
Anmerkungen
zu den Bildern
Anmerkungen zu den Wetterregeln
Seitenende
Zu
den Bildern:
Die
schönen Bilder zu den einzelnen Monaten haben Paul, Herman und Jean Limbourg
gemalt, drei Brüder, die aus Nimwegen (Flandern) stammen. Über ihr Leben
ist wenig bekannt. Sie stammen aus einer Künstlerfamilie und sind vermutlich
so um 1380 herum geboren. 1480 standen sie im Dienste des Duc de Berry, der damals
einer der bekanntesten und auch reichsten Kunstmäzene Frankreichs war. 1416
starben alle drei Limbourg-Brüder, vermutlich an einer Epidemie.
Die
hier verwendeten Bilder kommen aus "Les très belles heures",
einem der 15 Stundenbücher, die der Duc besaß. Stundenbücher enthielten
religiöse Texte für jede der liturgischen Stunden des Tages (daher der
Name), und zusätzlich Psalmen und Messen für kirchliche Feiertage. Manchmal
gehörte, wie auch bei diesem Stundenbuch, ein Kalenderteil hinzu. Aus diesem
Kalender kommen diese Monatsbilder. Sie zeigen das ländliche Leben von Bauern
und Adeligen im Jahreslauf, so wie es damal ab lief. Allerdings wird natürlich
die Mühe und schwere Arbeit, die die Bauern hatten, nicht wieder gegeben.
Es wirkt alles sehr idyllisch.
Die Limbourgs verwendeten
für ihre Bilder kostbare Pigmente aus Pflanzen, Mineralien und Chemikalien,
gebunden mit Gummi arabicum. Sie arbeiteten mit extrem feinen Pinseln und haben
vermutlich Lupen benutzen müssen um die feinen Details ihrer Gemälde
anzufertigen. Obwohl einige ihrer Bilder später von einem anderen Künstler
namens Colombe (weit weniger kunstreich) bearbeitet worden sind, so sind doch
die Kalenderblätter fast vollständig im Orginal erhalten. Nur das November-Bild
ist vorwiegend von Colombe gemalt worden. Die Originalbilder haben oben noch einen
zum Monat passenden Zodiac-Kreis, an dem man die Sternbilder ablesen kann. Diesen
haben wir hier weg gelassen, weil man die Einzelheiten bei der hier verwendeten
Auflösung sowieso nicht erkennen kann.
Natürlich
haben die Limbourg-Brüder auch noch andere Bilder gemalt, diese sind aber
anscheinend größtenteils verlorgen gegangen. Die Kalenderbilder wurden
zwischen 1412 und 1416 gemalt und sind ohne Zweifel einer der größten
Kunstschätze Fankreichs, durchaus zu vergleichen mit der Mona Lisa. Es heißt,
sie zeigten die ersten echten Landschaftsbilder in der Malerei.
Die
kleineren Bilder auf diesen Seiten zeigen nicht unbedingt wirklich einen Ausschnitt
aus den größeren Bildern. Einige von ihnen hat Lina ein kleines bisschen
bearbeitet, damit die Menschen darauf besser zur Geltung kommen.
Zu
den Bauernregeln:

In
der Landwirtschaft sind die Erträge schon immer abhängig von der Witterung
gewesen. Die Bauern waren daher darauf bedacht, die Wetterlage genau zu beobachten
und versuchten, aufgrund ihrer Erfahrungen Voraussagen darüber zu machen,
wie sich das Wetter entwickeln würde.
Über
Generationen haben sich aus diesen Beobachtungen gewisse Regelmäßig-keiten
herauskristallisiert, und daraus haben sich die heute noch bekannten Bauernregeln
entwickelt, mit denen das Wissen auf einfache Art und Weise weitergegeben werden
konnte.
Erstaunlicherweise
hat man bei wissenschaftlichen Untersuchungen heute festgestellt, dass man mit
Hilfe der Bauernregeln tatsächlich das Wetter voraussagen kann, und dass
diese Voraussagen im Großen und Ganzen durchaus einigermaßen zuverlässig
sind. Allerdings stimmen die Lostage durch diverse Kalenderreformen nicht mehr
unbedingt mit den tatsächlichen Daten überein.
Weiters
sind die Regeln oft regional entstanden und gelten für das Wetter in bestimmten
Regionen. Deswegen tauchen auch öfter mal widersprüchliche Bauernregeln
bei den einzelnen Monaten auf. Leider war es mir nicht möglich, die Herkunft
der einzelnen Regeln festzustellen.
Zu
den Wetterregeln gehören auch Anweisungen, welche Arbeiten die Bauern wann
erledigen sollten.
Auf
jeden Fall zutreffend ist wohl die folgende Voraussage:
Wenn
der Hahn kräht auf dem Mist,
ändert sich das Wetter, oder es bleibt
so wie es ist.
;o)
