Eigentlich hat das Jahr natürlich bereits am ersten Januar begonnen, aber jetzt, so hat man den Eindruck, geht es erst richtig los! Man möchte Purzelbaum auf der Wiese schlagen, Frühlingsblumen pflücken, die Wohnung putzen, die Möbel umstellen, und natürlich lockt auch die Liebe. Kurz: Alle Welt hat Frühlingsgefühle. Jeder spielt ein wenig verrückt, alles scheint ein kleines Bisschen verhext zu sein. Tatsächlich haben sich über die Jahrhunderte viele "zauberhafte" Frühlingsrituale erhalten, man denke nur an die Walpurgisnacht. Hier habe ich ein paar frühlingshafte Zaubereien aufgeschrieben. Ob sie tatsächlich wirken, sei mal dahingestellt. Wenigstens stimmen sie ein auf die erwachende Natur und machen Hoffnung auf ein gutes Jahr!

Folgender Zauber wirkt aber wirklich und fast immer: Lege oder setze dich auf eine Wiese, auf der Frühlingsblumen blühen, wo die ersten Bienen und Schmetterlinge herum fliegen, schaue den Wolken nach und hören den Vögeln zu und baumele mit der Seele...

Die Rabenfrau übernimmt allerdings keine Haftung für Wirksamkeit oder Unwirksamkeit dieser Rezepte. Wer allergisch ist, sollte sich natürlich besonders vorsehen. Einige Pflanzen können Gifte enthalten, die vielleicht nicht jeder verträgt!

 

 

Blausternchen

Von ihnen glaubte man früher, sie seien Wohnstätten für Feen. Deswegen dienen sie als Grundlage für einen Zauber:

Man muss den Duft einatmen, sich umdrehen und eine blanke Münze über die Schulter werfen, so klein, dass eine Fee sie tragen kann. Danach darf man das Blausternchen pflücken. Wenn man es dann in einem dicken Buch presst, soll man alsbald Glück haben und aus heiterem HImmel zu Geld kommen.

Hyazinthen

Besonders die blauen sind ebenfalls für einen Geldzauber gut: Pflanze eine blaue Hyazinthe in einen Blumentopf und schiebe eine Münze darunter. Dann umwickle den Topf mit einem blauen Band, und schon darfst du auf Glück und Erfolg in finanzieller oder beruflicher Hinsicht hoffen.

Schneeglöckchen

Das erste Schneeglöckchen soll das ganze Jahr über gegen Augenprobleme schützen, wenn man es pflückt und sich damit vorsichtig über die Augenlider streicht.

Annemonen

Wer die ersten drei Annemonenblüten verspeist, soll das ganze Jahr über gesund bleiben.

Salbei

Junge Salbeiblätter sind gut für einen Liebeszauber: Am Valentinstag um Mitternacht soll man zwölf gleich große Salbeiblätter pflücken und unter das Kopfkissen legen. Am nächsten Tag dem oder der Liebsten ins Essen schumeln!

Akelei:

Die zierliche Akelei soll ganz allgemein Hilfe und Schutz der Elfen sichern. Manche moderne Hexe benutzt Akelei auch als Amulett, um sich aufdringliche Männer vom Hals zu halten.

Gundermann:

Gundermann oder Gundelrebe ist ein uraltes Zauberkraut gegen Hexerei und Zauberei. Kränze aus den langen Reben, in der Walpurgisnacht geflochten, sollen dem Träger zu Hellsichtigkeit gegenüber versteckten Hexen verhelfen. Im Hause aufgehängt,schützen sie angeblich vor Unwetter und Blitzschlag.

Lorbeerblätter:

Am Vorabend des Valentinstages muss man sechs (die Zahl der Liebe!) Lorbeerblätter mit Rosenwasser benetzen. Dann zwei davon über Kreuz mitten unter das Kopfkissen legen, die anderen vier an die vier Zipfel verteilen. Mit den Gedanken an die Liebste/den Liebsten soll man einschlafen. Am nächsten Tag, so heißt es, wird er oder sie einem ein ein Treuezeichen geben - oder man wird, falls man noch keine Liebe gefunden hat, bald eine finden.

Schlüsselblumen

Die erste Schlüsselblume, die man findet, sollte man pflücken und dann in einem Buch mit Liebesgedichten pressen. Falls man jemanden liebt und ihn für sich entflammen will, gehört ein Foto des oder der Liebsten dazu. Hat man noch niemanden,, nimmt man ein Foto von sich selber. Das Buch schließen und daneben eine frische Kerze anzünden. Ganz intensiv an seinen Liebeswunsch denken. Vor dem Schlafengehen die Kerze ausblasen und das Buch unter das Kopfkissen legen. Noch vor Frühlingsende soll einem die Liebe blühen!

Veilchen:

Wenn man Glück hat, findet man das erste Veilchen schon im März. Es heißt, wenn man es verzehrt, schützt es das ganze Jahr über gegen das "kalte Fieber". Übrigens sollte es noch wirkungsvoller sein, wenn man 3 Veilchenblüten vertilgt! Wer das allererste Veilchen des Jahres entdeckt, darf sich außerdem etwas wünschen. Es geht bestimmt bis zum nächsten Frühling in Erfüllung!

Schnecken:

Die erste Schnecke, die du im Frühjahr in deinem Garten findest, solltest du unter einen Rosmarinstrauch auf etwas Mehl oder Talkum setzen. Am nächsten Morgen kannst du dann nachgucken, was für Spuren das Tier auf dem Mehl hinterlassen hat. Sie sollen die Anfangsbuchstaben des künftigen Liebhabers/ der Liebhaberin darstellen.

Eiche, Esche oder Weide:

Wenn die Eiche, Esche oder Weide im Frühjahr die ersten Blätter bekommen hat, soll sie einem zu Reichtum und Wohlstand verhelfen! Dazu muss man schnell ein Band um den Stamm binden, den Baum gießen und einen Wunsch aussprechen. Dann verbeugt man sich drei Mal und entfernt die Schnur. Je grüner der Baum wird, desto mehr Geld kommt angeblich in die Kasse. Nicht vergessen, sich zu bedanken!

Gänseblümchen:

Das erste Gänseblümchen, roh verzehrt, soll Gesundheit für ein ganzes Jahr bringen.

Pfingstgrün oder Osterstrauss:

Der Strauß frischen Grüns, den man sich zu Ostern oder Pfingsten ins Haus holt, soll nicht nur schmücken, er soll auch Gewitter, Krankheit, böse Zaubereien, Hexen und sogar Ungeziefer fern halten können.

Pfingstrosen:

Der "Rose ohne Dornen" wurden schon in der Antike magische Kräfte nachgesagt. Die Samen, die man "Schreckkörner" nannte, sollten gegen Gicht helfen, und man zog sie früher auch auf Schnüre und hängte sie kleinen Kindern als Schutz vor Elfen und Alpträumen um den Hals. Letzteres ist allerdings nicht ganz ungefährlich, die Samen enthalten ein Alkaloid! Also vielleicht lieber in einen hübschen Beutel füllen und von außen für die Kinder nicht erreichbar über die Kinderzimmertür hängen. Das wírkt auf jeden Fall genau so!

Kuckuck:

Den ersten Kuckuck kann man manchmal schon im März hören! Dann muss man unbedingt einen Pfennig (heutzutage tut es vermutlich auch ein Cent!) in der Tasche haben und diesen einige Male umdrehen. Es hilft auch, den Geldbeutel zu schütteln und mit dem Wechselgeld zu klimpern, er soll dann nämlich das ganze Jahr nicht leer werden.

Storch:

Auch, wer den ersten Storch im Jahr sieht, sollte darauf achten, etwas Geld in der Tasche zu haben, denn wer ihm mit leerem Geldbeutel begegnet, wird das ganze Jahr über ein armer Wicht bleiben!

Lerche:

Es lohnt sich, nach der ersten Lerche Ausschau zu halten, denn demjenigen, der die erste Lerche im Frühling sieht, soll das ganze Jahr Glück beschieden sein. Und dieses Glück soll sich auf seine ganze Familie übertragen!

Mehr über Blumenzauber findest du auf unserer Seite
Hexenzauber und Zauberpflanzen

 

 

 

Frühling/Inhalt

Gästebuch

 

Rabenseiten| Impressum | Faerieland |Haus und Hof | Lesestoff | Im Jahreskreis | Just for the girls| Ein Moment in der Zeit