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| Inhalt:
| - Traurige
Zeiten?
- Mehr
Licht
- Phytotherapie
- Bewegung
und Ernährung
- Die
Einstellung ändern
| | | | Schon
seit der Sommersonnenwende (21. Juni) sind die Tage wieder kürzer geworden.
Nach der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche (zwischen dem 22. und 23. September)sind
die Nächte nun sogar wieder länger als die Tage. Oft ist die Sonne zudem
von Wolken verhüllt. Die dunkle Jahreszeit hat begonnen.
Viele Menschen reagieren auf die zunehmende Dunkelheit mit depressiven Verstimmungen.
Weihnachten mit seinen Annehmlichkeiten ist schließlich noch weit weg, wir
bemerken nur, dass das Wetter schlechter wird, die Tage kürzer sind, und
die Sonne sich rar macht.
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Viele
Menschen kommen mit der zunehmenden Dunkelheit nur schwer zurecht. Im schlimmsten
Fall kann das bis zu einer echten Depression gehen. Saisonale Depression nennt
man das. In den meisten Fällen handelt es sich aber einfach um eine Dysthyme
Störung, was der medizinische Fachausdruck für "nicht gut drauf
sein" ist. Die Symptome dafür sind:
- Energielosigkeit
-
Schlafstörungen
- Heißhunger
auf Süßes
- erhöhte
Reizbarkeit und Nervosität, schlechte Laune
Die
Ursache dafür ist ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Hormonen, der durch
das fehlende Licht ausgelöst wird: Vitamin
D Durch die verminderte Sonneneinstrahlung wird im menschlichen Körper
weniger Vitamin D gebildet. Ein Mengel davon führt unter anderem zu erhöhter
Reizbarkeit und Nervosität. Melantonin
ist verantwortlich für Müdigkeit und guten Schlaf. Normalerweise
wird es im Körper nachts produziert, wenn es dunkel ist und wir schlafen.
In den Zeiten geringer Sonneneinstrahlung wird es aber auch tagsüber hergestellt,
es entsteht ein Überangebot und wir sind ständig müde und schlecht
gelaunt.
Was
man dagegen tun kann Im
Falle einer echten Depression muss man natürlich zum Arzt gehen. Aber wenn
es nicht so schlimm ist, kann man auch selber dagegen vorgehen. Natürlich
ist es in dieser Jahreszeit besonders wichtig, genügend Licht aufzunehmen.
Man könnte sich zum Beispiel einer Lichttherapie unterziehen. Dabei setzt
man sich jeden Tag eine gewisse Zeit dem Licht bestimmter, sehr starker Lampen
aus, deren Licht dem Tageslicht sehr ähnlich ist. Die Therapie ist einigermaßen
aufwändig, und die Lampen kann sich nicht jeder leisten, obwohl man sie sogar
schon in einem gewissen Kaffeeladen kaufen konnte. Im Normalfall kann man sich
aber auch anders helfen. Seitenanfang |  | 
Sorge
dafür, dass du möglichst viel Tageslicht bekommst. In der Wohnung sollten
die Vorhänge zurück gezogen werden, und auch, wenn es schwer fällt,
solltest du in dieser Jahreszeit auf keinen Fall bis mittags im Bett liegen bleiben. Manche
Leute schwören darauf, dass es ihnen hilft, wenn sie öfter ins Solarium
gehen. Ein täglicher Spaziergang von ungefähr einer halben
Stunde sorgt aber auch dafür, dass dein Körper mehr Licht aufnehmen
kann. Und zwar sollte das bei jedem Wetter passieren, denn auch an Regentagen
strahlt der Himmel noch etwa 1500 Lux ab, das ist vermutlich immer noch das Dreifache
der Lichtmenge, die in deiner Wohnung vorhanden ist (durchschnittlich 500 Lux).
Vielleicht gehst du einfach mal jeden Tag zu Fuß zur Arbeit, statt mit dem
Bus oder mit dem Auto zu fahren.
Seitenanfang
Phytotherapie Mit
Johanniskraut kann die Fähigkeit des Körpers zur Lichtaufnahme gesteigert
werden. Es gibt Johanniskraut in Form von Tee, Dragees und Tropfen in der Apotheke.
Dort erfährst du auch, wie es dosiert werden muss. Achtung:
Wenn du Johanniskraut nimmst, verzichte auf den Besuch im Solarium! Die
Haut wird lichtempfindlicher, und es kann zu Sonnenbrand und schweren Pigmentstörungen
kommen. Seitenanfang 
Bewegung
und Ernährung Immer
noch verhält sich unser Körper um diese Jahreszeit so, als würden
wir, wie die Bären, einen Winterschlaf halten. Der innere Schweinehund, der
uns daran hindern will, sportlich tätig zu werden, wächst ins Gigantische
und ist momentan eher ein Schweinemammut. Wir sind träge und möchten
uns am liebsten den ganzen Tag im Bett verkriechen.
Unser Körper will, dass wir uns Winterspeck anfuttern, und deswegen haben
die meisten Menschen jetzt vermehrt Appetit auf Süßigkeiten. Da wir
aber keinen Winterschlaf halten (können?), sollten wir diesem Trieb nicht
nachgeben, sondern vermehrt Obst und Gemüse essen, um Vitamine aufzunehmen
und den Stoffwechsel auf Trab zu bringen. Wenn wir es dazu noch schaffen, den
Schweinehund zu überwinden und Ausdauersport zu treiben, so belohnt uns unser
Körper mit der Ausschüttung von Endorphinen, die man auch Glückshormone
nennt. Seitenanfang 
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| | Goldener
Herbst Altweibersommer
nennt man die Zeit, wenn die Tage noch warm sind, aber die Hitze des Sommers vorüber
ist. Noch einmal zieht die Natur ein Festgewand an, die Blätter der Bäume
erstrahlen in warmen Farben, in der Küche riecht es nach Apfelmus und zum
Kaffee gibt es Pflaumenkuchen.Diese Tage sind um so kostbarer, als wir wissen,
sie sind endlich. Die immer früher hereinbrechende Dunkelheit, die abendliche
Kühle, sie sind bereits die Vorboten der kalten Jahreszeit. Man sollte diese
Tage besonders genießen, vielleicht eine Radtour machen, ein Picknick am
Rande eines Stoppelackers, Drachen steigen lassen. Aber auch ein Stadtbummel ist
schön um diese Jahreszeit, nach der großen Hitze des Sommers kann man
aufatmen.

...Mein
Heim ist meine Burg! Auch trübe Regentage haben ihre guten Seiten, wenn man
sich darauf einlässt und nicht einfach der Sonne nachtrauert. Jetzt ist die
Zeit dafür, Höhlen zu bauen, es dir daheim kuschelig warm (ein Lob auf
die Heizung!) und gemütlich zu machen! "Cocooning" nennt man das
neuerdings auf neudeutsch. Räum
deine Wohnung auf und um, hänge vielleicht ein neues Bild auf, gönne
dir neue Sofakissen oder schöne Vorhänge. Warme Farben sind jetzt angesagt,
die das Grau vergessen lassen. Wenn das Grün draußen verschwindet,
hole es dir ins Haus, in Form von Grünpflanzen auf der Fensterbank oder bunten
Asternsträußen in braunen Tonkrügen für den Tisch! Mach
dir einen schönen Tee (oder auch einen Glühwein!), gibt deinen Lieblingsduft
in die Duftlampe. Zünde den Ofen oder Karmin an, wenn du einen besitzt, oder
wie ich, in Ermangelung eines solchen, Kerzen. Stelle Tischlampen auf in den dunklen
Ecken deiner Wohnung und am Fenster. Salzlampen geben gemütliches Schummerlicht
und sollen auch die Atmosphäre eines Raumes positiv beeinflussen. Mach es
dir einfach gemütlich, du sollst dich wohl fühlen in deiner Höhle!

Vielleicht
findest du jetzt endlich mal die Zeit, an all die Freunde zu schreiben, denen
du schon längst einmal einen Brief schicken wolltest, du könntest dich
in die Sofaecke kuscheln, ein Video angucken, dass du schon lange sehen wolltest,
oder vielleicht den SuB (=Stapel ungelesener Bücher) abzubauen. Oder du fängst
an, einen Roman zu schreiben, zu Malen, einen kilometerlangen Schal zu stricken,
oder du "bastelst" dir eine Homepage...
Mehr Ideen gegen Langeweile
findest du auf meiner Seite Rabenideen
Und:
Du musst in deiner Höhle äh, in deiner Wohnung ja nicht allein
bleiben! Lade deine Freunde oder Nachbarn ein, zu gemütlichen Teestunden
oder neuem Wein mit Zwiebelkuchen, zum Geschichten erzählen, zum Spielenb,
um die Urlaubsbilder oder einen Film zu gucken oder einfach zum Schwatzen, denn: ...de
Nåvers sünd disse Tiet ok nich geern alleen, un de Teepunsch
an´t Füer mååkt de Waeder wedder schöön.
( Übersetzung) Das
singt Knut Kiesewetter in seinem Lied "Freesenhoff. Dieses schöne Herbstlied,
was für mich die Stimmung dieser Jahreszeit schön ausdrückt, findest
du hier:http://private.addcom.de/plattgaarn/fresenho.htm Infos
über Feste im Jahreskreis findest du im Rabenkalender.
Anregungen für Feste zu Hause gibt es auf der Seite Hausfeste.
| Sicherheit
im Straßenverkehr Dunkel
ist es, wenn man in der Früh zur Arbeit oder in die Schule geht. Dunkel ist
es schon wieder, wenn man sich abends auf den Heimweg macht. Die Tage im Herbst
werden immer kürzer und oft kommt zur Dunkelheit auch noch Nebel, kurz: Es
herrschen jetzt oft schlechte Sichtverhältnisse. Besonders für Fußgänger
und Radfahrer bedeutet das erhöhte Gefahr, weil sie oft zu spät bemerkt
werden. Ein dunkel
gekleideter Fußgänger, der am Straßenrand geht, wird von einem
Autofahrer, der mit Abblendlicht unterwegs ist, erst auf eine Entfernung von 20-30
Metern bemerkt. Trägt er helle Kleidung, ist er schon in 90 m Entfernung
zu erkennen, trägt er Kleidung mit reflektierendem Material, dann kann man
ihn sogar bereits aus 150 Metern Entfernung erkennen. 
Das
bedeutet, Fußgänger müssen sich auffälliger kleiden und besonders
vorsichtig verhalten. Black ist zwar beautiful, aber für Jacken und Mäntel
in dieser Jahreszeit nicht unbedingt zu empfehlen. Falls du darauf nicht verzichten
willst, trage helle Mützen, Schals, Taschen und Handschuhe. Positiv zu bewerten
sind auch Reflektoren auf Taschen oder Kleidung, zum Beispiel werden diverse "Blinkis",
die man an der Kleidung befestigen kann, (einer ist oben abgebildet!) empfohlen.
Allerdings gibt es da sehr große Qualitätsunterschiede! Radfahrer
sollten unbedingt dafür sorgen, dass ihre Lichtanlage in Ordnung ist. Außerdem
sollten an Pedalen und Speichen sowie nach vorne und hinten gerichtete Reflektoren
am Fahrrad befestig werden. Reflektierende Kleidung kann natürlich auch bei
Radlern nichts schaden. Als
Fußgänger unbedingt Schutzwege benützen und beim Überqueren
der Straße jetzt besonders aufpassen. Egal, ob man zu Fuß unterwegs
ist, oder mit dem Fahrrad. Für die eigene Sicherheit sollte man im Zweifelsfall
nicht auf seinem Recht beharren und gegebenenfalls auf den Vorrang gegenüber
einem Kraftfahrzeug verzichten. http://www.wdr.de/tv/service/verkehr/inhalt/20051108/b_5.phtml
- Hier gibt es zu diesem Thema interessante Informationen, die in der Sendung
"Der 7. Sinn" im Fernsehen gezeigt wurden. (links auf "Archiv"
klicken, dann auf "Stichwortverzeichnis", im erscheinenden Stichwort-Fenster
"Dunkelheit" anklicken. Dann erscheinen im rechten Fenster die entsprechenden
Beiträge zum Anklicken. |
| | Bilder: Titelbild:
Ausschnitt aus: "St. Joseph erscheint ein Engel" (gespiegelt) von
Georges de la Tour (1848-1894), der besonders bekannt ist für seine
"Licht-Bilder" Kerze:
Ausschnitt aus "Madeleine repentente" von Georges de
la Tour (1848-1894) Traurige
Zeiten: Ausschnitt
aus "Madeleine repentente" von Georges de la Tour
(1848-1894) Mehr
Licht : "Aprilschauer"
von Frederick Childe Hassam (1859-1935) My
home is my castle: Ausschnitt aus "När barnen lagt sig"
von Carl Larsson (1853-1919) Ausschnitt
aus " Girl reading by candlelight" von Joseph Wright (1734-1797) Zeit
für Freunde: Ausschnitt
aus "Experiment with an air pump" von Joseph Wright (1734-1797) Sicherheit
im Straßenverkehr: Grafik von der Rabenfrau Schluss:
Ausschnitt aus "Boy blowing at Lamp" von Georges de la Tour (1848-1894)
Übersetzung: ...die
Nachbarn sind jetzt auch nicht gern allein, und der Teepunsch am Feuer macht
das Wetter wieder schön. Seitenanfang
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