Erkältung und Grippe - Was man dagegen tun kann

Hier erfährst du alles über Erkältungen. Außerdem gibt es Informationen
über die Behandlung von Erkältungen und grippalen Infekten und die Stärkung der Abwehrkräfte. Ein grippaler Infekt ist nicht dasselbe wie eine echte Influenza.

 

 

 

 

 

INHALT:

Power für die Abwehrkräfte
Vorbeugen ist besser als heilen!
Wenn es dich schon erwischt hat
Von Schwitzkur bis Inhalieren

Ist eine Erkältung gefährlich?
Nur ein gewöhnlicher Infekt oder eine echte Grippe?

 

 

Der Herbst kennzeichnet den Beginn der kalten Jahreszeit. Das Wetter ist nass und kühl, kein Wunder, dass man sich jetzt leichter erkältet. Die "verantwortlichen" Viren haben es jetzt leicht, denn die Abwehrkräfte sind oft geschwächt, so dass der Körper den Krankheitserregern keinen Widerstand leisten kann. Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens ungefähr 120 bis 200 Mal erkältet. Jedes Mal dauert die Infektion etwa fünf bis sechs Tage. Das heißt, jeder Mensch hustet und schnieft, wenn man es zusammen rechnet, ungefähr 2 oder 3 Jahre seines Lebens!

 

POWER FÜR DIE ABWEHRKRÄFTE!

Wirklich schützen kann man sich vor einer Erkältung nicht, aber man kann sein Immunsystem anregen.

 

Vitamine und andere Stoffe

  • Auf dem Speiseplan sollte jetzt vitaminreiche Kost stehen. Die empfohlene Tagesdosis Vitamin C (150 mg) steckt zum Beispiel in

    • 300g Orangen
    • 100g Paprika
    • 200g Brokkoli.

    Vitaminreich sind auch Beeren und Kiwis. Informationen über Gesundheitsvorsorge mit Hilfe von Obst und Gemüse sowie Rezepte gibt es hier: http://www.5amtag.de


  • Zusätzliche Vitamine: In der kalten Jahreszeit kann man sich aber noch zusätzlich mit Vitaminen versorgen, auf jeden Fall noch Vitamin C einnehmen (preiswert: Ascorbinsäure-Pulver aus der Apotheke). Übrigens sollte man möglichst vorher eine Orange, Paprika oder Kiwi essen, weil der Körper es dann besser verwerten kann.

    Vitamintee: Als neuer Hit gegen Erkältung gilt Cystus-Tee, der mit seinem hohen Gehalt an Pflanzenphenolen und Vitamin E die Bildung und Aktivität der Immunzellen stärken soll. Man bekommt ihn lose in Apotheken. Er schmeckt leicht krautig, aber es reicht schon ein Schnappsglas voll täglich, eventuell gesüßt mit Honig.

  • Zink stärkt ebenfalls die Abwehrkräfte. 10 mg pro Tag sollen den schlappen Immunzellen wieder auf die Beine helfen. Allerdings nehmen die meisten Menschen genügend Zink mit der Nahrung auf, so dass man besser darauf verzichtet, zusätzlich etwas einzunehmen. Besonders zinkhaltig sind: Nüsse, Vollkornbrot, Shrimps.

  • Echinazin: ein Wirkstoff aus der Sonnenhut-Pflanze, der auch die Abwehrkräfte es Körpers ankurbelt. Man bekommt ihn in verschiedenen Zusammensetzungen als Saft, Tropfen oder Tabletten in der Apotheke (z. B. Esbiritox). Man kann im Herbst eine Art Kur damit machen, es hilft aber auch noch, wenn man es bei den ersten Anzeichen einer Erkältung einnimmt.

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Die Abwehrkräfte trainieren:

  • Bewegung: Besonders im Freien (z. B. ein Spaziergang) tut Bewegung dem Körper gut. Das Tageslicht (auch bei Regenwetter!)stimuliert die Durchblutung der Haut. Außerdem ist es gut für die Seele. Sonnenlicht regt die Umwandlung von Vorstufen in Vitamin D an, was wichtig für Herz, Kreislauf, Aufbau und Stabilität der Knochen ist.

    Doch auch Sport in der Halle (Ausdauersport, nicht Leistungssport!) stärkt den Körper und damit auch die Abwehrkräfte.


  • Kalt duschen: Wer dafür tapfer genug ist, beendet die morgendliche Dusche mit einem kalten Guss: an den Füßen beginnen, dann nach oben hoch arbeiten. Gut sind auch Wechselduschen: Mit warmem Wasser beginnen, nach 2 - 3 Minuten für ungefähr 15 Sekunden kalt duschen, alles 3 Mal wiederholen und mit kalter Dusche enden (nicht bei akuter Erkältung!)

    So trainiert der Körper, sich auf ungewohnte Temperaturen einzustellen, außerdem wird die Produktion von Antikörpern angeregt.


  • Sauna: ist genau so wirksam, wichtig ist dabei leider ebenfalls der kalte Guss.

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Was man sonst noch tun kann:

  • Ärger vermeiden: denn wenn man sich auch nur 1 Minuten ärgert, verliert man ungefähr 200 mg Vitamin C und wird somit anfälliger.

    Gute-Laune-Tee: Kümmel, Fenchel und Anis zu gleichen Teilen mischen. Für eine Tasse einen gehäuften Teelöffel nehmen und mit kochendem Wasser aufgießen. 8 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen, eventuell mit Honig süßen und warm in kleinen Schlucken trinken.

    Auch gut: Melissentee!

  • Hygiene: In dieser Jahreszeit sind viele Menschen erkältet, man kann sich leicht anstecken. Deswegen solltest du dir jetzt öfter mal die Hände waschen, das kann so manche Infektion verhindern.

    Übrigens: Alle Seifen wirken gegen Viren, und damit auch gegen die Erkältungsviren. Aber besonders efektiv ist anscheinend Geschirrspülmittel, was sogar 100 Mal wirkungsvoller sein soll als antibakterielle Krankenhausseife!

    Die beste Wassertemperatur ist ungefähr 43° C, wenn man sich heißer wäscht, könnte das der Haut schaden.

  • Richtige Kleidung: Achte darauf, dass du immer warme, trockene Füße hast. Wenn du raus gehst, ziehe dich warm genug an, dass du nicht frierst.


  • Grippeschutzimpfung: Wirkt gegen die echte Grippe (Influenza), eine schwere, manchmal lebensbedrohliche Erkrankung mit hohem Fieber. Sie wird für alte und schwache Menschen empfohlen und für Menschen, die viel Kontakte zu anderen, möglicherweise erkrankten Leuten haben.

    Gegen "grippale Infekte", wie man die banalen Erkältungen auch bezeichnet, gibt es noch keinen Impfschutz.

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ES HAT DICH ERWISCHT!

 

Du fröstelst, bekommst vielleicht sogar Schüttelfrost, die Nase trieft, der Hals schmerzt, du musst vielleicht auch husten. Kurz: Du bist erkältet!

Was man tun kann, um den Krankheitsverlauf zu verkürzen und die Symptome zu lindern:

  • Wärme: Solange dir so kalt ist, solltest du für Wärme sorgen! Ziehe den Jogginganzug an, vielleicht noch einen Pulli darüber und warme Socken. Pack dich schön warm ein, aktiviere die Wärmflasche oder deinen Kornsack (Anleitung für einen Kornsack gibt es hier: Kornsack ).

    Ansteigendes Fußbad: Die Füße bis über die Knöchel ind eine Schüssel mit lauwarmem Wasser stecken. Langsam wärmeres Wasser zulaufen lassen, bis das Wasser ungefähr 38 bis 40°C hat. Dabei eine Wolldecke umwickeln Anschließend die Füße gründlich abtrocknen, umziehen und warme Socken anziehen, ins Bett legen.

    Schwitztee:1/2 l Holunderblütentee oder Lindenblütentee dabei trinken, nach Geschmack mit Honig gesüßt und eventuell mit 2 TL Melissengeist verrührt. Auch gut: heiße Zitrone (frisch gepresster Zitronensaft mit heißem, allerdings nicht über 60°C Wasser aufgießen, nach Geschmack süßen)

    Eine richtige Schwitzkur kann den Krankheitsverlauf vielleicht noch stoppen oder auch um ein paar Tage verkürzen: Man wickle den Patienten zuerst in ein in heißes Wasser getauchtes und ausgewrungenes Bettlaken, dann in eine Wolldecke und decke ihn gut mit Wolldecken oder Federbetten zu. Reichlich Fliederblütentee- und Lindenblütentee zu trinken geben, bis er anfängt zu schwitzen. Je nach Verträglichkeit eine halbe bis eine Stunde eingepackt lassen.

  • Fieber: Fieber an sich ist keine Krankheit, sondern manchmal notwendig, um die Viren im Körper abzutöten und den Gesundungsprozess zu unterstützen. . Erst, wenn du dich wirklich schwach fühlst, und das Fieber höher als 37°C klettert, solltest du daran denken, es herunter zu drücken.

    Wadenwickel: sind ein natürliches Mittel dazu, wenn man nicht zu fiebersenkenden Mitteln greifen will. Man sollte sie nur bei warmen Füßen und Waden anwenden. 2 Handtücher (gut: Gästehandtücher!) werden mit Wasser getränkt, dessen Temperatur etwas unterhalb der Körpertemperatur liegen sollte. Dann werden sie ausgewrungen und um die Waden gewickelt. Darüber kommt jeweils ein trockenes Tuch. Den Patienten gut zudecken. Die Wadenwickel bleiben ungefähr eine viertel Stunde liegen. Danach die Beine gut abtrocknen und ggf. nach einiger Zeit noch mal Wadenwickel anlegen.

  • Ruhe: Wenn du es dir irgend leisten kannst, verziehe dich mit einer zusätzlichen Wolldecke ins Bett.


  • Inhalieren: Am bekanntesten ist es wohl, den Kopf über eine Schüssel heißes Wasser zu halten, das mit verschiedenen Zusätzen versehen werden kann (etherische Öle, Kamillentee, es hilft aber auch sehr gut, normales Salz zu nehmen!) und ein großes Handtuch über Kopf und Schüssel zu legen.

    Allerdings ist das nicht jedermanns Sache, eine gewisse Gefährdung kann´man nicht ganz ausschließen (Reizung der Bindehaut, Allergische Reaktionen, sogar Verbrennungen sind schon vorgekommen) und vielleicht hat man auch nicht immer Zeit dazu. Eine einfachere Methode ist die "Pütz-Methode" und ein besonderes Gerät zum Inhalieren, die Jean Pütz in seiner Hobbytheksendung über etherische Öle vorgestellt hat.

    Informationen über etherische Öle und ihre Anwendung nach Art der Hobbythek findest du in den Hobbytips 289 und 252, die du dir hier herunterladen kannst unter "Hobbytips": http://www.hobbythek.de

  • Essen und Trinken für "Grippekranke": Wichtig ist, immer viel zu trinken. Es eignen sich Kräutertees, verdünnter Saft. Nicht geeignet sind Alkohol, Milch (fördert die Verschleimung der Bronchen), Kaffee, stark kohlensäurehaltiger Sprudel!

    Zum Essen gibt es Brühe, leichte Suppen (besonders die gute alte Hühnersuppe, die tatsächlich die Abwehrkräfte stärken soll!) und leicht Verdauliches (Grießbrei, Kartoffelbrei).

Alles über Schnupfen und Vorbeugung findest du hier: http://www.schnupfenhilfe.de/

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IST EINE ERKÄLTUNG GEFÄHRLICH?

Normalerweise ist eine Erkältung eine Infektion der oberen Luftwegen, das heißt, sie betrifft Nase, Mund, Rachen und Kehlkopf. In der Regel ist das nicht gefährlich, sondern nur ziemlich lästig. In einigen Fällen aber können die Erreger auch in die unteren Luftwege überwechseln, oder es siedeln sich weitere Keime auf der geschwächten Schleimhaut an und verstärken die Symptome. So kann unter Umständen eine Bronchitis oder sogar eine Lungenentzündung entstehen.

Oder es handelt sich gar nicht um eine Erkältung, einen sogenannten grippalen Infekt, sondern um eine echte Grippe, eine Influenza, die sich von ersterer vor allem durch den weit schwerer verlaufenden Krankheitsverlauf unterscheidet. Auch heute noch kann sie sich zu einer lebensbedrohlichen Krankheit entwickeln! Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder oder chronisch Kranke.

Wenn also die Erkältungssymptome besonders schlimm sind, das Fieber sehr hoch ansteigt, und die Erkrankung nicht nach wenigen Tagen abklingt, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Noch mehr Infos über den Unterschied zwischen einem grippalen Infekt und einer Influenza sowie zur Vorbeugung gegen Erkältungen gibt es hier: http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/rubrik/abisz.phtml
(Im Alphabeth "G" wie "Grippe" anklicken)

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Falls du vor lauter Symptomen jetzt langsam schon einen Schnupfen bekommst:

 

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