Die
große Hitze -
Was passiert im Körper? - Anzeichen für Überhitzung
Was
kann man tun? Schnelle
Abkühlung -
Kaltes Wasser - Qi-Gong
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Seitenende Hundstage
- das ist die Bezeichnung für eine Schönwetterperiode, die nach dem
Hundsstern Sirius benannt wurde. Der Sirius geht Anfang August mit der Sonne auf
und unter. Durch Kalenderreformen liegen diese Tage jetzt zwischen dem 29. Juni
und dem 24. August. Die Sonne steht in dieser Zeit in der Nähe des Sirius,
den man auch den Hundsstern nennt. Oft treten in dieser Zeit Hitzeperioden auf,
der Sommer befindet sich sozusagen in seiner heißesten Phase. Die
Bezeichnung wird aber inzwischen allgemein auf besonders hitzeintensive Perioden
des Sommers angewendet. Die
große Hitze WAS
PASSIERT IM KÖRPER? Die
große Hitze macht vielen Menschen zu schaffen, davon sind besonders Kleinkinder,
ältere Menschen, Menschen mit Venenerkrankungen und Kreislaufproblemen zu
schaffen, denn bei großer Hitze weiten sich die Gefäße im Körper,
und es wird mehr Schweiß produziert. Dadurch kann die Hitze besser abgeleitet
werden, und die Verdunstung des Schweißes auf der Hautoberfläche hilft
ebenfalls, die Körpertemperatur normal zu erhalten. Unter Extrembedingungen,
wie z. B. schwülheißem Wetter, kann dieses Kühlsystem überlastet
sein, und man bekommt gesundheitliche Probleme. Durch
die Erweiterung der Gefäße steht dem Körper jedoch weniger Blut
zur Verfügung, um den Kreislauf aufrecht zu erhalten, weswegen dieser bei
Hitze manchmal schlapp macht. Außerdem
können durch ungeeignete Kleidung, Flüssigkeitsmangel und intensive
körperliche Aktivitäten die Belastungen für den Körper zusätzlich
verstärkt werden, es kommt zu Regulationsstörungen und der Körper
leidet unter Flüssigkeitsmangel und Wärmestau. ANZEICHEN
FÜR HITZEÜBERLASTUNG - Kopfschmerz
und Schwindel
- Erschöpfung,
Übelkeit
- Aggressivität,
aber auch:
- Benommenheit
und Apathie
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Was kann
man tun? Am
liebsten würde man vermutlich diese heißen Tage auf einem Liegestuhl
am Wasser verbringen, doch den wenigsten von uns ist das leider möglich.
Aber einiges können wir trotzdem tun, um uns die Hitze etwas angenehmer zu
machen:
| Viel
trinken | Unser
Körper besteht zu 60% aus Wasser, darum ist es sehr wichtig, ihm genügend
Flüssigkeit zuzuführen. 1-2
l brauchen wir normalerweise 3-4 l können es an heißen Tagen sein. Hitzegetränke
sollten ca. 20° C warm sein, eiskalte Getränke löschen den Durst
nur kurzfristig, denn sie führen zu vermehrtem Schwitzen und können
auch Magenbeschwerden verursachen. Geeignete
Durstlöscher: Mineralwasser
ohne Kohlensäure oder Leitungswasser wenig oder gar nicht gesüßter
Kräutertee (ev. mit bis zu 20% Schwarztee) verdünnte Obst- und Gemüsesäfte
(Schorle) Weniger
geeignet: Bohnenkaffee,
Cola und andere koffeeinhaltige Getränke Bier und anderer Alkohol
Milch
kohlensäurehaltige Getränke |
| Leichte
Speisen: | Keine
scharf gewürzten Speisen, sie heizen zusätzulich ein! Schwer verdauliche,
fettreiche und üppige Speisen belasten den Kreislauf. Deswegen lieber Obst
oder Salat essen. | | Leichte
Kleidung: | Helle,
luftige Kleidung aus Naturfasern tragen, dadurch lässt sich ein Hitzestau
vermeiden. | | Mineralstoffe: | Durch
das Schwitzen verliert der Körper Mineralien, diese kann man dadurch ersetzen,
dass man Speisen ein wenig stärker salzt, auch die oben genannten Getränke
(besonders Apfelsaftschorle) sind geeignet, den Mineralstoffhaushalt wieder auszugleichen.
Unter Umständen sollte man auch zu Mineralgetränken greifen. |
| Nicht
überanstrengen: |
Den Körper nicht noch
zusätzlich durch schwere, körperliche Arbeit oder Sport belasten, denn
körperliche Anstrengungen erhöhen den Energieumsatz und damit die Wärme,
die der Körper an die Umgebung abgeben muss. Wenn man Sport treiben möchte,
so tue man dieses früh morgens oder am Abend. | | Die
Wohnung kühl halten: | Tagsüber
Rolläden und Jalousien schließen, früh morgens und abends, wenn
es kühler ist, durchlüften. Über offene Fenster tagsüber gehen
die Meinungen auseinander. Einige schwören auf "Schotten dicht",
andere glauben, die Wohnung bleibe kühler, wenn man alle Fenster spaltbreit
offen lasse. In Wüstenstädten sind die Häuser oft so gebaut, dass
die Luft hindurch streichen kann, aber die Sonne ausgesperrt bleibt. In Südeuropa
bleiben die Häuser im Sommer tagsüber dicht verschlossen. Wir gehören
zur "Schotten dicht"-Fraktion und öffnen die Fenster erst, wenn
die Außentemperatur nicht mehr wärmer ist als die Innentemperatur.
Vielleicht solltest du einfach ausprobieren, was dir genehm ist. | | Kühle
Farben: | Die
Farben, mit denen wir uns umgeben, können tatsächlich das Temperaturempfinden
beeinflussen. In einem Zimmer, das in "kalten", blaugrünen Farben
eingerichtet ist, ist uns schon bei 15° C richtig kalt, in Räumen, bei
denen "warme" Rot- und Orangetöne überwiegen, ist das erst
bei 3° C der Fall. Vielleicht solltest du dir für den Sommer blaue oder
grüne Gardinen und Kissen zulegen und nicht unbedingt rote Klamotten anziehen! |
Schnelle
Abkühlung Kaltes
Wasser nach Pfarrer Kneipp Kaltes
Wasser über die Unterarme und die Innenseiten der Handgelenke laufen lassen
oder noch besser: ein kaltes Unterarm- und Fußbad nehmen. Durch den Kältereiz
werden die Gefäße für kurze Zeit enger gestellt und der Kreislauf
wieder gestärkt. Zwischendurch
die Füße in einem Brunnen oder notfalls in einem Eimer kaltem Wasser
abkühlen! Lauwarm
duschen Nicht
zur Abkühlung eiskalt duschen, das puscht den Kreislauf, und man schwitzt
hinterher noch viel mehr. Lauwarm kühlt besser! Ab
in die Kälte! Wer
kann, macht eine Stippvisite am Nordpol, am Meer oder im Gebirge. Wer, wie die
meisten Menschen, leider keine Zeit dazu hat, kann mal eben kurz in die Kühlabteilung
eines Kaufhauses gehen, haaaach! Eine
Übung aus dem Qi-Gong Qi
Gong (sprich tschii-gong) ist eine traditionelle Bewegungstherapie aus dem alten
China. Qi bedeutet so viel wie Lebensenergie, Gong heißt, sich
Zeit nehmen, um Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei
Hitze werden Elemente, die Atmung, Bewegung, Konzentration und Meditation vereinen,
empfohlen. -
Durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen, auf Bauchatmung achten und nach
dem Ausatmen eine kleine Pause machen. -
In
den Atempausen auf den Bauchnabelbereich konzentrieren (Sitz des Energiezentrums)
und die Außenwelt vergessen. -
Gedanklich
soll man sich nun auf und einen stillen, kalten See mit glatter Oberfläche
konzentrieren. |