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einen Zweig hängten sie kleine, aus farbigem Papier ausgeschnittene Netze,
und jedes Netz war mit Zuckerwerk gefüllt. Vergoldete Apfel und Walnüsse
hingen herab,als wären sie festgewachsen,und über hundert rote, blaue
und weiße kleine Lichter wurden in den Zweigen festgesteckt. Hans
Christian Andersen, aus "Der Tannenbaum" Das
ganze Märchen findest du zum Beispiel hier:
http://www.zauber-pflanzen.de/adventz/weihn_gruss.htm#andersen_tanne   
Die
GeschichteStechpalmen
und KlausenbäumeTannenbaumzubehörMode
für ChristbäumeDie
Symbolik des ChristbaumschmucksTipps
zum Tannenbaumkauf!Soll
man in der heutigen Zeit zu Weihnachten überhaupt einen Baum aufstellen?Wie
viele Nadeln hat wohl ein Christbaum?  
DIE
GESCHICHTE Die
meisten von uns können sich Weihnachten ohne einen Tannenbaum gar nicht vorstellen.
Nicht nur in Deutschland scheint ein christbaum einfach zum Fest zu gehören,
doch das war nicht immer so wie heute.
Die
altgermanischen Wurzeln, die man ihm oft zuspricht, hat es so wohl nie gegeben,
obwohl grüne Zweige in vielen Kulturen im Winter das wiederkehrende Leben
symbolisierten und böse Geister vertreiben sollten, vermutlich holte man
sie wohl auch bereits ins Haus. Die
Geschichte, dass Martin Luther, inspieriert von einem mondbeglänzten Tannenbaum
auf dem Weihnachtsspaziergang, den ersten Christbaum aufgestellt habe, ist eine
Legende, auch wenn es Bilder der Luther-Familie unter einem geschmückten
Tannenbaum gibt, so sind sie doch erst lange nach Luthers Tod entstanden. Die
erste echte schriftliche Kunde von einem geputzten Baum am Weihnachtsabend stammt
aus Freiburg im Jahre 1419. Die Bäcker hatten einen Baum mit Naschwerk, Früchten
und Nüssen behängt, den die Kinder an Neujahr plündern durften.
schaft hatte einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen
behängt, den die Kinder nach Abschütteln an Neujahr plündern durften.
Spätere Berichte kommen auch aus Straßburg und Türckheim/Elsass.
Noch waren es keine Familienbäume wie heutzutage, doch sicherlich für
die Menschen Symbole für den Baum im Paradiesgarten.
1604
berichtet dann ein Reisender erstmals über Familienbäume: "Auf
Weihnachten richtet man Dannanbäum' zu Straßburg in den Stuben auf, daran hänket
man Rosen aus vielfarbigem Papier geschnitten, Äpfel, Oblaten, Zischgold, Zucker
etc. Man pflegt darum ein viereckigen Rahmen zu machen...". In
der ersten Hälfte des 18. Jhdts. werden solche Berichte dann häufiger,
doch es dauerte noch ein Weilchen, bis der Tannenbaum sich verbreitete, zunächst
in protestantischen Gegenden, und später dann auch in Gebieten, wo die Bevölkerung
hauptsächlich katholisch war und noch lange die Krippe den Mittelpunkt des
Weihnachtsfestes bildete. Dass die Herzogin von Orleans,, wohl besser bekannt
als "Lieselotte von der Pfalz, in einem Brief aus dem Jahr 1708 an ihre Tochter
von Kindheitserinnerungen an Weihnachtsbäume schreiben konnte, ist wohl eine
Ausnahme. Erst gut 100 Jahre später wurden an königleichen und kaiserlichen
Höfen Europas Tannenbäume aufgestellt. Meistens brachten die Ehefrauen
den Brauch quasi mit in die Ehe, oder sie ließen, wie Queen Victoria von
England 1840, ihren Männern zuliebe Bäume aufstellen. Danach
verbreitete sich der christbaum schnell in der ganzen Welt. Kaum 50 Jahre hat
dieser friedliche "Eroberungsfeldzug gedauert. Auf dem Gebiet der Volksbräuche
ist das einmalig! Seitenanfang   
STECHPALMEN
UND CLAUSENBÄUME Für
die "kleinen Leute" waren Fichten und Tannen, die meistens aus Staatsforsten
oder herrschaftlichen Wäldern kamen, meistens viel zu teuer. Stattdessen
nahm man vielfach Stechpalmen oder auch Buchsbäume, in der Brandenburgischen
Gegend auch märklische Kiefern. Lange Zeit waren auch Gestecke verbreitet,
die den Tannenbaum ersetzen sollten. So benutzte man im Norden sogenannte Bügel-
oder Reifenbäume, bei denen in mehreren Etagen grün umwundene Bügel
oder Reifen an einem Holzstock befestigt wurden. Im Süden gab es die sogenannten
Klausenbäume, pyramidenförmige Gestecke aus Äpfeln und mit Tannenzweigen
besteckten Holzstäben.
Erst
später, als die Nachfrage immer größer wurde, legte man spezielle
Schonungen an und die Tannen wurden auch für weniger betuchte Leute erschwinglich,
und die "Provisorien" verschwanden nach und nach von der Bildfläche.
Heute werden sie manchmal zusätzlich in den Stuben aufgestellt, aber den
"richtigen" Tannenbaum können sie meist nicht mehr ersetzen.   
TANNENBAUMSCHMUCK
UND ZUBEHÖR Tannenbaumfuß:
Zunächst hängte man in vielen Gegenden die Bäume oft einfach
an die Decke. Manchmal wurde an den Fuß ein Apfel gehängt. Noch bis
Anfang des 20. Jhdts. war das durchaus üblich, z. B. in Thüringen und
in der Pfalz. Manchmal hingen die Bäume übrigens mit der Spitze nach
unten, als Symbol für die Dreieinigkeit.
Später wurden selbst
gezimmerte Gestelle üblich aus kreuzweise übereinander befestigten Latten
(manchmal verwendet man solche Heimwerker-Gestelle heute noch, wenn der Tannenbaumfuß
mal wieder unauffindbar ist...). Schließlich kamen die eisernen Tannenbaumständer
auf, die im Jugendstil wunderschön verziert wurden und jetzt zu hohen Preeisen
auf dem Flohmarkt gehandelt werden. Neuerdings gibt es auch Tannenbaumfüße
mit Wasserreservoir, in denen die Bäume länger frisch bleiben.
- Tannenbaumschmuck:
Brennende Kerzen wurden am Anfang nicht verwendet,
denn sie waren einfach zu teuer. Lichterbäume kamen erst spät auf, und
man dachte sich allerhand aus, um auf die immer noch kostspieligen Wachskerzen
verzichten zu können. So gab es kleine Öllämpchen, die mit einem
angelöteten Dorn auf die Zweige gesteckt werden konnten. "Richtige"
Kerzen konnte das wohl nicht ersetzen, so wurde wohl auf manche Weihnachtswünsche
verzichtet, um "echte"Wachskerzen für den Baum kaufen zu können.
1879
erfand Thomas Edison die Glühlampe, und schon ein paar Jahre später
wurden auch die ersten Christbäume elektrisch beleuchtet. Die Idee verbreitete
sich erstaunlich schnell, obwohl zuerst nur wenige Haushalten einen Stromanschluss
hatten. Da eine komplette elektrische Tannenbaumbeleuchtung zunächst mal
eine ziemlich teure Angelegenheit war, konnten sich am Anfang nur reiche Leute
so etwas leisten. In Amerika gab es damals extra sogenannte "Wiremen",
die kamen, um die Bäume zu verkabeln, weil sich "normale" Menschen
das nicht zutrauten! Es gab in den USA damals übrigens auch schon künstliche
Tannenbäume, sie waren aus Stahl gefertigt und konnten teilweise mit Gas
beleuchtet werden.
Tannenbaumschmuck:
Zuerst
wurde der Baum mit einfachen Dingen geschmückt: Äpfel (die den Paradiesapfel
symbolisieren sollten, der Adam und Eva in Versuchung führte und den Tod in dieWelt
brachte), Papierrosen (sie weisen hin auf die Erlösung in der Christnacht) und
farbige Bänder und Fäden. Schließlich wurden die Sachen vergoldet,
die den Christbaum schmücken sollten. Es gab vergoldete Äpfel und Nüsse, und sogar,
obwohl man es kaum glauben kann, vergoldete Kartoffeln. Auch Süßigkeiten waren
an den Bäumen zu finden, und schließlich auch Flitter und Zischgold, Engelshaar
und Glassschmuck. Der Glasschmuck gewann schnell an Bedeutung. Entwickelt
wurde er in der kleinen Stadt Lauscha in Thüringen, wo heute noch herrliche Kugeln
und anderer Schmuck hergestellt wird. Es gab gläsernes Obst, Nüsse, Tannenzapfen,
Kugeln, Weihnachtsmänner, Vögel mit Schwänzen aus echten Federn, Musikinstrumente,
kleine Lokomotiven und vieles mehr. So manche Sachen kann man übrigens auch heute
wieder kaufen. Meistens waren es die Frauen, die den Glasschmuck, sorgsam verpackt
auf dem Rücken in großen Kiepen zu fuß kilometerweit zu den Handelshäusern tragen
mussten. Anfangs, bevor die Händler sich in Lauscha niederließen, mussten die
Frauen sogar bis nach Nürnberg laufen.In
Nürnberg und Fürth entstand damals eine richtige Industrie für Christbaumschmuck.
Aus Messingblech stellte man Zischgold und Leonische Drähte (gibt es heute auch
wieder, allerdings ganz schön teuer!) her, außerdem Lametta aus Blei. Man konnte
filigrane Bleisterne kaufen, Nikoläuse, Obst und Gemüse aus Pappmaché, aus silbern
kaschiertem Karton gab es Schlittengespanne und Sterne. Im Erzgebirge wurden die
auch heute noch bekannten Figuren gedrechselt, Hemdenmatzengelchen, Schaukelpferdchen,
und vieles mehr.
  
MODE
FÜR CHRISTBÄUME Anfangs
waren die Bäume möglicht bunt, aber dann gab es um 1950 eine Gegenbewegung.
Die Christbäume wurden ganz in weiß und silber geschmückt. In den Frauenzeitschriften
dieser Zeit kann man aber auch Anleitungen finden mit bunten Schleifen und Strohkränzchen.
Inzwischen wechseln die modischen Farben für den Christbaum Jahr für Jahr. Immer
aber gab es Menschen, die ihren Baum einfach so geschmückt haben, wie es ihnen
gefiel, und das ist ja auch gut so!   
DIE
SYMBOLIK DES BAUMSCHMUCKS
Im Laufe der Zeit haben sich die Dinge, die als Schmuck an den Weihnachtsbaum
gehängt werden, sehr verändert. Man kann dabei durchaus eine Symbolik
nachweisen, auch wenn es nicht immer nur christlich ist, was da zu Tage kommt! Äpfel:
Sie stehen natürlich für den Paradiesapfel, zudem haben sie
als runde Früchte auch eine Ewigkeitssymbolik wie Kugeln. Bären:
Sie stehen für Kraft. Engel:
Die Engel am Christbaum stehen für die Engel, die den Hirten Jesu Geburt
verkündet haben. Außerdem stehen sie als Himmelsboten für eine
Verbindung zwischen Gott und den Menschen. Fische:
Sie sind ein Symbol für den christlichen Glauben. Geschenkpäckchen:
Heute hängt man die Weihnachtsgeschenke ja nicht mehr in den Baum. Aber
früher war das schon der Fall, undzwar möglichst an die oberen Äste,
damit die Kinder sie nicht vorzeitig auspacken konnten. Inzwischen sind es wohl
nur noch künstlerische Leerpäckchen, die den Baum zieren. Beiden gemeinsam
ist die Symbolik: Sie stehen für die Geschenke, die die drei Weisen zur Krippe
brachten. Glocken:
Sie stehen für die Kirchenglocken, die zur Heiligen Nacht läuten
und die frohe Botschaft verkünden. Gleichzeitig sind sie auch ein Glückssymbol
und sollen Unglück von Haus und Hof fern halten. Gold
und Silber: Der heute so beliebte Glitzerschmuck steht für die kostbaren
Gaben der drei Weisen. Herz:
Ein Herz steht für das Herz Jesu, gleichzeitig symbolisiert es Lebenskraft
und Liebe. Kleine
Häuser: Sie stehen für Geborgenheit. Kugeln:
Wie ein Kreis haben sie keinen Anfang und kein Ende und stehen damit für
die Ewigkeit. Zudem symbolisieren sie die Paradiesäpfel. Lametta:
1878 in Nürnberg entwickelt, symbolisiert es glitzernde
Eiszapfen .Lichter:
Ob Kerzen oder Lichterkette, beides steht für die Wiederkehr des Lichts.
In der christlichen Symbolik ist das natürlich die Geburt Jesu. Mond:
Er ist ein Symbol für Werden und Vergehen. Nüsse:
Mit ihnen sind Gedanken an Natur und Fruchtbarkeit verbunden. Sie tragen den
Lebenskeim in sich und deuten damit an, dass das Leben weiter gehen wird, obwohl
man es in der harten Schale noch nicht sehen kann. Vergoldete Nüsse
wirken besonders strahlend und lebendig. Puppen:
Puppen sind Zukunftssymbole, gleichzeitig symbolisieren sie auch das Jesuskind. Sterne:
Sterne stehen symbolisch für Licht und Sonne und für die Hoffnung
auf ein gütiges Schicksal. Gleichzeitig symbolisieren sie den Stern von Bethlehem,
der für das Licht Jesu steht. Strohschmuck:
Sterne und anderer Schmuck aus Stroh sollen daran erinnern, dass das Jesuskind
in der Krippe auf Stroh lag. Trompeten:
Trompeten haben sich aus den Posaunen der Engel entwickelt und sind somit ein
Symbol für Engel. Gleichzeitig stehen sie für die Verkündigung
der großen Neuigkeit von Christi Geburt, denn früher wurden bei der
Verkündigung von Neuigkeiten auf den Marktplätzen oft Trompeten verwendet. Zapfen:
Einerseits als Tannenzapfen ein Fruchtbarkeitssymbol, andererseits als Eiszapfen
ein Symbol für den Winter. Weihnachtsfarben
Grün und Rot: Grün für das wiederkehrende
Leben und Rot für das Blut Christi.
Rund
23 Millionen Tannenbäume stehen auch in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt
des Weihnachtsfestes. Wer einen schönen haben möchte, sollte sich nicht
zu spät zum Händler begeben! Übrigens: Bei dem Gedanken, dass "für
die paar Tage" ein ganzer Baum herhalten muss, muss man sich keine grauen
Haare wachsen lassen. Für jeden geschlagenen Christbaum wachsen in den Baumschulen
zwei bis drei neue heran. Die
in Deutschland am meisten verkauften Bäume: So
hält der Baum besser: Beim
Kauf muss man darauf achten, dass sich die Nadeln biegen lassen, ohne, dass sie
gleich abbrechen. Man sollte den Baum so lange wie möglich im Freien aufbewahren.
Falls er ohne Dach draußen steht, muss man rechtzeitig vorher den Schnee
abschütteln und den Baum unter Umständen in der Badewanne auftauen.
Bevor man ihn ins Zimmer holt, sollte man ihn unten noch einmal absägen und
ihn in einen Ständer mit Wasserreservoir stellen. Glyzerin im Wasser soll
dafür sorgen, dass er nicht so schnell nadelt. Wichtig: Anfangs oft Wasser
nachfüllen! Übrigens:
So einen wunderbar dichten, total symmetrischen Baum wie auf den alten Weihnachtsgemälden
gibt es in Wirklichkeit natürlich nicht. Jedenfalls nicht, wenn wir einen
"richtigen", lebendigen Baum bevorzugen. Die amerikanischen Bäume,
die diesem Ideal doch sehr nahe kommen, wurden in den Christbaumplantagen immer
wieder in Form geschnitten und sind praktisch große Bonsais. Aber es dürfte
schwierig sein, hier in Europa so etwas zu erwerben. Falls man doch so etwas wünscht,
sollte man sich vielleicht doch einmal in der Kunstbaumabteilung im Kaufhaus oder
Baumarkt umsehen. Oder, wie wäre es mit einem Christbaum-Klon? Anscheinend
gibt es sowas inzwischen tatsächlich, wie man hier nachlesen kann: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/27362/   
WIEVIELE
NADELN HAT EIN CHRISTBAUM? Nach
Weihnachten, wenn der Baum wieder abgeplündert ist und längst entsorgt,
findet man meistens noch lange Tannennadeln im Teppich und glaubt, so ein durchschnittlicher
Baum habe unendlich viele davon. Ein schlauer Kopf hat es mal genau ermittelt.Er
hat die ganzen Nadeln seines Tannenbaums gewogen und das ermittelte Gewicht dann
durch das Gewicht einer einzigen Tannennadel geteilt. Er kam auf genau 479 988
Stück!   
SOLL
MAN HEUTE DENN ÜBERHAUPT EINEN CHRISTBAUM AUFSTELLEN? 
Oder
sollte man das Geld dafür nicht lieber spenden? Das möchte ich jedem selbst
überlassen. Ich werde einen Christbaum haben, und ich möchte dazu aber J. Wanner
zitieren, der gesagt hat: Wenn
Heiligabend der Weihnachtsbaum leuchtet, dann kehren sie wieder zurück, die verloren
geglaubten Gefühle der Kindheit. Dieses entzückende Staunen leuchtender Kinderaugen,
wohlige Geborgenheit, überraschende Glücksmomente. Dem
Weihnachtsbaum wohnt eine seltsame Faszination inne. Er ist der strahlende Beweis
dafür, dass wir inmitten des sachlichen, hektischen Lebens den Sinn für Ideale
und die Brücke zur Vergangenheit bewahrt haben.   
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