Advent,
Advent ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür!
Seitenende

Die
Adventszeit (von Adventus = lat. Ankunft) ist die Vorbereitung auf das Fest der
Geburt Christi. Seit dem 8. Jhdt. beginnt am 1. Adventssonntag auch das Kirchenjahr.
Früher wurde von jetzt an bis Weihnachten feierlich gefastet, in dieser Zeit
durfte nicht getanzt und erst recht nicht geheiratet werden. In manchen Gegenden
werden auch heute noch in der Adventszeit keine Tanzveranstaltungen abgehalten.
Die
ersten Anfänge der Adventszeit kommen aus Italien, aus der Gegend um Ravenna,
wo die Gläubigen den Sonntag vor Weihnachten der Vorbereitung darauf widmen
sollten. In der westlichen, römischen Kirche gab es dann eine wechselnde
Anzahl von Adventssonntagen (zwischen 2 und 6), bis Papst Gregor der Große
im 6. Jahrhundert die Adventsliturgie in den Grundzügen und 4 Adventssonntage
bestimmte. Diese Praxis verbreitete sich dann im 13. Jahrhundert vor allem durch
die Franziskaner überall.
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DER
ADVENTSKRANZ
Der
Kranz geht vermutlich ursprünglich auf den alten Ringzauber zurück.
Grüne Kränze oder Strohkränze brachten Segen und wehrten Unheil
ab von allem was grün werden und Frucht tragen soll. Die Kränze wurden
deshalb auch mit goldenen und roten (Farbe des Lichts und des Lebens) Bändern
umwickelt. In Schweden gab es auch schon den Brauch eines kerzengeschmückten
Lichterkranzes, nämlich die Lichterkrone der Luzienbraut.
Der
Hamburger Waisenvater Johann Hinrich Wichern (Begründer der inneren Mission
und des Rauhen Hauses) hat aus diesem heidnischen Brauch unseren Adventskranz
gemacht. Für seine Kerzenandachten im Rauhen Haus, bei denen bis zum Heiligen
Abend immer eine Kerze mehr angezündet wurde, hat ihm um 1864 ein Freund
einen gewaltigen Kronleuchter aus einem Holzreifen mit 2 m Durchmesser gebaut,
der dann später auch mit grünen Zweigen geschmückt wurde.
Mehr
über das Rauhe Haus und J. H. Wichern:
http://www.rauheshaus.de/
Durch Mitarbeiter und Kinder verbreitete sich der Brauch in den
nächsten 40 Jahren in ganz Norddeutschland. Dabei wurde der Kronleuchter
schließlich zu dem heute bekannten grünen Kranz mit nur noch 4 Kerzen
für die Adventssonntage. Nach und nach wurde der Adventskranz in ganz Deutschland
bekannt, und heute ist der Adventskranz in ganz Deutschland verbreitet.
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DER
ADVENTSKALENDER
Seitdem
am Heiligen Abend die Kinder Geschenke bekommen, wird dieser Tag natürlich
von ihnen sehnlich erwartet. Schon früh versuchten die Eltern, ihnen die
Zeit bis dahin zu verkürzen. Ursprünglich wurden vielleicht einfach
Kreidestriche an die Wand gemalt, die die Kinder dann druchstreichen oder abwischen
durften. Bald schon gab es dann auch andere Adventskalender:
Kerzenkalender:
Auf eine Kerze waren 24 Striche angebracht. Die Kerze wurde jeden Abend angezündet
und bis zum nächsten Strich herunter gebrannt. In den nordischen Ländern
ist diese Art Adventskalender immer noch sehr beliebt.
Adventsuhren:
Ein Zifferblatt mit 24 Ziffern und einem Zeiger, der
jeden Tag eine Zahl weiter gedreht werden darf.
Die
Adventskalender waren anfangs alle selbtst gebastelt, wie der des schwäbischen
Pfarrerssohnes Gerhard Lang, dessen Mutter 24 Kästchen auf einen Karton gemalt
hatte, auf jedes Kästchen nähte sie ein Wibele auf (schwäbische
Mini-Makronen). Als Lang erwachsen war und Teilhaber einer Druckerei, soll er
als einer der ersten industriell angefertigte Adventskalender produziert haben,
bei denen die Kinder farbenprächtige Heiligenbildchen ausschneiden und auf
einen Karton aufkleben konnten.
Um
1920 erschienen die ersten Adventskalender mit "Türchen" auf dem
Markt, hinter denen bunte Bilder verborgen waren.
Der
2. Weltkrieg setzte dem Höhenflug des Adventskalenders für's erste ein
Einde, denn Papier war knapp, und es durften überhaupt keine Bildkalender
mehr gedruckt werden. Aber schon 1946 brachte der Richard-Sellmer-Verlag wieder
die ersten gedruckten Adventskalender heraus. 10 Jahre später gab es dann
auch schon die ersten Adventskalender, die mit Schokolade gefüllt waren.
Eine Zeitlang schienen diese "Fresskalender" den Bilderkalendern den
Rang abzulaufen, aber heute sind auch die illustrierten Adventskalender wieder
sehr beliebt. Es gibt sie als Fotokalender, oder auch, wie früher, mit mehr
oder weniger kitschigen Bildchen, doch auch richtige Künstlerkalender für
Erwachsene sind inzwischen auf dem Markt. Immer beliebter werden auch literarische
Adventskalender, in denen sich für jeden Tag eine mehr oder weniger weihnachtliche
Geschichte befindet.
Natürlich
sind auch selbst gebastelte Adventskalender noch sehr verbreitet. Manche Eltern
packen ihren Kindern liebevoll kleine Päckchen, die dann von einer Schnur
abgeschnitten werden dürfen. Oder es gibt kleine Filzsäckchen, in denen
sich Süßigkeiten oder kleine Überraschungen befinden. Schön
ist ein Kalender aus 24 versiegelten und nummerierten Briefumschlägen, in
jedem befindet sich eine weihnachtliche Geschichte.
Ganz
modern sind "Online"-Adventskalender, bei denen sich jeden Tag im Internet
ein neues Türchen öffnen lässt.
Einen
schönen Adventskalender für Erwachsene,
bei dem sich hinter den
Türchen Geschichtliches
zur Weihnachtszeit befindet, gibt es hier:

ADVENTSSINGEN
In
manchen Gegenden ist es auch heute noch üblich, dass die Menschen in Gruppen
von Haus zu Haus ziehen und vor den Haustüren Weihnachtslieder singen. Dafür
erhalten sie oft Geld, dass dann für einen guten Zweck gesammelt wird.
Anderswo
werden in der Adventszeit Konzerte und Chorabende veranstaltet mit weihnachtlicher
Musik. Oft gibt es auch Gospelkonzerte mit mehr oder weniger bekannten Gospelchören
aus Amerika.
Auch
in den Familien werden in dieser Zeit meist Weihnachtslieder gesungen oder auf
Intrumenten geübt.
Noten
und Texte bekannter Weihnchtslieder gibt es zum Beispiel hier:
http://www.musica.at/weihnachtslieder/

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GRAFIKEN:
Backgrounds:
Die Rabenfrau
Mattes: Die Rabenfrau
Foto: Vater der Rabenfrau
Alpha:
die Rabenfrau
Kinderbild: Tube von alter Postkarte