Der Monat Februar

Hier geht es um Aktivitäten und Feste im Monat Februar

 

Februar

Georges Barbier

 

 

Der Name Februar kommt vom lateinischen Februarius = Reinigungsmonat, nach den Reinigungs- und Sühneopfern, die in dieser Zeit veranstaltet wurden. Es ist unser kürzester Monat. Oft ist es sehr kalt im Februar, aber manchmal gibt es auch frühsommerlich warme Tage.

Alte deutsche Namen:

  • TaumondSchmelzmondNarrenmond
  • Hornung (weil die Hirsche jetzt ihr Geweih abwerfen und ein neues Gehörn schieben)

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Feste und Bräuche im Februar: Hier klicken

Credits

 

 

Im Februar erledigen

Drinnen

  • Die letzten Sterne und Lichterketten wegräumen.
  • Valentinfeiern sind nicht nur etwas für Verliebte. Du kannst auch deine Freunde zu einem Valentinsessen einladen (Ideen bei Valentin)Sieh zu, dass du allmählich deine Steuerunterlagen zusammenkriegst. Jetzt ist die richtige Zeit, dein Schlafzimmer mal ordentlich aufzumöbeln. Brauchst du neue Bettwäsche oder Federbetten? Wie wäre es mit einer neuen Tagesdecke?
  • Wer will, macht jetzt einen Frühjahrsputz. Wer Ofenheizung hat, wartet noch ein bisschen, bis die Haupt-Heizungsperiode zu Ende ist. .

Draußen

  • Bereite dich langsam auf den Frühling vor, mach Pläne, was du im Garten verändern möchtest.
  • Gartenwerkzeuge reinigen und schauen, ob etwas repariert werden muss.Blumentöpfe auswaschen und Blumenerde besorgen, falls du Zimmerpflanzen umtopfen musst.An frostfreien Tagen Bäume und Sträucher beschneiden. Denk' daran ein paar Zweige zurück zu behalten für drinnen zum Aufstellen. Magnolien blühen in der Vase übrigens auch sehr schön auf, auch wenn sie etwas kleinere Blüten bekommen.Abgestorbenes von den Beeten entfernen und Stauden zurückschneiden.Eingeräumte Terassenpflanzen inspizieren und eventuell beschneiden. Viele brauchen nun langsam Dünger und mehr Wasser (Rosmarin!).
  • Die ersten Samen in Töpfen aussähen.

Feste im Februar

 

Jesu Vorstellung im Tempel

2. Februar: Mariä Lichtmess

Für die Katholiken ist dieses der Tag, an dem Maria Jesus im Tempel vorstellte.

Auch für Lichtmess haben sich mit dem christlichen Hintergrund allerhand heidnische Bräuche vermischt. Im alten Rom war es ebenfalls ein hoher Feiertag zu Ehren des Februus, der mit einem Fackelumzug gefeiert worden sein soll. In der Kirche hat man diesen Brauch christianisiert, in der Messe wurden daher an diesem Tage die Kerzen geweiht, die man im Laufe des Jahres in der Kirche benötigt, und auch die Familien brachten Kerzen mit. Diese geweihten Kerzen waren besonders wertvoll, denn sie sollten vor Feuer und Blitzschlag schützen, wenn man sie bei Unwettern anzündete. Im Anschluss an die Messen gab es in vielen Gegenden dann auch Lichterprozessionen.Früher bekamen die Dienstboten an diesem "Schlenkerltag" genannten Tag ihren Lohn und danach oft einige Tage frei. Sie konnten (oder mussten) dann auch die Stellung wechseln oder ihren Dienstvertrag verlängern. Der neue Vertrag begann dann am 5. Februar, die Tage dazwischen waren frei (früher der einzige Urlaub für Dienstboten) und wurden oft für Verwandtenbesuche genutzt.

Bis 1912 war Lichtmess ein offizieller Feiertag. Danach begannen die Bauern nach der Winterpause wieder mit ihrer Arbeit.

Murmeltier

und natürlich auch Murmeltiertag

Der Tag soll in den USA einer der beliebtesten Feiertage sein. Punxsutawney Phil und noch etwa 2 Dutzend Kollegen [LINK] sind an diesem Tage Wetterpropheten und werden unter großem Tamtam "offiziell" befragt, ob denn der Winter bald ein Ende häbe, oder ob bald schon mit Frühlingswetter gerechnet werden kann. Zu 37 % soll ihre Voraussage zutreffen, so heißt es.

Berühmt wurde der Tag und der Punxsutawney Phil natürlich durch den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" [LINK] um den zynischen Wettermann Phil Connors, der in einer Zeitschleife geläutert und zu einem besserern Menschen wird. Der Rabenmann und ich gucken diesen Film an diesem Tage immer an!

Valentinsgesteck

14. Februar: Valentin

Was nun den Heilige Valentin eigentlich mit diesem Tag der Liebe und Freundschaft verbindet, liegt im Dunkel der Geschichte. Er hat vermutlich im 2. Jahrhundert als Bischof von Terni im damaligen römischen Reich gelebt.

Sein angeblicher Todestag fällt zusammen mit einem beliebten römischen Fest, das "Lupercalia" hieß. Dabei durften die unverheirateten Burschen Lose ziehen, auf denen die Namen der Mädchen standen, und die so zusammen gebrachten Paare zogen durch die Stadt. Nicht selten mag es dabei auch gefunkt haben ...

Heute ist der Valentinstag jedenfalls der Liebe gewidmet. Mehr darüber findest du auf unseren Valentinsseiten [RabenLINK]

Narrenumzug in Ulm

 

Fasnet, Fasching, Karneval

Der 9./10. Februar ist der früheste Termin für die Fasnetszeit (von mittelhochdeutsch vasenaht = "Unfug in der Nacht"), die wohl ursprünglich ein altes Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsfest war. Die Verbindung von altem Brauchtum wie Winteraustreiben und Lust am Mummenschanz erkennt man noch im Voralpenland: Peitschenknallen und Kuhglockenläuten soll böse Geister vertreiben und "die Saat wecken", Schläge mit grünen Zweigen und Schweinsblasen sollten Krankheiten und Siechtum verhindern und der Fruchtbarkeit dienen. Kostümierungen und lärmende Umzüge gehören aber überall dazu.

Mehr über die "schwäbisch-allemannische Fasnet" gibt es hier zu lesen: [LINK]

Meistens beginnen die "tollen Tage" an einem Donnerstag. In manchen Gegenden werden dann Weiberbälle gefeiert, die oft schon am Nachmittag beginnen. Männer durften erst gegen Abend dazu stoßen. An diesem Donnerstag findet übrigens auch der Wiener Opernball statt!

Mancherorts gibt es Faschingshochzeiten, bei denen sich die Kinder als Braut und Bräutigam verkleideten und, oft auch mit "zukünftigen Kindern" im Puppenwagen, durch das Dorf zogen, um Zutaten für ein zünftiges Hochzeitsmahl zu sammeln. In manchen Gegenden feiern so auch Erwachsene, oft ist die Braut dann ein verkleideter junger Mann, die "Ehe" endet am Aschermittwoch mit einer Scheidung, bei der die (gereimten!) Scheidungsgründe meistens das ganze Dorft durch den Kakao ziehen.

Rosenmontag und Faschingsdienstag sind die Höhepunkte der Faschingszeit. Seit 1823 finden am Rosenmontag die großen Karnevalsumzüge statt.

Am Aschermittwoch beginnt für die Gläubigen dann die 40tägige Fastenzeit vor Ostern, weswegen vorher auch noch überall ordentlich geschmaust wird! Nun war es nicht mehr so wichtig, die Vorräte zu bewahren, denn mit dem nahenden Frühjahr hatte die Not ein Ende. Natürlich mussten nun auch die Speisen gegessen werden, die früher in der Fastenzeit verboten waren. Deswegen gibt es traditionell in diesen Tagen viele Eierspeisen wie z. B. Pfannkuchen. Übrigens waren im Mittelalter in der Faschingswoche viele Arbeiten nicht erlaubt, so dass man sich ganz dem Feiern und Schmausen widmen konnte.

Fisch

Fastenzeit

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, dauert 40 Tage lang und endet am Karsamstag. Die 40 ist eine wichtige Zahl: 40 Tage und 40 Nächte regnete es während der Sintflut, die Israeliten mussten 40 Jahre lange warten, bevor sie ins gelobte Land ziehen durften, Moses, Elias und Christus fasteten 40 Tage und 40 Nächte.

Früher war das Fasten eine sehr strenge Angelegenheit. Oft durfte am Karfreitag und am Karsamstag gar nichts gegessen werden. Erwachsene zwischen 21 und 60 Jahren aßen nur einmal am Tag. Fastenspeisen durften kein Fleisch, keine Milch und keine Milchprodukte und ürsprünglich auch keine Eier enthalten. Manchmal durften Laien, außer an bestimmten Tagen, auch Milch und Milchprodukte essen.

Fastenspeisen waren also vor allem Fisch, Gemüse, Getreide, Obst und Öle, später auch Eier, Krebse, Muscheln und und sogar Vögel, alldieweil Gott diese am selben Tage wie die Fische erschaffen hätte. Übrigens hieß das oftmals nicht, dass die Speisen nicht lecker zubereitet wurden! Es gab Gemüse- und andere Suppen, diverse Aufläufe, Hirsebrei, Pfannkuchen und Süßspeisen wie Kartäuserklöße. Die Süßspeisen wurden oftmals kunstvoll so zubereitet, dass sie die verbotenen Fleischspeisen, also Würsten, Koteletts, Braten oder Frikadellen ähnelten. Oftmals wurde auch geschummelt: So zählten Biber zu den Fischen und durften verspeist werden. Bei Quarks und Co gibt es einen kleinen Film über "Schlupflöcher des Verzichts" [LINK].

Fastensonntage

An den Fastensonntagen gibt es häufig Frühlingsbräuche wie Funkenfeuer, Fackelschlagen, Saatwecken, Sommeranwecken. Mehr darüber findest du auf unseren Seiten Frühlingsbräuche [RabenLINK]

29. Februar

Der 29. Februar

Diesen Tag gibt es im Kalender bloß alle 4 Jahre. Man braucht ihn, weil die Erde ein paar Stunden länger als 365 Tage braucht, um die Sonne zu umrunden. In 4 Jahren ergibt das in etwa einen Tag, und diesen hängt man nun in Schaltjahren einfach an den letzten Februar dran, damit wir nicht irgendwann den Frühlingsanfang mitten im Winter haben. Da aber auch dieses nicht ganz genau zutrifft, hat man ausgeklügelt, dass die Jahreszahl für Schaltjahre durch 4 teilbar sein muss, aber nicht durch 100. Jahre, die man durch 400 teilen kann, sind aber immer Schaltjahre.

 

 

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Credits:

Background: meinereine

Titelbild: George Barbier (1882 - 1932)

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Mariä Lichtmess :Hans Memmling (um1436-1494)

Murmeltier: unbekannter User auf Wikipedia

Narr: Rabenmann

Valentinsblumen: auf einem Markt fotografiert vom Rabenmann

Fastenfisch: Kusma Sergejewitsch Petrow-Wodkin 1878-1939

Kalender: meinereine

Fonts: Mom's Typewriter, Backspace Tribute to Pearl Jam