezember: Thomasnacht

Thomas war derjenige der Apostel, der am längsten am Wunder der Auferstehung zweifelte. Man nennt ihn deswegen auch den "ungläubigen Thomas". Weil er nun sozusagen in der dunklen Nacht des Unglaubens verblieb, soll ihm der kürzeste Tag des Jahres als Gedenktag zugewiesen worden sein. Seit 1969 hat man diesen Tag auf den 3. Juli verschoben, dennoch blieb der 21. Dezember im Volksglauben mit ihm verbunden.

Viele merkwürdige Bräuche gehören zum kürzesten Tag des Jahres, die vermutlich noch aus heidnischen Zeiten stammen und dann von den Christen übernommen wurden. Wie auch an Silvester sind es vor allem Orakelbräuche, und die meisten davon betreffen die Liebe:Es gab Bleigießen, bei dem man aus den Formen den späteren Beruf oder den späteren Ehepartner erkennen sollte.Sehr beliebt war auch das Schuhwerfen: Die Teilnehmer stellten sich mit dem Rücken zur Tür auf und warfen mit Schwung die Schuhe von den Füßen nach hinten. Je nachdem, ob die Schuhe mit den Spitzen zur Tür oder ins Zimmer zeigten, blieb man im folgenden Jahr daheim oder verließ das Haus.Mädchen schauen um Mitternacht ins Wasser oder in den Spiegel, um das Gesicht ihres Zukünftigen zu erspähen, dieses kann man auch im Traum sehen, oder mittels Apfelorakel. Das Gerstenkornorakel gewährt Ausblick auf die Ernte im kommenden Jahr. (siehe auch auf unserer Seite Pflanzenorakel).Die Ähnlichekeiten mit den Silvesterbräuchen sind wohl darauf zurück zu führen, dass die Wintersonnenwende für die Menschen immer ein wichtiger Neubeginn war. Seit Alters her war es die Wiedergeburt der Sonne, die Aussicht auf neues Leben verhieß.

In den USA feiert man heute den "Pilgrims Day", man gedenkt der glücklichen Landung der Pilgerväter.

Stern

Weihnachtszeit

In diesen Tagen fürchtete man sich früher sehr vor Geistern und Unholden.

Die Häuser wurden ordentlich geputzt, umd Frau Holle, Fru Gode oder auch Rübezahl keinen Anlass zu Ärger zu geben.

In der Dämmerung wurden Haus und Stall mit christlichem Weihrauch ausgeräuchert und mit Weihwasser gesegnet. Heiligabend war die erste der Rau(c)hnächte.

In dieser Zeit musste man sämtliche geliehenen Gegenstände zurück geben, es durfte nicht gewaschen werden, und Träume sollte man sich merken, denn diese sollten in Erfüllung gehen.

In den 12 Nächten herrschte Julfriede, eine Feiertags- und Waffenruhe. So war es auch in Kriegen üblich, während dieser Zeit das gegenseitige Feuer einzustellen.

 

Weihnachtsdatum

Dass Jesus gelebt hat, steht wohl fest, aber niemand weiß wirklich, an welchem Tage er geboren ist. Erst Anfang des 3. Jhdts. hat man überhaupt begonnen, sich dafür zu interessieren, vorher war das Todesdatum weit wichtiger. Seitdem hat man für die Geburt verschiedene Daten angenommen, von Dezember bis Ende Mai reicht die Spanne.

Papst Pius I. hat 350 den 25 Dezember als Jesu Geburtsdatum festgelegt. Zum Dogma (Glaubenssatz) wurde es 381 auf dem 2. Konzil von Konstantinopel unter Kaiser Theodosius. Es dauerte dann noch eine ganze Weile, bis sich das Datum überall durchsetzte. In manchen Ländern wird es noch heute am 6. Januar gefeiert. In Deutschland wurde der 25. Dezember 813 auf der Mainzer Synode zum "festrum nativitas christi" erklärt.

 

Christbaum

23. Dezember: Lillejulaften

Übersetzt heißt das "kleiner Weihnachtsabend". Das ist eine Sitte aus Dänemark, die durchaus nachahmenswert ist: Weihnachtsbesuch, Verwandte und Freunde sind schon angereist, es gibt abends eine leckere Fastenspeise, z. B. eingelegte Heringe mit Schwarzbrot oder eine Fischsuppe, und man erledigt die letzten Festvorbereitungen und schmückt den Weihnachtsbaum.

Christbaum

24. Dezember: Heilige Nacht

Eigentlich ist die Heilige Nacht ja nur der Vorabend des Christfestes. In den meisten Ländern wird dieser Tag auch gar nicht so besonders feierlich begangen. Auch bei uns gehörte er ursprünglich noch zur vorweihnachtlichen Fastenzeit, darum war das Essen früher noch recht einfach, obwohl man den Tisch schon schön mit Kerzen gedeckt hat.

Erst nach der Christmette spät abends (eigentlich erst früh morgens am 25. Dezember) war die Fastenzeit zu Ende, und es durfte ordentlich geschlemmt werden, weshalb dieser Abend in Niederdeutschland auch "Vullbuuksabend" genannt wird:

  • Mettensuppen (aus Schweinefleisch mit selbstgemachten Nudeln, mit frischen Würsten, traditonell gekocht von einer alten Großmutter oder Magd, die den weiten Weg zur Kirche nicht mehr zurück legen konnte
  • ein reichhaltiger Heringssalat (in Schlesien morgens von den Männern geschnippelt, manchmal noch mit harten Eiern, Kalbfleisch und Kapern verfeinert
  • frisches Brot (die Reste werden aufgehoben und im Frühjahr zerbröselt auf die Felder gesträut)
  • Das Vieh und die Haustiere bekommen eine besonders große Essensration (übrigens sollen die Tiere in dieser Nacht sprechen können)
  • Bäume werden mit Wein oder Bier gegossen, damit sie im nächsten Jahr reiche Ernte bringen.

Nach und nach wurde die Messe und die Feierei immer mehr vorverlegt. Die Kinderbescherung am 24. Dezember ist von Martin Luther und anderen Reformatoren ins Leben gerufen worden, die Weihnachten von den heidnischen Winterbräuchen und katholischem Brimborium befreien und den jungen Leuten ein neues Bild des Weihnachtsfestes nahebringen wollten. So wurde der 24. Dezember für viele Europäer zum eigentlichen Weihnachtsdatum. Außerhalb Europas wird dagegen häufig erst am 25. Dezember gefeiert.

Krippenszene

25. Dezember: Weihnachtstag

In vielen Ländern ist erst an diesem Tage richtig Weihnachten, denn dieser Tag wurde, wie wir gesehen haben, ja zum Datum von Jesu Geburt erklärt. In England und Amerika bekommen die Kinder an diesem Tag ihre Geschenke.

 

Heiliger Stephanus

 

26. Dezember: Stephanustag, auch Stephani

Der Heilige Stephanus gilt als Erzmärtyrer, da er als Erster für den Glauben an Jesus gestorben sein soll. Er ist zuständig für Böttcher, Kutscher, Maurer, Steinhauer, Pferdeknechte, Weber, Schneider und Zimmerleute, sowie für Besessenheit, Kopfschmerzen, Steinleiden und für eine gute Sterbestunde.

Früher haben an diesem Tage Weiß- und Rotweinweihen stattgefunden. Eigentlich ein Grund, mal gute Freunde zu einem Essen mit gutem Wein oder auf Glühwein mit Lebkuchen einzuladen...

Heiliger Johannes
 

27. Dezember: Johannestag

Johannes soll einer der jüngsten Jünger Jesu gewesen sein und wird oft als der "Lieblingsjünger" bezeichnet. Es heißt auch, er sei der Verfasser des Johannes-Evangeliums.

Weiberdingete: Das war eine alte Ehesitte. Der Ehemann stellt seine Frau am Johannestag für das kommende Jahr ein, führt sie fein aus ins Wirtshaus und lädt sie ein zu einem Festmahl. Die Frau bezahlt dabei den Wein, somit stimmt sie dem Vertrag zu und verpflichtet sich für ein weiteres Jahr.

Am Johannestag hat man, in Gedenken an einen Giftkelch, den der Heilige ungefährdet ausgetrunken haben soll, auch Wein geweiht. Diesem wurden besondere, heilende Kräfte zugesprochen.

 

Feuerwerk

 

31. Dezember: Silvester

(siehe Rabenseite Silvester [RabenLINK] )

 

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Credits:

Background: meinereine

Titelbild: meinereine

Klebestreifen: Pugglypixel

Sodom und Gomorrha :Lucas Hugensz. van Leyden (1494–1533)

Heilige Barbara : Domenico Ghirlandaio (1449–1494)

Nikolaus: Gheorghe Tattarescu (1820–1894)

Plätzchen: meinereine

Lucia: Quirizio di Giovanni da Murano (aktiv ~ 1460 bis 1478)

Lazarus: Aelbert van Ouwater (~ 1430-1475)

Thomas: Georges de La Tour (1593–1652)

Stern, Christbaumschmücken : meinereine

Heiligabend: Weihnachtsabend, 1892 (Copyright abgelaufen)

Weihnachtstag: Guido Reni (1575–1642)

Stephanus: Hans Memling (~1435 - 1440)

Johannes: Antonio da Correggio (1490–1534)

Feuerwerk: Released into Public Domain by Diego

Fonts: Mom's Typewriter, Backspace Tribute to Pearl Jam