Die Raben in Paris
Hier findest du einen Reisebericht über unseren Kurzurlaub im März 2008 in Paris

Inhalt:

Der erste Tag: Montag, 17.03.2008

AUF NACH PARIS

Die Raben im Zug (groß)
Die Raben im Zug

Unser Zug ging erst gegen Mittag, so konnten wir noch richtig ausschlafen an unserem ersten Urlaubstag! Als unser Bus am Bahnhof an kam, trafen wir sogleich auf unsere Freunde, G. und seine Tochter K. Doch zuerst mussten wir noch unser Urlaubsgeld von der Bank holen. Nachdem die Rabenfrau noch eine Zeitschrift gekauft hatte (Ich reise nie ohne Zeitschrift *verlegen grins*), trafen wir uns auf dem Bahnsteig. Dann kam auch bald der ICE und wir fanden auch gleich unsere Sitzplätze, gemütlich an einem Tisch, auf dem wir natürlich sofort unsere Vorräte und den Lesestoff ausbreiteten. Witzig: Als der Zug über 300 km/h fuhr und dieses auf einem Leuchtschild angezeigt wurde, versammelten sich sämtliche Männer des Abteils, die einen Fotoapperat dabei hatten, davor, um das Ereignis für die Nachwelt festzuhalten! In Mannheim mussten wir ein Mal umsteigen, um 16 Uhr 50 kamen wir dann schon in Paris am Gare de l'Est an.

Unser Hotel, Mercure Terminus Nord, befand sich, wie der Name schon sagt, am Nordbahnhof. Wir begaben uns per pedes dorthin, was nicht allzu schwierig war, denn wir hatten alle Rollenkoffer dabei und es war gar nicht allzu weit. Unsere Zimmer waren recht nett möbliert:

Das Rabenzimmer
Das Rabenzimmer

Sie befanden sich am Ende eines unendlich langen, verwinkelten Flurs, wo man echt die Abzweigungen zählen musste, um sich nicht zu verlaufen:

Der Hotelflur
Der Hotelflur

Glücklicherweise gingen die Fenster auf einen kleinen Hinterhof, so dass wir vom Straßenlärm nicht allzu viel mitbekamen.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg, die nähere Umgebung zu erkunden. Die Straßen waren noch recht belebt, als Kleinstadtpomeranzen sind wir sowas natürlich gar nicht gewöhnt. Ganz geheuer war mir die Menge nicht, und nachdem mein Rucksack plötzlich merkwürdigerweise halb offen stand, trug ich ihn von da an lieber vorne als auf dem Rücken.

Paris, fast schon bei Nacht
Paris, fast schon bei Nacht

Es war schon toll, hier zu bummeln! Für unser Abendessen fanden wir in einer Nebengasse ein winziges Restaurant, und danach tranken wir noch einen (gesponserten) Cocktail in der Hotelbar.

Der zweite Tag: Dienstag, 18.03.2008

QUER DURCH PARIS

Morgens beim Frühstück war das Wetter ganz vielversprechend, so beschlossen wir, irgend etwas "draußen" zu machen, statt uns geradewegs in ein Museum zu begeben. Es hatte sich herausgestellt, dass doch nicht alle Pariser Flohmärkte nur am Wochenende stattfanden, an der Place d'Alligre gibt es eine denkmalgeschützte Markthalle und einen Markt mit Lebensmitteln und Trödel. Unsere Freund G. und K. sind begeisterte Flohmärktler, und so war es beschlossene Sache, dort vorbei zu gehen.

Marchè D'Alligre
Marché d'Alligre

K. hätte sich liebend gerne einen wunderhübschen, kleinen Tisch zugelegt, musste aber leider darauf verzichten, weil wir nicht wussten, wie wir ihn unversehrt heim in die Rabenstadt bekommen sollten.

Hinterher bestiegen wir eines der zahlreichen Sightseeing-Boote. In ihnen wird man gemütlich an den ganzen Sehenswürdigkeiten vorbei geschippert und bekommt einen schönen Eindruck von der Stadt. Leider verzog sich die Sonne, und es wurde ziemlich kalt. Der Rabenmann und ich waren die ganze Zeit auf dem Deck zum Fotografieren, und die Kälte kroch einem so richtig in die Knochen!


Die Rabenfrau, bibbernd an Decki

Wir fuhren unter den unzähligen, aufwändig verzierten Seinebrücken der Stadt hindurch und kamen unter anderem auch hier vorbei:

Eiffelturm
Diesmal nicht von uns erklommen: der Eiffelturm

Notre Dame
Notre Dame

Conciergerie
Conciergerie, einst Königspalast, dann
Gefängnis, in dem dann auch Marie Antoinette auf
ihre Hinrichtung wartete

Louvre
Der gewaltige Louvre, ein Königspalast, der eigentlich in seiner 800jährigen
Geschichte immer eine Baustelle gewesen ist und inzwischen das
drittgrößte Museum der Erde

kleinstes Haus
Auch Kuriositäten gab es zu sehen: das kleinste Haus
von Paris, nur 1 Zimmer breit

Immer noch liegen an den Kais viele mehr oder weniger luxoriös ausgestattete Hausboote, sogenannte Peniches, auf denen das Leben angeblich inzwischen richtig teuer geworden ist:

Hausboot
Hausboot in Paris

Hausboot
Mit Garten

Schwimmauto
Mit Schwimmauto!

Nachher schlenderten wir noch ein wenig am Ufer entlang und warfen einen Blick in die Kästen der Bouquinistes, der mobilen Buchhändler, die hier seit dem Ende des 19. Jhdts eine feste Einrichtung sind. Angeblich sind sie je nach Gegend unterschiedlich sortiert, was wir aber nicht feststellen konnten (uns war zu kalt, um hier länger zu gucken!). Wirklich interessante Waren hatten "unsere" Händler jedenfalls nicht in ihren Ständen, es gab nur "alte" Postkarten, Poster und kleine Eiffeltürme als Reiseandenken.

Bouquinistes
Les Bouquinistes

Nach einem Päuschen zum Ausruhen und Aufwärmen in einem kleinen Café waren wir wieder fit für einen Bummel durch Saint Germain, wo sich einst Simone de Beauvoir und Sartre mit ihren intellektuellen Freunden trafen, wo inzwischen allerdings Luxus-Boutiquen die Stelle der ursprünglichen Cafès und Kinos eingenommen haben. Über den Place de la Concorde schlenderten wir bei Sonnenuntergang.

Concorde
Place de la Concorde

Den prachtvollen Obelisken hatten wir schon vom Seine-Boot aus gesehen. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert vor Christus und stand ursprünglich im antiken Theben vor dem Amuntempel in Luxor. MItte des 19. Jhdts schenkte ihn Muhammad Ali Pascha, der König von Ägypten, an den französischen König Louis Philippe. Mit Hilfe des Hieroglyphen-Entzifferers Champollion wurde der Stein in zwei Jahren nach Frankreich geschafft und schließlich hier aufgestellt.

Weil wir schon mal in der Nähe waren, sahen wir uns das auch noch an:

Galeries Lafayette
Keine Oper, sondern ein Kaufhaus:
Galeries Lafayette, mit seiner wunderbaren
Glaskuppel.

Nach soviel Herumlaufen hatten wir runde Füße und uns unser Abendessen wirklich verdient! Wir nahmen es ein im Bouillon Chartier, Rue Fbg Montmartre. Ursprünglich eine Suppenküche für Arbeiter und Angestellte mit kleinem Geldbeutel, ist es heute immer noch recht preiswert. Serviert wird Hausmannskost, die Kellner sind mit schwarzen Westen und weißen Schürzen bekleidet und außerordentlich zahlreich. Das müssen sie auch, denn auch heute noch sollen in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Leute satt werden. Die Meinungen zu dem Lokal sind gespalten: Die einen lieben es, die anderen finden, es sei eine Touristenfalle. Wir meinen, es ist sicher kein edles Restaurenat, aber es hat ein eigenes Flair. Und am Ende schreibt der Kellner die Rechnung auf die Papiertischdecke!

Chartier
Bouillon Chartier, ursprünglich eine preiswerte Suppenküche
für Arbeiter und Angestellte aus der Umgebung

Der dritte Tag: Mittwoch, 19.03.2008

LOUVRE UND NOCH MEHR

Nachdem wir uns bei unseren bisherigen Paris-Aufenthalten immer vor dem Louvre gedrückt hatten, beschlossen wir, diesen nunmehr in Angriff zu nehmen. Damit wir uns nicht in die lange Menschenschlange vor der Pyramide einreihen mussten, kauften wir vorab Eintrittskarten am Bahnhof in der Touristen-Info. So konnten wir am Seiteneingang an der Rue Rivoli rein. Eine kleinere Schlange gab es trotzdem: Es gab eine Sicherheitsschleuse wie auf einem Flughafen, man musste seine Taschen/Rucksäcke durchleuchten lassen und eine elegante Dame stand mit einem Metalldetektor bereit. Nachdem die Leute, die für die Aufbewarung der Garderobe zuständig waren uns ein wenig hin- und hergescheucht hatten (wir konnten nicht heraus kriegen, warum unsere Freunde ihre Jacken an der einen Garderobe abgeben mussten und wir nach einigem Hin und Her an der anderen), konnten wir endlich los laufen!

Der Louvre, das ehemalige Königsschloss, ist wirklich riesig! Seine Anfänge gehen bis 1190 zurück, damals war es eine Festung, angelegt von Philippe II. Bei Bauarbeiten wurden die Reste unlängst freigelegt. Unter dem neuen Sullytrakt kann man diese in einer Katakombe besichtigen. Praktisch war der Palast 800 Jahre eine Baustelle. Jeder Herrscher ließ irgendwas an- und umbauen. Ab dem 16. Jhdt. unter Karl V. war er dann Hauptwohnsitz der französischen Könige, bis der Hof 1682 mit Ludwig XIV. nach Versailles umzog. Der Bau, teilweise noch im Rohbau und ohne Dach, ging in den Besitz der Stadt über. Die Académie francaise übernahm die Königsgemächer, und in anderen Gebäudeteilen hausten diverse Künstler und richteten sich dort ihre Ateliers ein. Es gab sogar Cabarets und Marktstände in dem Gebäude, das mehr und mehr verfiel. Während der Revolution wurde schließlich im Louvre das erste öffentliche Museum Frankreichs eingerichtet, in dem die Kunstschätze des Königs und der Adeligen gesammelt und zur Schau gestellt wurden, die nicht zerstört oder zu Geld gemacht worden waren.

Mit Napoleon zog Anfang des 19. Jhdts. dann wieder ein Herrscher in die Räumlichkeiten ein. Unter seiner Herrschaft und unter seinem Neffen, Napoleon III., erhielt der Louvre seine heutige, äußere Gestalt und Fassade. 1873 zog dann der Präsident der Republik Frankreich in den Elysée-Palast, der Louvre hatte als Zentrum weltlicher Macht endgültig ausgedient.

1981 initiierte der französische Staatspräsident Mitterand das Projekt "Grand-Louvre" (in dessen Verlauf auch die "Käseglocke" gebaut wurde, wie man die Glaspyramide in Paris respektlos nennt), mit dessen Abschluss nun der gesamte Gebäudekomplex schließlich als Museum umgebaut wird. Ungefähr 380.000 Werke umfasst die Sammlung, von denen etwa 35.000 Exponate auf einer Fläche von über 60.000 m² präsentiert werden. Damit ist der Louvre eines der größten Museen der Welt.

Louvre
Der Louvre von oben, zur Verdeutlichung von mir rot angemalt.
Bild c Mathias Kabel, veröffentlicht unter GNU

Wir besuchten sie:

Mona Lisa
Die berühmte Mona Lisa
(aus Leonardos Schule gibt es übrigens
deren mehrere, wir sahen eine bei der großen
Leonardo-Ausstellung in Speyer, sie hatte einen anderen Hintergrund)

und sie:

Venus von Milo
Die "Venus von Milos", die um 100 v. Chr. von einem
griechischen Künstler geschaffen wurde und deswegen eigentlich eher
"Aphrodite" heißen müsste.

Wir s ahen unzählige andere Kunstwerke, sowie Kron- und andere Juwelen:

Krone

Und genossen unerwartete Ausblicke:

Ausblick auf Paris

Etwas ermattet verließen wir diese Stätte gegen Mittag über die "Käseglocke":

Pyramide Louvre

Am Kunst- und Kulturtempel Centre Pompidou waren wir mit K.s Freundin verabredet. Ich kann mir nicht helfen, irgendwie erinnert mich die Architektur an eine Müll-Verbrennungsanlage! Aber es ist interessant, davor zu sitzen und die Menschen zu beobachten. Der Platz davor, die Piazza Beaubourg, ist ein beliebter Treffpunkt, im Sommer gibt es dort wohl auch jede Menge Straßenkünstler. Überhaupt habe ich noch in keiner anderen Stadt so viele Leute gesehen, die einfach müßig herum saßen oder standen, wie auf den diversen Plätzen in Paris. Ist das die Pariser Lebensart? Oder einfach viele Touristen?

Centre Pompidou
Centre national d’art et de culture Georges Pompidou

In einem gemütlichen Lokal haben wir dann zusammen gespiesen. Erst wunderten wir uns ein wenig über das ständige Vogelgezwitscher dortselbst, aber dann entdeckten wir, dass eines der Fenster mittels Kükendraht und riesiger Zimmerpflanzen in eine Vollière umgebaut worden war, in der tatsächlich einige Vögel herum flatterten.

Café
Neu gelernt: Café noisette ist Espresso mit Milch!

Nach einer Tasse Kaffee waren unsere Lebensgeister dann wieder so weit geweckt, dass wir uns wieder ins Pariser Leben stürzen konnten. Wir bummelten durch das Marais, das ganz früher einfach ein Sumpf war. Mönche legetn den Sumpf trocken und bauten die ersten Häuser. Als Paris immer größer wurde, entwickelte sich das Marais zu einem angesagten Wohnviertel für den Pariser Adel. König und Königin hatten ihre Stadtwohnung am Place des Vosges, der der erste der berühmten Pariser Plätze war.


Place des Vosges mit königlicher Stadtwohnung (das höhere Gebäude hinten)

Als der Sonnenkönig seinen Hof dann nach Versailles verlegte, haben sich hier nach und nach immer mehr Handwerker nieder gelassen.


Romantisch morbide: die alten Gemäuer im Marais

Seit dem 13. Jhdt. haben im Marais trotz Vertreibungen übrigens immer wieder Juden eine Heimat gefunden. Der Architekt der Pariser Métro, Hektor Guimard, hat ihnen die Agudath Hakehilot Synagoge gebaut. Heute leben immer noch die meisten der rund 400.000 Pariser Juden hier im Marais.

Man findet hier viele kleine Läden. Ein Paradies für unseren "Dealer"-Freund G., der sich über das eine oder andere Schnäppchen freuen konnte!

Antiquitäten...
G. beim "Dealen"

Anschließend kraxelten wir die vielen Stufen den Mont Martre zu Sacré Coeur hinauf.

Sacré Coeur
Sacré Coeur

Die Kirche, die Ende des 19. Jhdts. im neoromanisch-byzantinischen Zuckerbäckerstil gebaut wurde, interessiert uns nicht so sehr, wir hatten sie alle schon gesehen. Aber der Blick auf Paris von da oben ist wirklich fantastisch:

Paris von oben
Paris von oben

Die Künstler auf der Place du Tertre waren immer noch da, wenn auch ob des kalten Wetters weniger zahlreich als im Sommer:

Place du Tertre
Künstler oder "Künstler"?

Inzwischen zog sich der Himmel langsam zu, so dass wir auf weiteres Herumbummeln lieber verzichteten und uns wieder die vielen Stufen auf den Weg in die Stadt hinunter machten. Gerade, als wir unten an kamen, öffneten sich die Schleusen des Himmels, und es goss in Strömen! Ein Glück, dass wir es noch hinein in ein kleines Café geschafft hatten, dass sich zusehends füllte! Der Inhaber freute sich natürlich ob des unerwartet großen Andranges!

Café am Montmartre
Unwetter von drinnen

Nach dem großen Regen bummelten wir noch ein wenig durch die Straßen. Langsam wurden die Waren in den Geschäften "billiger", die Restaurants zweideutiger, wir waren in Pigalle gelandet!

Pigalle

Langsam wurde es Zeit, dass wir K. zu der Verabredung mit ihren Freunden brachten. Von der schicken, modernen Métro-Station aus fuhren wir wieder in Richtung anderes Saine-Ufer. Wir mussten ein Stück laufen, um zum Treffpunkt zu kommen.

Ausgesetzt!
Allein auf weiter Flur!

Auf einmal fand ich mich mutterseelenallein auf weiter Flur wieder: Während ich fotografierte, waren mir die beiden Herren mit K. davon gelaufen! Boah! Ein Glück, dass es Handys gibt... Der Rabenmann hatte, glaube ich, kurzfristig ein ziemlich schlechtes Gewissen *ggg*

Wir mussten eine ganze Weile herum laufen, bis wir ein Lokal gefunden hatten, wo wir alle Platz fanden und das Bier nicht allzu teuer war. Aber es wurde dann noch ein netter Abend.

 

Der dritte Tag: Donnerstag, 20.03.2008

Der letzte Tag!

Unser Zug gen Heimat fuhr erst am späten Nachmittag. So hatten wir genug Zeit, uns nach dem Frühstück noch das Musée d' Orsay anzusehen. Es wurde in den 1980er-Jahren im umgebauten Bahnhof Gare d'Orsay eingerichtet, der 1900 für die Verbindung Paris-Orleans gebaut, aber schon 1977 wegen mangelnder Kapazitäten geschlossen worden war. Mehr über das Museum und die dort ausgestellten Künstler kann man hier nachlesen.

Musèe d' Orsay
Das Museum mit der bahnhöflichen Herrkunft

Man findet in dem Museum Kunstwerke aus den Jahren 1848 bis 1914: Impressionismus und Symbolismus vor 1870, Realismus und École de Barbizon, Romantik und Akademismus, Jugendstil und Klassizismus, von Gemälden und Skulpturen bis zur Architektur und zum Kunsthandwerk.

So sieht das Museum von innen aus:

Museé d'Orsay, innen
Museum mit Bahnhofsflair

Wir besuchten

van Gogh
Monsieur van Gogh, der zeitweilig in Paris gewohnt hat

und sie:

Degas
Degas kleine Tänzerin, von der man eigentlich gar nicht weiß,
ob sie "Kunst" ist, denn ursprünglich war es eine Wachs-
figur mit echten Haaren und echter Bekleidung, die man erst nach
Degas Tod in Bronze gegossen hat. Da das Figürchen aber
in einem Glaskasten gefunden wurde, nimmt man einfach an,

dass Degas sie als Kunstwerk gemeint hat.

Irgendwie vergaß ich, von wem diese Dame gemalt wurde:


Die unbekannte Schöne. Falls jemand sie identifizieren kann,
bitte melden!

Außerdem gabe es noch eine interessante Ausstellung von einem Fotografen, der an der Entwicklung der ersten Farbfotografien beteiligt war. Ich habe diesen Namen ebenfalls nicht behalten. Leider war die Ausstellung mit Jugendstil- und Art-Ceco-Räumen, die mich ebenfalls sehr interessiert hätte, wegen Renovierung geschlossen. Schade! Aber auch so hatten wir irgendwann genug gesehen, man konnte gar nichts mehr aufnehmen. Daher war es ganz gut, dass wir unvermittelt wieder auf unsere Freunde trafen, gerade als wir uns Gedanken gemacht hatten, wie wir wohl wieder zusammen kämen (Blöderweise hatten wir zwar einen Treffpunkt, aber keine Zeit ausgemacht).

K. wollte dann noch etwas Shoppen, so begaben wir uns wieder in Richtung große Warenhäuser und trennten uns dann. Im Gegensatz zu unserem war K.s Einkaufsbummel auch von Erfolg gekrönt, wir haben nur runde Füße bekommen...

runde Füße
Man reiche mir neue Füße!

Und dann war es auch schon Zeit, die Freßkörbe aufzufüllen, unser Gepäck im Hotel auszulösen, und uns zum Bahnhof zu begeben. Auf der Rückfahrt "durften" wir mit dem TGV fahren, der hier in Paris eingesetzt wurde. Beim Einsteigen gab es ein ziemliches Durcheinander, weil die Franzosen das Gleis, auf dem der Zug abfahren soll, erst kurz vor knapp bekannt geben. Außerdem war der Zug sehr lang, man war ewig auf dem Bahnsteig unterwegs, bis man an seinem Wagen an kam. Wie sich heraus stellte, war die Beschilderung ziemlich mies, so dass wir zu allem Überfluss am falschen Ende des Waggons einstiegen und im engen Gang gegen den Strom "schwimmen" mussten, bis wir unsere Sitzplätze erreichten. Anderen ging es noch schlimmer, sie bemerkten nach einigem Hin und Her, dasss sie sogar den falschen Waggon erwischt hatten! Aber irgendwann war das Gewühl überstanden, und wir installierten uns auf unseren Plätzen. Und schon ging es los!

Rabenchaos
Chaos im Zug

Über die Ansagen des Zugführers amüsierten wir uns während der ganzen Fahrt, er klang ziemlich gelangweilt, und man verstand fast gar nichts von dem, was er sagte. Besonders die englische Ansage klang doch ziemlich "frenglisch", und das Französische verstanden wir fast besser als sein Deutsch...

In der Rabenstadt wurden wir alle von unseren Lieben abgeholt. Wenigstens wir Raben waren eigentlich ganz froh, nun noch ein paar freie Tage über Ostern zur Erholung zu haben. So eine Städtereise ist doch ziemlich anstrengend. Dabei war es doch sehr schön gewesen, und wir werden das bestimmt irgendwann wiederholen!

Das war's!