
(Syringa)

Huckauf,
Flöören, Kattensteert, Nagelkebloom, Pfingsterbloume, Kuffdemâd
Auch
ein Flieder wird
um so komplizierter,
je genauer man ihn betrachtet .
Der Weise begnügt sich,
an ihm zu riechen.
Richard
Katz
Seitenende
Fliedergeschichte(n)
Der
Legende nach verwandelte sich die Nymphe Syrinx in einen Fliederstrauch, als sie
vom liebestollen Gott Pan verfolgt wurde. Er soll aus den Zweigen seine erste
Flöte geschnitten haben.
Der
wilde Flieder wuchs ursprünglich nur auf dem Balkan (wer weiß, vielleicht
blühte er schon in Draculas Garten *ggg*) und wurde mit den osmanischen Eroberungsfeldzügen
in Mitteleuropa verbreitet. Heute werden allerdings vorwiegend Veredlungen, sogenannte
Hybriden, gesetzt. Inzwischen soll es über 900 Sorten geben, die vorwiegend
in den USA (die Einwanderer brachten Pflanzen aus ihren Heimatländern mit),
Deutschland und Frankreich gezüchtet worden sind.
Im
Germanischen bezeichnet "Flieder" ursprünglich den Holunder (Sambucus
nigra), weswegen dessen Beeren auch heute noch oft "Fliederbeeren" genannt
werden. Der Name wurde dann für die Syringa übernommen.
Zum
Beispiel:
Flieder
im Garten
Flieder
gehört in die Familie der Ölbaumgewächse. Ursprünglich ist
er in der Türkei beheimatet. Im 16. Jahrhundert wurde er gleichzeitig mit
Tulpenzwiebeln nach Europa gebracht und hat sich seitdem durch Neuzüchtungen
zu einer der beliebtesten Pflanzen in unseren Gärten entwickelt.
Boden:
Flieder gedeiht sowohl auf saurem als auch auf kalkhaltigem Boden, mag schwere
Böden, gedeiht aber auch auf leichtem Sandboden. Seine Vielseitigkeit hat
sicher zu seiner Verbreitung beigetragen.
Verwendung:
als Einzelpflanze oder auch als Blütenhecke. Flieder kann bis zu 10m
hoch werden.
Standort:
Flieder blüht am besten an sonnigen Plätzen, wächst aber auch
im Halbschatten. Er ist gut für Stadtklima geegnet. Flieder kann kalte Winter
bis -35°C gut vertragen, die meisten Sorten gedeihen sogar besser in Gegenden
mit frostigem Winter.
Pflege:
Man sollte verblühte Rispen nach der Blüte auf kräftige Knospen
zurück schneiden. Von Zeit zu Zeit verträgt der ganze Strauch einen
kräftigen Rückschnitt (bis ins alte Holz!). Wenn man nicht möchte,
dass sich eine ganze Hecke heraus bildet, sollte man wilde Bodentriebe entfernen.
Flieder bildet ein dichtes Wurzelgeflecht aus, deswegen braucht er auch in trockenen
Saumer kaum Bewässerung. Günstig: Bodenverbesserung durch Hornspäne
oder Langzeitdünger im Frühjahr.
Blütezeit:
April bis Juni.
Seitenanfang
Fliederfarben
Gemeinhin
verbindet man damit die Farbe Violett (Lila), doch es gibt Flieder auch in anderen
Farben:
Violett:
Magie, Geheimnis, Dekadenz, Zweideutigkeit, Selbstbezogenheit, Unbewußtsein,
Mystik,
innere und geistige Kraft, Inspiration, Magie, Frieden, Würde
Rosa:
Zärtlich, zart, kindlich, süß, kitschig, Romantik, Liebe
Weiß:
Vollkommen, ideal, gut, sachlich, klar, unschuldig, ehrlich, Reinheit, Sauberkeit,
Ordnung, Leichtigkeit, Vollkommenheit, illusionär, Schutz, Einigkeit, Beruhigung,
Wohlbefinden. Symbol für Reinheit und Tod. Aber nicht nur, denn Weiß
ist auch die Farbe der Weite und des Weitblicks.
Gelb:
(Gibt es tatsächlich! 1949 wurde "Primrose®"
in den Niederlandengezüchtet!) Sonne, Licht, Wärme (schwächer als
Rot), sauer, Reife, Wärme, Optimismus, Weite, Offenheit,
Kommunikation,
Kraft, Erfolg, Glück
Blau:
Blau steht für Harmonie, Zufriedenheit, Ruhe, Unendlichkeit, Freundlichkeit
und Freundschaft, inneren Frieden.
Seitenanfang
Fliederduft
Obwohl
die meisten Fliedersorten betörend duften und wohl auch hauptsächlich
deswegen in unseren Gärten wachsen, ist es doch nie gelungen, echtes Fliederöl
zu extrahieren. Fliederduftöle sind immer synthetisch hergestellt!
Seitenanfang
Fliedergift
Das
Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Zürich bescheinigt
dem gemeinen Flieder einen schwachen Toxiditätsgrad. Er soll Syringopicrin
und das Glycosid Syringin enthalten, die Erbrechen, Durchfall, Kreislaufprobleme
hervorrufen können. Allerdings sind bisher keine Todesfälle durch Fliedervergiftung
bekannt geworden.
Seitenanfang
Flieder
als Nutzpflanze
Fliederbüsche
wurden wegen ihres hohen, dichten Wuchses früher oft als Windschutz um die
Häuser gepflanzt. Sie bieten Bienen Nahrung und Vögeln Unterschlupf.
Aus den hohlen Ästen hat man früher anscheinend manchmal Pfeifen hergestellt.
Das
Holz ist äußerst hart und lässt sich wegen des dichten Gefüges
gut polieren. Der Kern ist bräunlich gefärbt, der breite Splint heller.
Beim Verarbeiten soll das Holz einen zarter Fliederduft abgeben.
Seitenanfang
Fliedersträuße
In
der Vase hält sich Flieder nicht sehr lange, weil er sehr viel Wasser verdunstet.
Man sollte Fliedersträuße früh am Morgen schneiden und alle Blätter
von den Blütenzweigen streifen. Blätterzweige können getrennt dazu
gesteckt werden. Auf jeden Fall sollte man die Zweige mit einem scharfen Messer
frisch anschneiden.
Seitenanfang
Links:
Flieder
im KRÄUTERBUCH VON
JACOBUS THEODORUS "TABERNAEMONTANUS" aus
dem Jahre 1625: http://www.kraeuter.ch
Gelben
Flieder kann man zum Beispiel bei Baldur-Garten kaufen:
https://www.baldur-garten.de/produkt/1184&artikel=Flieder/detail.jsf
Frühlingsblumen/Inhalt
zurück
zu Frühling/Inhalt
Gästebuch
Rabenseiten
| Impressum | Faerieland
| Blumiges | Lesestoff
Im Jahreskreis | Sternstunden|
Just for the girls | Ein
Moment in der Zeit