Bäuerliche Wetterregeln und Lostage

Hier gibt es Bauernregeln und Lostage für die Wettervoraussage für den Mai

Bauernregeln für den Monat März


Der Mai wird mit einem feierlichen Umzug begrüßt, zu dem man möglichst in grünen Kleidern erscheinen sollte. Die Reiter, junge Adelige, haben sich festlichmit grünen Zweigen geschmückt. Das Schloss im Hintergrund ist vermutlich die Citè in Paris.


Bauernregeln
Lostage
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Der Mai als Losmonat für das Jahr:

Aus nassem Mai kommt trockener Juni herbei.

Ein rechter Mai fürwahr, daß ist der Schlüssel für's ganze Jahr.

Grünen die Eichen vor dem Mai, zeigt's, daß der Sommer fruchtbar sei.

 

Erst Mitte Mai kommt wirklich der Frühling:

Der Mai, zum Wonnemonat erkoren, hat den Reif noch hinter den Ohren.

Des Maien Mitte hat für den Winter noch eine Hütte.

Erst in der Mitte des Mai ist der Winter vorbei.

Maienfrost Blüten und Früchten das Leben kost'.

Frost im Mai schadet Wein, Hopfen, Bäumen, Korn und Lein.

 

Es sollte jetzt aber noch nicht zu heiß werden, denn:

Abendtau und kühl im Mai, bringt viel Wein und bringt viel Heu.

Ein kühler Mai bringt allerlei.

Ist der Mai heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken;
ist er aber feucht und kühl, dann gibt's Frucht unf Futter viel.

Kühler Mai, viel Stroh und Heu.

Mai kühl und naß, füllt dem Bauern Scheun' und Faß.

Kühler, nicht naßkalter Mai, bringt guten Wein und viel Heu.

Mai heiß und trocken, im Kaffee kleine Brocken.

Maienmonat kalt und windig macht die Scheuer voll und pfündig.

Maientau macht grüne Au; Maienfröste - unnütze Gäste.

 

Ob es regnen sollte oder nicht, darüber war man unterschiedlicher Meinung:

Genug Regen im Mai gibt dem ganzen Jahr Brot und Heu.

Im Mai ein warmer Regen bedeutet Früchtesegen.

Ist's im Mai recht kalt und naß, haben die Maikäfer wenig Spaß.

Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.

Mairegen bringt Segen.

Regen Anfang Maien tut den Reben dräuen.

Trockener Mai - Wehgeschrei. Feuchter Mai bringt Glück herbei.

Nasser Mai bringt ein fruchtbar Jahr, trockener macht es dürr fürwahr.

Grün schmückt sich Flur und Au, fällt vom Himmel Maientau.

Aber auch:

Wer wässert im März und im Mai, hat Wiesen, aber kein Heu.

Zu nasser Mai, macht viel Geschrei und wenig Heu.

Zu nasser Mai macht viel Geschrei und wenig Heu.

 

Maigewitter sind wohl auch nicht schlecht:

Donner im Mai führt großen Wind herbei.

Donnert es in Maien viel, hat der Bauer gewonnen Spiel.

Viel Gewitter im Mai - singt der Bauer Juchhei.

 

Aus dem Verhalten der Tiere im Mai soll man auch etwas ablesen können:

Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu,
ein Bienenschwarm im Jun' ist wert ein fettes Huhn,
ein Bienenschwarm im Jul' kaum eine Federspul'.

Wenn im Mai die Bienen schwärmen, kann der Bauer vor Freude lärmen!

Wenn im Mai die Wachteln schlagen, singen sie von Regentagen.

Jedenfalls:

Man muß den Mai nehmen, so wie er kommt.

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1. Mai

Auf Philippi und Jakob folgt ein großer Erntesegen.

Windet`s am ersten Mai, dann das ganze Jahr.

An Jacobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.

Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen.

3. Mai

Hl.Kreuztag naß, wächst nirgends Gras.

Wie`s Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.

4. Mai

Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut tragen kann.

5. Mai

Regen zu Christi Himmelfahrt, macht dem Bauern die Erde hart.
Regnet es am Himmelfahrtstag, der Weinbauer klagen mag.

7. Mai

Wenn naht der heilige Stanislaus, sollen die Kartoffeln raus.
Weint Tränen der Stanislaus, tut uns das nicht leid; werden blanke Heller draus, über kurze Zeit.

10.Mai

Gordian - man nicht trauen kann.
Florian und Gordian richten oft noch Schaden an.

11. Mai

Die Eisheiligen: 11.Mai: Mamertus, 12.Mai: Pankratius, 13.Mai: Servatius, 14.Mai: Bonifatius, 15.Mai: Sophie, 16.Mai: Johannes Nepomuk.
Mamerz, Pankraz, Servazi, das sind drei Lumpazi.
Pankrazi, Servazi, Bonifazi, sind drei frostige Bazi, und am Schluß fehlt nie die kalte Sophie.

Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz.

Pankratius und Servatius bringen Kält`oft und auch Verdruß.

Servatius` Hund der Ostwind ist, hat schon manch Blümlein totgeküßt.

Servaz und die kalte Sophie müssen vorüber sein, will der Bauer vor Nachtfrost sicher sein.

12. Mai
Pankratius (Eisheiliger)
13. Mai

Servatius (Eisheiliger)

 

14. Mai

Bonifatius (Eisheiliger)

15. Mai

Sophie (die kalte, Eisheilige)

16. Mai
Johannes Nepomuk (Eisheiliger)
21. Mail

Wie zu Dreifaltigkeit das Wetter fällt, es bis zum Monatsende anhält.

Ist Dreifaltigkeit klar und hell, wächst der Hafer schnell.

25.Mai

St.Urban hell und rein, segnet die Fässer ein.

Wie es sich um St.Urban verhält, so ist`s noch 20 Tage bestellt.

Die Witterung an St. Urban, zeigt des Herbstes Wetter an.

30. Mai

St.Wigand, dieser böse Mann, oft noch Fröste bringen kann.

31. Mai

Ist es klar an Petronell`, meßt den Flachs ihr mit der Ell`.

Auf Petronellentag Regen, wird sich der Hafer legen.

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