Tausendschönchen, Angerblümchen, Gänseliesl, Margritli, Mutterblümchen, Ringelrösli, Sonnentürchen, Regenblume, Zeitlose, Margaretel, Markblome, Katzenblümlein, Magdelieb, Fenneblome, Wasenblümli, Wieseli, Massliebchen, Müllerblümlein

„Wer wagt es, sich den
donnernden Zügen des Lebens entgegenzustellen?
Das Gänseblümchen zwischen den Geleisen.”

Erich Kästner

 

Inhalt:

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Botanik:

Botanischer Name: Bellis perennis
Familie: Asteraceae (Korbblütengewächse)

Außerdem gibt es noch gefüllte und größere Zierformen für den Garten.

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Blüte:

Frühling bis Spätsommer

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Standort/Verbreitung:

Das Gänseblümchen ist eine so häufig vorkommende Pflanze, dass sogar Stadtkinder keine Schwierigkeiten haben, sie zu erkennen. Es wächst auf Wiesen, an Feldwegen, auf Grasplätzen und in Gärten, wenn sie dürfen. Ihre vielen Namen zeigen die Beliebtheit der kleinen Pflanze (ausser vielleicht bei Gärtnern, die einen englischen Rasen bevorzugen ;o) ). Dabei hat vielleicht die Vorliebe für englischen Rasen zu ihrer Verbreitung beigetragen, weil sich die niedrige Pflanze durch das häufige Rasenmähen gegen die höheren Gräser erst richtig durchsetzen kann. Früher war sie anscheinend wesentlich seltener.

West- und Südeuropa sind die eigentliche Heimat der kleinen Pflanzen, sie wachsen von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen hinein. Gänseblümchen gedeihen besonders in vollem Sonnenlicht, vertragen aber keine extreme Hitze oder Trockenheit. Sie bevorzugen frischen, nährstoffreichen Lehm- und Tonboden.

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Legende:

Gänseblümchen sollen aus den Tränen der Maria entstanden sein, weshalb man sie auch "Mutterblümchen" oder auch "Marienblümchen" nennt. Der Teufel soll über die Pflänzchen so erbost gewesen sein, dass er neben jedes eine seiner (ständig nachwachsenden) Krallen warf, die sich prompt in Knoblauchpflanzen (auch Neidstern genannt) verwandelten. Dieser soll angeblich jede andere Pflanze im Wuchs beeinflussen, doch den Gänseblümchen konnte (und kann er immer noch) nichts anhaben!

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Zauberblümchen:

Zunächst mal ist das Gänseblümchen als Orakelpflanze für das Rupfblumenorakel bekannt. Du weißt schon, man rupft ihm die Blütenblätter aus und sagt dabei: "Er liebt mich von Herzen...mit Schmerzen...ein wenig...fast gar nicht..."

Virtuelle Rupfblumenorakel gibt es übrigens hier:
http://www.esoterik.de/fun/ganseblumchen/content/blumenwiese/

Gänseblümchenkränze sollten früher kleine Mädchen davor bewahren, von Feen verschleppt zu werden. Mit Ketten und Girlanden aus Gänseblümchen wollten unsere Vorfahrenihre Häuser gegen böse Geister und Hexen in der Walpurgisnacht schützen.

Die ersten drei Gänseblümchenblüten des Frühlings sollte man essen, dann, so heißt es, sei man das ganze Jahr gegen Krankheiten geschützt.

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Heilende Wirkungen:

Schon im Mittelalter benutzten die Menschen Gänseblümchen als Heilpflanzen. Der Tee des blühenden Krautes soll innerlich Erkältungskrankheiten, Schleimhautkatarrhe, Kolikschmerzen, Leberstörungen und Blasenleiden lindern, äußerlich gegen Hautunreinheiten wirken und die Heilung von Schürfwunden fördern. Gänseblümchensalbe soll ein gutes Mittel gegen Gliederschmerzen sein.

Gänseblümchensalbe zum Selbermachen gibt es hier:
http://www.factorey.ch/heilen/gaense.htm

Gänseblümchentintur wird in der Naturheilkunde äußerlich gegen Verrenkungen, Blutergüsse und Rheumatismus verwendet.

Jacobus Theodorus "Tabernaemontanus" hat sich in seinem Kräuterbuch von 1625 auch über Gänseblümchen ausgelassen:
http://www.kraeuter.ch/Gaensebluemchen/gaensebluemchen.htm

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Sind Gänseblümchen giftig?

Wie viele Heilpflanzen enthalten auch Gänseblümchen giftige Stoffe, und zwar Flavon und Cosmosiin in den Blüten, Saponone und äthereische Öle im Kraut. In geringen Mengen genossen, sind Gänseblümchen harmlos, doch wenn man sie in größeren Mengen zu sich nimmt, sind sowohl Kraut als auch Blüten giftig. und können Krampfanfälle, Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle auslösen. Falls Symptome auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen.

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Externe Links:

Virtuelle Rupfblumenorakel :
http://www.esoterik.de/fun/ganseblumchen/content/blumenwiese/

Gänseblümchensalbe zum Selbermachen:
http://www.factorey.ch/heilen/gaense.htm

Jacobus Theodorus "Tabernaemontanus" über
Gänseblümchen in seinem Kräuterbuch von 1625:
http://www.kraeuter.ch/Gaensebluemchen/gaensebluemchen.htm

 

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