Bäuerliche Wetterregeln und Lostage

Hier gibt es Bauernregeln und Lostage für die Wettervoraussage für den Januar

Im Januar fanden früher bei den Adeligen große Bankette statt. Es wurden auch Neujahrsgeschenke verteilt. Auf diesem Bild kann man den Duc Jean de Berry in persona sehen, er ist der Mann in der kostbaren, blauen Robe rechts am Tisch.

Bauernregeln
Lostage
Seitenende

Der ganze Januar ist ein Losmonat:

Anfang und Ende vom Januar, zeigen das Wetter für's ganze Jahr.

Ist er warm, der Januar, wenig taugt das ganze Jahr!

 

Ist der Januar "warm", so lässt das Frühjahr wohl noch auf sich warten:

Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rauh.

Wenn der Frost im Januar nicht kommen will, so kommt er im März oder April

Jänner warm, daß Gott erbarm. Jänner kalt, das gefallt.

Wenn im Jänner nicht viele Fröste und Schnee kommen, so kommen sie gewöhnlich im März und April.

Was dem Januar an Schnee gefehlt, oft der weiße März erzählt.

Ist der Jänner gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde.

Fehlen im Januar Schnee und Frost, gibt der März gar wenig Trost.

Im Januar sieht man lieber einen Wolf, als den Bauern ohne Jacke.

Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rauh.

Läßt der Januar Wasser fallen, läßt der Lenz es gefrieren.

Wächst das Korn im Januar, wird es auf dem Markte rar.

Sonnt sich die Katz im Januar, liegt sie am Ofen im Februar!

Wenn die Mücken spielen im Januar, so sind die Schafe in großer Gefahr.

Wenn im Januar die Schnaken geigen, müssen sie im Märze schweigen.

Im Januar ist's besser, einen Wolf als einen Pflug im Feld zu sehen.

Im Jänner Füchse bellen, Wölfe heulen, große Kälte wird noch lange weilen.

Ist der Januar warm, laß es Gott erbarm'.

Wenn der Maulwurf wirft im Januar, währt der Winter bis zum Mai wohl gar.

Nebel im Januar macht nasses Frühjahr.

Soviel Tröpfchen im Jänner, soviel Schnee im Mai.

Wenn's um Neujahr Regen gibt, es oft um Ostern noch recht stiebt.

 

Ein kalter Januar mit viel Schnee dagegen lässt darauf hoffen, dass der Winter bald ein Ende hat, ja, er soll sogar gutes Wetter für den folgenden Sommer anzeigen:

Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß

Januar muß vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.

Schlummert im Jänner das Grün, so wird zeitig der Garten blüh'n.

Jänner hart und rauh, nützt dem Getreidebau.

Im Jänner recht hoher Schnee, heißt im Sommer hoher Klee.

Ein kalter, schöner Januar bringt meistens auch ein gutes Jahr.

Eiskalter Januar bringt ein gutes Jahr.

Je frostiger der Jänner, desto freudiger das ganze Jahr.

Ist der Januar frostig und kalt, lockt uns bald der grüne Wald.

Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.

Ist im Januar dick das Eis, gibt's im Mai ein üppig Reis.

Januar klar, bringt ein gutes Jahr.

Januar muß krachen, soll der Frühling lachen.

Ist der Jänner hell und weiß, kommt der Frühling ohne Eis, wird der Sommer sicher heiß.

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1. Januar

Ist`s an Neujahr hell und klar,so deutet das ein fruchtbar Jahr.

Morgenrot am ersten Tag- Unwetter bringt und große Plag.

2. Januar

Makarius das Wetter prophezeit, für die ganze Erntezeit.

Wie der Basillus, so der September

6. Januar

Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.

Ist es zu Dreikönig hell und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.

Ist Dreikönig hell und klar, gibts viel Wein in diesem Jahr.

Dreikönig ohne Eis, Pankraz (12.5.) weiß.

 

9. Januar
St. Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'.
10. Januar

An Amalie Sonnenschein, bringt viel Korn und Weizen ein.

Am 10. Jänner Sonnenschein, bringt reichr Ernte und guten Wein.

15. Januar

St. Paulus klar, gutes Jahr, bringt er Wind, regnet's geschwind.

Ist der Paulustag gelinde, folgen im Frühjahr rauhe Winde.

16. Januar
Wie das Wetter an Marcellus war, so wird`s im September - trüb oder klar.
17. Januar

Wenn an Antoni die Luft ist klar, gibt es ein trockenes Jahr.

Große Kält am Antoniustag, große Hitz am Lorenzitag (10. August).

St. Antonius mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet, er doch mit Schnee nicht spart.

20. Januar

Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan.

An Fabian und Sebastian fangen Tag und Baum zu wachsen an.

um Fabian und Sebastian, fängt schon der Saft zu gehen an.

Aber auch: Fabian und Sebastian, fängt der rechte Winter an.

21. Januar

Wenn Agnes und Vinzenz (22.) kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen.

22. Januar

Geht Vinzenz im Schnee, gibts viel Heu und Klee.

Wie das Wetter zu Vincent war, wird es sein das ganze Jahr.

Zu Vinzenzi Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.

St. Vincenz heller Tag verheißt ein gutes Jahr.

St. Vinzenz Sonnenschein - füllt das Faß mit gutem Wein.

23. Januar
Dem Heil`gen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild`Gesicht.
24. Januar

Timotheus bricht`s Eis, hat er keins, dann macht er eins.

25. Januar

Heute klar - ein gutes Jahr! heute Regen, schlechter Segen!

Ist Pauli Bekehrung hell und klar, so hofft man auf ein gutes Jahr.

Ist zu Pauli Bekehr das Wetter schön, wird man ein gutes Frühjahr sehn.

Pauli Bekehr, der halbe Winter hin, der halbe her.

Schön an Pauli Bekehrung, bringt allen Früchten Bescherung.

An St. Paulus Sonnenschein, bringt in Keller und Scheuer viel Frucht und Wein.

Ist Pauli Bekehrung hell und klar,
so hofft man auf ein gutes Jahr,
hat er Wind, so regnet's geschwind.
Wenn es an St. Pauli schneit, folgt eine teure Zeit.

27. Januar
Das Eis zerbricht St. Julian, wo nicht, da drückt er`s fester an.
30. Januar
Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein.
31. Januar
Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.

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