O Tannenbaum

Hier erfährst du alles über die Geschichte des Christbaums und über Christbaumschmuck.

 

 

 

Hast du schon deine Weihnachtspost abgeschickt? Wenn du früh genug deine Karten los schickst, haben die Leute, die dir eigentlich nicht schreiben wollten, noch Zeit für eine Antwort

INHALT:

Seitenende

ÜBER 150 JAHRE WEIHNACHTSKARTEN

Die Sitte, an Weihnachten gedruckte Karten zu verschicken, gibt es seit ungefähr 150 Jahren. Sie bieten uns die Möglichkeit, mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben, auch wenn wir sie lange Zeit nicht persönlich sehen. Wer eine Weihnachtskarte erhält, freut sich, denn jemand hat an ihn gedacht!

Andachtsbildchen: Briefe hatte man um diese Jahreszeit wohl schon lange geschrieben, im 15. Jahrhundert gab es bereits Andachtsbildchen zu Dekozwecken, auf denen das Christkind und auch gute Wünsche aufgedruckt waren. Allerdings verschwand dieser Brauch wieder von der Bildfläche.

Die allererste Weihnachtskarte soll angeblich im Jahre 1841 ein Buchhändler aus Schottland in sein Fenster gestellt haben. Bereits 2 Jahre später wurden nachweislich Weihnachtsgrüße verschickt.


Henry Coles Weihnachtskarte von 1843

Henrik Cole, einem Londoner Geschäftsmann, war das Briefschreiben an Weihnachten zu viel geworden, und so ließ er sich von John Calcott Hersley (damals ein bekannter Künstler) eine Weihnachtsbotschaft entwerfen, die gedruckt und verschickt werden konnte. 1000 Stück davon wurden gedruckt und per Hand coloriert. Die restlichen Karten wurden in einem Laden verkauft für 1 Shilling das Stück. Das war ein stolzer Preis, denn für das Geld konnte man sich damals ein ganzes Abendessen kaufen! Allerdings mussten die Karten wegen Protesten der Öffentlichkeit wieder vom Markt genommen werden. 15 Stück von diesen Karten sind heute noch erhalten.

Pennypost und billigere Karten: Die Praxis, zu Weihnachten gedruckte Karten zu verschicken, war von nun an nicht mehr aufzuhalten, zumal das Versenden von Post durch den Postal Act von 1840 in England nun nur noch einen Penny kostete und nun auch vom Absender im Voraus bezahlt werden konnte. Als das Interesse an Weihnachtskarten immer mehr wuchs, entstand praktisch ein neuer Industriezweig. Mit der Einführung der Dampf-Druckerpresse erlebte die Druckindustrie einen großen Aufschwung, auch andere Industrie- und Handwerkszweige profitierten davon, z. B. Holzindustrie. Die Karten konnten nun billiger hergestellt und bald auch in Farbe gedruckt werden. Um 1880 wurden bereits Millionen von Karten verkauft.

Neue Formen und Größen: Im vitorianischen England gab es Weihnachtskarten in allen möglichen Größen und Formen, als Schuhe, als Fächer, rund, oval. Seltsamerweise waren zuerst auf den meisten von ihnen Frühlingsblumen und Sommerszenen abgebildet. Es gab auch diverse Karten mit Kindern in Erwachsenenkleidung, außerdem mit Elfen und Feen. 1850 erschien erstmals der Weihnachtsmann auf Karten, ein Jahr später auch Engel. 1890 kamen die ersten Weihnachtsbäume. Religiöse Szenen erschienen auf Weihnachtskarten erst in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts, doch waren weiterhin die meisten Karten profaner Natur. Ab 1880 wurden die Karten langsam immer aufwändiger, es gab Karten mit Seiden- oder Federfransen, sie wurden verziert mit Glitter, Spitze, Rauschgold und Samt. Viele bekannte Künstler waren sich nicht zu schade, Weihnachtskarten zu entwerfen. Eine Weile bevorzugte die Damenwelt dann Karten, in die Parfumsachets eingearbeitet waren.

In deutschen Landen verbreitete sich der Brauch nicht ganz so rasant. Neujahrskarten gibt es bei uns erst seit den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, Weihnachtskarten folgten dann um 1890 herum. Die beliebtesten Motive waren zuerst Familienszenen, dann der Weihnachtsmann und auch erst ganz zum Schluss kamen religiöse Szenen.

Weihnachtsgrüße aus der Neuen Welt: 1906 wurde in Amerika die erste Weihnachtskarte gedruckt, die in einen Umschlag gehörte. Nach 1890 begann man dann langsam, die Weihnachtskarten als billige Massenware zu produzieren.

Seitenanfang

DAS LEBEN IN POSTKARTEN

Moderne Welt: Während der ganzen Geschichte der Weihnachtskarten kann man an ihnen sowohl den momentan gültigen Lebensstil als auch traditionelle Themen erkennen. Nach der Jahrhundertwende erschienen auf den Karten Zeppeline, Flugzeuge und Autos. Die Segelboote verschwanden und stattdessen waren nun Dampfschiffe zu sehen.

Patriotische Weihnachtskarten: Während beider Weltkriege gab es dann auch Karten mit patriotischen Inhalten, mit Kampfschiffen und Panzern, aber auch mit Weihnachtsmännern bei den Truppen.

Mickymouse und andere Comic-Figuren: 1932 erteilte die Walt Disney Company erstmals die Erlaubnis, ihre Charaktere auf Weihnachtskarten darzustellen. Dieser Trend setzte sich fort, viele bekannte Comic-Figuren oder andere Charaktere wie Max Headroom und sogar die Flintstones gibt es inzwischen als Weihnachtskarten. Manche Charaktere sind auch speziell für Karten designed worden und erscheinen jetzt immer wieder in neuen Szenen ( Gretchen, Cindy, Holly Hobbie, die Mäuse von Uli Stein).

Seitenanfang

WEIHNACHTSKARTE GOES PC

Mit dem Computer eröffneten sich neue Wege. Seit Farbdrucker erschwinglich sind, gibt es auch viele Computerprogramme, mit denen man eigene Karten und damit auch Weihnachtskarten herstellen kann. Eine neue Art von Karten erschien mit der rasanten Entwicklung des Internets: die virtuelle Grußkarte. Man kann sich aus einem Menü eine Grafik auswählen, mit einem Text versehen und sie jemandem per EMail zuschicken.

EKarten gibt es zum Beispiel hier:

http://www.seelenfarben.de/postkarten.htm

 

Seitenanfang