Blumen
sind die Liebesgedanken der Natur.
Bettina
von Arnim
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Valentin
und die Liebenden
Ob
St. Valentin als solcher einst wirklich gelebt hat, ist nicht sicher. Tatsächlich
gab es einige Männer dieses Namens, unter anderem ein Bischof von Terni im
2. Jahrhundert n. Chr. und ein Missionar in Rätien, der etwas später
gelebt hat. Im Heiligenkalender der katholischen Kirche findet Valentin inzwischen
keine Erwähnung mehr.
Der
Legende nach soll Valentin jedenfalls im römischen Reich gelebt haben. Den
Liebenden war er sehr wohlgesonnen, soll ihre Liebesbriefe und Blumengrüße
übermittelt und auch heimliche Trauungen vorgenommen haben. Dieses, so heißt
es, habe den Unwillen des damaligen römischen Kaisers erregt, und so sei
Valentin schließlich als Märtyrer an einem 14. Februar zu Tode gekommen.
Verschiedene Kirchen erheben Anspruch darauf, dass sie seine Reliquien beherbergen.
In Krumbach/Schwaben liegt sogar ein kompletter Leichnam in Bischofskleidung in
einem gläsernen Sarg.
Der
Heilige ist im Volksglauben zuständig für Bienenzüchter und er
soll auch bei Ohnmachtsanfällen und Fallsucht (vermutlich wegen seines Namens)
helfen. Doch hauptsächlich ist er natürlich wichtig für die Liebenden.
Dazu
kam der Heilige vermutlich eher zufällig, denn schon vor seiner Zeit wurde
in Rom an "seinem" Tag, dem 14. Februar, ein Fest gefeiert, das Lupercalia
hießt und der römischen Juno, der Schutzpatronin von Ehe und Familie
gewidtmet war. Ihr wurden damals Blumen geopfert, und mit einer Art Liebeslotterie
wurden ledige junge Frauen und Männer verbandelt, die dann einige Zeit gemeinsam
an Festen teilnehmen. Bei dem einen oder anderen Paar wird es wohl auch "gefunkt"
haben...
Dieser
Brauch hat sich dann bis ins Mittelalter in den europäischen Ländern
gehalten. "Vielliebchentag" nannte man den Tag noch im Spätmittelalter
in Deutschland.Per Los oder sonstwie zufällig (siehe Valentinsorakel) wurden
Jungen und Mädchen (in allen Ehren natürlich) zu Valentin und Valentine
gekürt, die dann einige Zeit zusammen aus gingen. Das galt oftmals als günstige
Voraussetzung für eine eventuelle spätere Heirat der beiden. Darum herum
rankten sich viele Rituale, man machte sich gegenseitig kleine Geschenke, und
es war vielerorts üblich, sich gegenseitig mit Gedichten zu necken.
Zwischendurch
hat die Kirche versucht, dem Tage einen mehr christlichen Touch zu geben: Statt
Partner auf Zeit wurden Heilige verlost, denen die jungen Männer und Frauen
dann ein Jahr nacheifern sollten. Nun, sehr erfolgreich scheint dieser Versuch
nicht gelaufen zu sein ;o)
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Valentinskarten
und Blumengrüße
Schon
vor 600 Jahren war es in England üblich, sich zu diesem Tage "Valentine-Cards"
mit vierzeiligen Gedichten zu schicken, und langsam kam auch die Mode auf, diese
mit Blumen zu bereichern. Pikanterweise wurden diese Karten damals meistens anonym
verschickt, und auch heute soll das noch durchaus üblich sein. Die englischen
Auswanderer nahmen den Brauch damals mit nach Amerika, und nach dem 2. Weltkrieg
gelangte er mit den amerikanischen Soldaten dann auch nach Deutschland.
Kritiker
meinen, der Tag sei inzwischen zu einem Tag der Floristen und Schreibwarenläden
geworden. Tatsächlich werden zu diesem Anlass allein in den USA inzwischen
mehr als eine Milliarde Grußkarten verschickt, und die Blumenläden
verzeichnen seit Jahren steigende Umsätze an Valentin. Übrigens sind
es hauptsächlich Männer, die Valentinssträuße kaufen, während
im übrigen Jahr die meisten Blumensträuße von Frauen erstanden
werden.
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Valentinsorakel
Natürlich
wollten die jungen Leute am liebsten schon vorher wissen, wer ihr Valentinspartner
sein würde, und so entwickelten sich mancherlei Orakelbräuche: