Hier erfährst du alles Schaltjahre und über die Geschichte des 29. Februar als Schalttag.
INHALT:
Willst
du den März nicht ganz verlieren, So dichtete schon der gute alte Goethe. Seit dem 17. Jahrhundert ist der Brauch, jemanden "in den April zu schicken" bei uns in Deutschland bekannt. Den "Aprils Fools Day" ist heute in der ganzen Welt verbreitet, in Europa, Amerika, sogar in Indien, Australien und Afrika. Woher er genau kommt, weiß kein Mensch wirklich. Es gibt da verschiedene Deutungen. WER HAT DIE SCHULD AN DEM ÄRGER? Petrus ist der Schuldige!
Der ganze April ist ja eigentlich ein Symbol der Unbeständigkeit und Launenhaftigkeit, schon wegen des Wetters, das ja in diesem Monat von Dauerregen und Sturm über Schnee und Hagel bis zum Fast-schon-Sommertag reichen kann. Manchmal können alle diese Wetterphänomene an einem einzigen Tag vorkommen, so dass man am besten im Zwiebellock aus dem Haus geht und am besten auch noch einen Regenschirm dabei hat. Nicht umsonst gibt es ja die Wetterregel "April, April, April, der weiß nicht was er will!".
Eventuell waren es auch die alten Römer!
Vielleicht ist ja die Göttin Venus daran Schuld! Der Name "April", lat. "aprilis", ist verwandt mit dem griechischen "aprodita", und Aphrodite ist ja der griechische Name für die römische Göttin Venus. Venus ist die Göttin der Liebe, aber auch die Göttin der Späße, und so feierte man im alten Rom ihr zu Ehren am 1. April ein Narrenfest, die Quirinalia, mit ziemlich gemeinen Späßen. Oder auch die Inder
Im Alten Indien gab es ebenfalls schon ein Narrenfest, das Houlifest zu Ehren von Khrishna und Rama und das dort heute eines der fröhlichsten und buntesten Feste ist. Die alten Kelten waren es!
Es kann auch sein, dass der Narrentag am 1. April der Überrest eines alten Frühlingsbrauches ähnlich der Fastnacht ist. Der Aprilnarr stünde dann für den machtlos gewordenen Winter, mit dem der beginnende Sommer nun machen kann, was er will. Sogar die Bibel muss als Quelle herhalten!
Aber auch die Bibel muss als historische Quelle für den Narrentag am 1. April herhalten:
Vielleicht auch die Franzosen
Kann aber auch sein, dass der Ursprung des Narrentages aus dem Frankreich des 16. Jahrhunderts kommt. Damals hat Karl IX. dort eine Kalenderreform initiiert und den Jahresbeginn vom 1. April auf den 1. Januar verlegt. Einige Unentwegte wollten aber weiterhin am 1. April Neujahr begehen, und diese wurden als Aprilnarren verspottet. Eventuell doch eher die Holländer
Am 1. April 1572 wurde während des 80jährigen Krieges in Holland Brielle als erste Stadt von den Wassergeusen erobert. Dem nicht sehr beliebten spanischen Stadthalter Alva drehte man daraufhin eine lange Nase. Noch heute steht dort in Geschichtsbüchern "Op 1 April verlor Alva zijn bril" (Am 1. April verlor Alva seine Brille). Vielleicht sind wir Deutschen aber selber Schuld!
Auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 sollte, neben der Überreichung des Glaubensbekenntnisses durch die protestantischen Fürsten an Kaiser Karl V., auch das Münzwesen geregelt werden. Anscheinend kam man aus irgend einem Grunde nicht dazu und legte stattdessen für den 1. April einen "Münztag" fest. Zahlreiche Spekulanten versuchten, im Hinblick darauf stattliche Gewinne einzustreichen. Allerdings ging das schief, denn der Münztag wurde dann doch nicht abgehalten, und die Spekulanten verloren ihr Geld und wurden als Narren verlacht.
APRILSCHERZE
Ursprünglich galten die Scherze meist untergeordneten Personen, das heißt, Erwachsene verkohlten Kinder, Meister ihre Untergebenen, Herren ihre Diener, indem sie sie mit undurchführbaren Aufgaben beauftragten, wie beispielsweise in der Apotheke Mückenfett, Stecknadelsamen, Kieselsteinöl oder Ibindum (Ich bin dumm) zu besorgen, von Kollegen den Böschungshobel oder die Dachschere zu holen, oder gar Gänsemilch oder Haumichblau beim Bauern zu kaufen, um sich dann auf deren Kosten ordentlich zu zu amüsieren. Heute versucht jeder, jeden anzuführen. Witzig ist immer, wie die Medien versuchen, den Lesern oder Zuschauern Bären aufzubinden und merkwürdige Nachrichten und Zeitungsenten unter das Volk zu bringen. Man sollte also an diesem Tage lieber nicht alles glauben, was in der Zeitung steht! Beispiel für Internetscherz: Virgle sucht Pioniere für eine Mars-Mission [Link] Ideen für Aprilscherze gibt es bei Trendsmile [Link] Auf Spiegel online kann man sich über "alte" Aprilscherze amüsieren [Link] Besonders süß fand ich die Pinguine der BBC [Link] KRITIK Was ich nicht mag, ist dieses fiese Amüsieren auf Kosten von Schwächeren, die, wenn hinterher "April-April" gerufen wird, gute Miene zum bösen Spiel machen sollen, und sich nicht wehren können, weil an diesem Tage ja alles erlaubt ist. Ich finde es nicht gut, wenn mit Gefühlen gespielt wird oder auch Tabugefühle verletzt werden. Auch da bleibt einem das befreiende Lachen dann doch eher vor Wut und Hilflosigkeit im Rachen stecken. Manche Leute meinen, die Welt sei heutzutage so schrecklich, dass man gar keinen Scherztag mehr abhalten dürfe. Das finde ich nun etwas übertrieben, denn Humor, und wenn es auch nur Galgenhumor ist, ist doch eigentlich eine gute Sache. BILDER Goethe: Gemälde von Joseph Karl Stieler (Ausschnitt) Venus:
Gemälde von Sandro Boticelli Barometer: Clipart ETC Hulifest: Indischer Druck Keltische Druiden: Basrelief aus Atun Bibel:
Gemälde von Vincent van Gogh Karl IX.: Gemälde von Francois Cluet Die
Eroberung Brielles durch die Wassergeusen, Reichsttag
zu Augsburg: Ölgemälde des April-Scherz-Smily: Cosgan
Links: Beispiel für Internetscherz: Virgle sucht Pioniere für eine Mars-Mission [Link] Ideen
für Aprilscherze gibt es bei Trendsmile Auf
Spiegel online kann man sich über "alte" Besonders süß fand ich die Pinguine der BBC [Link] | ||
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